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Der Israelit · 1891-06-11 · Heft 46-47 (11.6.1891) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 46-47 (11.6.1891)
Date
1891-06-11
Page
– (sequence 13)
Language
German
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861 Vermischtes. Hamburg, 10. Juni. Im Hause deS hiesigen Bankiers Marburg tagte gestern eine Versammlung behufs Berathung von Maßregeln zur Unterstützung der aus Rußland vertriebenen Juden. Es wurde beschlossen, die von Baron Hirsch nach Berlin einberufene Versammlung durch einen Hamburger Delegirten zu beschicken. Erwählt wurde für diese Funktion der Kaufmann M. W. Hinrichsen. Eine aufgelegte Subskription ergab sofort 65,000 M. Budapest, 10. Juni. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses interpellirte der antisemitische Abgeordnete Csatar den Ministerpräsidenten betreffend die angebliche massenhafte Einwanderung aus Rußland vertriebener jüdischer Familien nach Ungarn, und fragte an, ob es nicht möglich wäre, durch einen Protest des Dreibundes die massenhafte Vertreibung der Juden aus Rußland zu verhindern. Triest, 2. Juni. Der hiesige Bürgermeister Dr. P itter i hat sich an die Spitze des Comitös gestellt, das für die unglücklichen Juden auf Korfu Geldsammluugen veranstaltet. Bis jetzt sind zu diesem Zwecke bei diesem Comitö schon 36,000 Francs eingelaufen. London. Herr H. S. Le o n wurde in das Parlament gewählt; mit ihm haben nun sechs Israeliten Sitz im Parlament. London. Den Herren Gustav Nathan, Britischer Generalkonsul in Wien, und Julian Salomon inSidney (Australien) hat die Königin den Baronetstitel verliehen. Briefkasten -er Redaktion ES sind «ns eine so große Menge von Zuschriften zugegangen, die Vorschläge zur Verbesserung der Lage unserer unglückliche« russischen Glaubensgenossen enthalten, daß der Raum unseres Blattes die Aufnahme derselben nur mit Auswahl gestattet. Vielfach decke« sie sich auch mit bereits unternommenen Schritten, worüber wir später berichten werde«. Die unzugegangenen neuen Vorschläge, die «nS ausführbar und der Sache förderlich erscheinen, gelangen nach und nach zum Abdruck. -hin -f- Mit dem Lob des “isid in Fulda haben wir doch keinen Tadel gegen andere cnDiD ausgesprochen und wollen wir durchaus nicht in Abrede stellen, daß auch im übrigen Deutschland noch eine Reihe zuverlässiger und nach jeder Hinsicht empfehlenswerther DnsiD existirt. H. M. in Gießen. Ein ausführlicher Brief an Sie kam als „unbestellbar" zurück. Ob. in Rudolstadt eine jüd. Gemeinde und ein Rabbiner ist, wissen wir nicht; vielleicht kann einer unserer geehrten Leser darüber Aufschluß ertheilen. A. L. in Hagenbach. Nein. I. R. in A. Sendung empfangen, hoffen, Einiges daraus zu benutzen. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. M n $ e t ö e rr. Bekanntmachung. Die Sielle eines Oberrabbiners der hiesigen Gemeinde, welchem zugleich nach Maßgabe der Gesetze vom 8. Februar 1854 und 14. Juli 1863 die Oberaufsicht der Gemeinden der Provinz Schleswig-Holstein obliegt, soll, nachdem der bisherige Inhaber wegen Krankheit in den Ruhestand versetzt worden, neu besetzt werden. Das Gehalt beträgt fünftausend Mark jährlich neben freier Amtswohnung und den dem jedesmaligen Oberrabbiner auf Grund einzelner Stiftungen zugewiesenen Einkünften von mindestens 1200 Mk. jährlich. Bewerber, welche ihren streng religiösen Lebenswandel und ihre talmudische Befähigung mittelst Beibringung zweier von anerkannten talmudischen Autoritäten ausgestellten Bescheinigungen (Hattorath Haroah), sowie ihre akademische Bildung nachznweisen, auch die Leitung der Gemeindeschule und einige Unterrichtsstunden in der Religion und im Hebräischen zu übernehmen haben, wollen ihre schriftlichen Meldungen unter Beifügung der erforderlichen Zeugnisse dem Vorsitzenden der Unterzeichneten Kommission, Hrn. Justizrath Heymaim, welcher auf Verlangen weitere Auskilnft ertheilen wird, bis zum 31. Juli d. I. portofrei einsenben. (3724 Altona, den 8. Juni 1891. Die Drüsentations-Kammission für die Wahl eines Gberrabbinrrs der Hochdeutschen Israeliten-Gemeinde. Schadchen. Ein Münchner achtbarer Manu vermittelt gediegene Parthien u. erbittet Aufträge unter A. Schwarz, München, Westenriedeftr. 7/1. (3709 ra nmn Ein “)21D aus Rußland, der seit 9 Jahren in einer kleinen Stadt Deutschlands wohnt und sich ehrlich und redlich für sein Fortkommen bemüht, hat nun Gelegenheit, seine Tochter sehr gut an einen Handwerker p mm zu verheirathen. Es fehlen ihm aber, um dieses auszuführeu, noch ca. 300 Mark. Da er als strenger Olli'lebt, so bittet man edle Menschen, zu diesem Zwecke etwas beizustenern, um so mehr, als seine Frau seit Langem leidend und viel Geld kostet. Prima Referenzen von orlh. Rabbinern. Die Erped. d. Bl. ist gern bereit, Gaben in Empfang zu nehmen und weiter zu befördern. Aür meine Schwester, 16 Jahre O alt, suche ich eine paffende Stelle alS Verkäuferin in einem am tu streng geschloffenen Spezerei¬ oder Spielwaaren - Geschäfte SüddeutfchlandS, am liebsten da, wo geboten ist, sich gleichzeitig in Küche und Haushalt zu vervollkommne». Auf familiäre Behandlung wird mehr als auf hohen Lohn gesehen. Offerten beliebe man an £lias C*ut, Lehrer in Cöln (Rhein), zu richten. _(3719 Ein unverh., tüchtiger, praktischer mw einer größeren Stadt Deutschlands mit mmp von orth. Rabbinern und prima Referenzen sucht änderungshalber in einer anderen großen Gemeinde Stelle. Gefl. Off. sind unter Ehiffre LI. P. 3720 an die Exp. ds. Bl. zu senden. Offene felrerjtelle. Die isr. Gemeinde Gräfenhausen sucht per 1. August d. I. einen staatl. geprüften Lehrer, auch kann derselbe event. die Schochetstelle übernehmen. Zeugnisse und Gehaltsansprüche bei freier Wohnung bitter an den Unterzcichnrteii einzusenden: Her Vorstand der isr. Gemeinde Gräfenhausen 3717) b. Darmstadt. Kvlegvobellsksill. M Delitzsch Boeffe Geschichte d. jüdischen , Poesie vom Abschluß d. Hei- Jj ligen Schriften d. Alten Bundes tzVs bis auf d. neueste Zeit. Lpz.1836. Vy itT Statt Mk. 4.— zu nur fD Mk. 2.5V ,ei M _ _ „im Buchhändler und WM Antiquar, LVi Stuttgart, Calwerstraße 25. MM Kataloge über mein reichhaltiges Lager aus allen Wissen- TA kVi stehen auf Verlangen grakyj und portofrei zu Diensten. (3699^^ Ein jung., aus Moskau vertriebener Lthrrnachxev. ans anges. jüd. Familie u. mit besten Referenzen, sucht Stellung in e. Uhrengeschäft, wo Sabbat geschloffen. Offerten unter „Moskau" 3681 befördert die Exp. d. Bl.

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