Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 50 (25.6.1891)
- Date
- 1891-06-25
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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929 sen Blättern Mittheilung gemacht. Herr Ettinger ^"Libekleidete aber nur nicht den Posten des Lemberger Rabbinats, sondern er war auch bnoxi N’tto vom ^12 im heiligen Lande. Seit seinem Ableben nun blieb diese Vertrauens- und Ehrenstelle vacant. — Nun fanden sich unsere oiw veranlaßt für Mitte des verflossenen nn eine nB'DN nach Lancut einzuberufen, an welcher auch die größten und hervorragendsten Rabbiner und Notabeln des Landes theilgenommen haben. Zweck dieser Versammlung war die Erwählung einer geeigneten Persönlichkeit, welcher dieses Vertrauensamt zur Beruhigung und Zufriedenheit aller interessirten Faktoren übertragen werden könnte. — Es wurde Herr Jg. L. Schreiber, Gutsbesitzer in Drohobycz mit diesem Ehrenposten betraut. Es ist dies das zweite Vertrauensamt, welches Herr- Schreiber nun im Interesse der Gesammtheit der galizischen Judcnschaft inne hat; denn wie bekannt bekleidet Herr Schreiber seit dem Ableben seines Onkels, des gewesenen Reichsraths - Abgeordneten Oberrabbiner Sofer Schreiber in Krakau y'm seit ca. acht Jahren auch die verantwortungsvolle Stelle eines Präsidenten vom Vereine mn »p’tnö, welche Stelle gleichbedeutend ist mit der Führerrolle der orthodoxen Juden Galiziens. Wir können bei dieser Gelegenheit nicht umhin hier auszusprechen, daß Herr Schreiber seiner Aufgabe als Präsident der mno mit Aufopferung seiner geistigen, physischen und materiellen Kräfte gerecht zu werden sich bemüht, und seine Bestrebungen auch oft von Erfolg gekrönt sieht. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß er auch für die Interessen unserer armen Glaubensgenossen im heiligen Lande sein Möglichstes thun und auf die Verbesserung ihrer materiellen Lage sein Augenmerk richten werde. Herr Schreiber ist ein verhältnißmäßig noch junger Mann — er steht am Anfänge der Vierzig — m mn — voller Thatkraft und Energie dort, wo es sich handelt nwnpn im‘ny 'r6 und zu wirken. Wir wünschen ihm ans vollem Herzen weitern guten Erfolg. E- Lemberg, 22. Juni. Hiesige polnische Blätter erfahren aus Warschau, daß die russische Regierung die Judenauswanderung jetzt verhindere. Ganze Abtheilungen jüdischer Emigranten werden an der Grenze zurückgehalten und in die Heimath zurückbefördert. > Bermischles. *4 Paderborn. Die hiesige isr. Waifen-ErziehungS-Anstalt für Knaben und Mädchen aus Westfalen und Rheinland zählte im Berichtsjahre 1890/1891 acht und sechszig Kinder. Entlasten wurden zehn Knaben und vier Mädchen. Ausgenommen wurden acht Knaben und sieben Mädchen. Von den augenblicklich in der Anstalt weilenden Kindern sind neun und zwanzig aus Westfalen, fünf und zwanzig aus Rheinland, im Ganzen vier und fünfzig Kinder, fünf und dreißig Knaben und neunzehn Mädchen. Der Königliche Landrath Herr Jentzsch hier, hat nach stattgefundener Revision dem Euratorium folgendes Schreiben zugehen lasten. Paderborn, 1. Dezember 1890. Auf Grund der heute vorgenommenen Revision des Waisenhauses gereicht es mir zur Freude, dem Euratorium von Neuem für die den Kindern in der Anstalt zu Theil werdende Pflege und Erziehung, einschließlich des Schulunterrichts, meine volle Theilnahme und Anerkennung aussprechen zu können. Der Landrath: Jentzsch. Die Anstalt hat aus öffentlichen Cassen keinerlei Zuschüsse zu verzeichnen, die geringen Zinsen ihres Kapitals stehen in keinem Verhältniß zu deren Bedürfnisten. So ist das Bestehen unserer Anstalt, so schließt der Jahresbericht, der beste Beweis, daß weite Kreise unsere stille Thätigkeit mit unveränderter Liebe begleiten. Möge denn die allgemeine Theilnahme unseren Waisen auch fernerhin erhalten bleiben, möge die thatkräftige Unterstützung edler Menschenfreunde uns in unserer bescheidenen Wirksamkeit anspornen! Dann wird diese Stiftung unter Gottes Schutz immer herrlicher emporblühen und den Waisen ein wahres Elternhaus fein und bleiben!_ Briefka sten der Redaktion. UtF* Eine Reihe von Berichten und Mittheilungen, na, mentlich solche über Sammlungen, die zu Gunsten unserer hilfsbedürftigen russ. Brüder veranstaltet wurden, mußte aus Mangel an Raum für die nächste Nummer zurückgelegt werden. S. S. in W. Betr. Brief beruhte unserer Ansicht nach nicht auf Schwindel, sondern bildete eines vorr den vielen kleinlichen Mitteln, mit welchen, entgegen dem Ausspruch unserer Weisen rnin ntpy* DJJG TIGN, mit vielem Lärm wenig geleistet wird. Betr. Comito existirt übrigens nicht mehr. H. W. in L. Eine Kaltwasserheilanstalt mit "tL'2-H6tel ist uns nicht bekannt. In Wiesbaden ist eine gut eingerichtete Kaltwasserheilanstalt (Dieteninühle), bei deren Benutzung es nröglich ist sich Koschertost aus der Stadt kommen zu lassen. Worms. Da wir Ihre Unterschrift nicht entziffern konnten, so konnten wir Ihnen nicht direct antworten. Bitten daher nm freundliche Aufgabe Ihrer Adresse. A. in Frankfurt a. M. Wir bitten um Ihre Adresse, um Ihnen brieflich antworten zu können. L. M. in Gießen. Ein Freund unseres Blattes thcilt uns mit, das? in Rudolstadt nur 4—r> jüdische Familien wohnen und ein Rabbiner daselbst nicht existirt. Briefkasten der Exepdition. Merzig. Ihre Karte trägt keine Unterschrift, wir können Ihnen daher gewünschte Nummern nicht nachliefern._ Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. ür eine hebräische Buchhandlung wird ein junger Mann, der mit der Branche, Eorrespondenz und Buchführung vollständig vertraut ist, gesucht. Offerten mit Gehaltsansprüchen unter R. M. 28 hauptpostlagernd Frankfurt a. M. erbeten. (3992 sLin junger Mann, militärfrei, sucht unter bescheidenen Ansprüchen in einen. Kurzu. Wollwaarengeschäft eine Stelle als Verkäufer, wo Samstags und israelit. Feiertage geschlossen ist. Offerten unter Chiffre 8. L. 3980 an die Exped. d. Bl. erbeten. Lehrkings-Hesuch. Für meine an Samstag und Feiertage geschlossene Bäckerei suche sofort einen Lehrling. Simon Schaizman, 3995) Fürth (Bayern).