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Der Israelit · 1891-05-28 · Heft 42 (28.5.1891) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 42 (28.5.1891)
Date
1891-05-28
Page
– (sequence 12)
Language
German
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782 dem Ergebnisse, vielen Schülern eine sorgenfreie und ehrenhafte Existenz gesichert zu haben, documcntiren. Die Einnahmen beliefen sich auf M. 19,661.30, die Ausgaben auf M. 14,982.56 und da dieses Jahr 10,829 Äerpflegungstage enthielt, so kamen die Kosten eiues einzelnen Schülers auf M. 1.38 per Tag. Der Bezirksrath gab einen Beitrag von M. 800, bie Stadt Mühlhausen einen solchen von M. 2000. Wie», 15. Mai. Herr Jakob Kuffner hat 60000 Gulden testamentarisch für wohlthätige Zwecke hinterlassen. Kolonien, 16. Mai. Von den 34 Personen, die wegen Theilnahme an den Ercessen gegen die Juden, welche während der Reichsrathswahl in Kolomea stattfanden, angeklagt wurden, sind siebzehn zu Strafen von zwei Monaten Kerkers bis zu zwei Tagen Arrest verurtheilt, die Anderen freigesprochen worden. Pari-. Im Zufluchtshause für verlassene isr. Kinder zu Plessis-Piquet wurde jüngst in Gegenwart vieler hervorragender Personen vom Lberrabbiner von Frankreich, Herrn Zadok Kahn, eine kleine Synagoge eingeweiht. Der- Antisemit Jacquinot d'Oisy wurde wegen eines Sittlichkeits-Vergehens zu sechs Monaten Gesängniß verurtheilt. Paris, 12. Mai. Das Coinit6 de bienfaisance hat im vorigen Jahre 327.025,85 Francs vereinnahmt und 309.512,25 Frcs. verausgabt. Nach dem Britischen Generalconsul in Warschau leben in Polen unter einer Bevölkerung von 8,250,000 Seelen 1,380,000 Juden. In Warschau bilden sie 40 und in den anderen Städten durchschnittlich 50 pCt. der Bevölkerung, während sie in den Dörfern nur 7 pCt. ausmachen und im übrigen Theile des Landes gar nicht zu finden sind. Handwerk und Industrie von Warschau sind fast ganz in den Händen der Juden, in den höheren Brauchen des Handels beträgt das Verhältniß 16 Juden zu 3 Christen, in den niederen 19 zu 2, und in dem Agentur- und Maklergeschäft 43 zu 1. Von den größten industriellen Unternehmungen der Stadt Warschau sind 63 pEt. in den Händen von Juden und nur 18 pCt. in denjenigen eingeborener Christen. Von gewöhnlichen Arbeitern sind dagegen nur 11,000 Juden oder 8 pCt. der ganzen jüdischen Bevölkerung, gegen 43,000 Christen oder 20 pCt. der christlichen Bevölkerung. Jerusalem, 1. Mai. Eine plötzlich eingetretene außergewöhnlich große Hitze hat die Hoffnungen auf eine gute Ernte bedeutend herabgestimmt. Die Getreidepreise sind bedeutend gestiegen. Ri» de Janeiro. In dem im brasilianischen Parlament zur dritten Lesung gelangenden neuen Verfaffungsentwurf befindet sich folgender Passus: „Wegen seines Glaubens oder religiösen Amtes darf kein brasilianischer Bürger seiner bürgerlichen oder politischen Rechte beraubt werden, er darf sich nicht deßwegen vor der Erfüllung einer bürgerlichen Pfiicht drücken, und wer seinen religiösen Glauben vorschützt, um sich von irgend einer Last, welche die Gesetze der Republik den Bürgern auferlegen, zu befreien, verliert seine politischen Rechte." Berichtigung. In unserem Leitartikel in Nr. 39 und 40 hat sich ein Jrrthum eingeschlichen. Der 4. von uns vorgeschlagene Psalm ist SDp und nicht p und SD. Briefkasten der Redaktion Abonnent in M. Der Gebrauch in Bezug aus das Recitiren von vb am Sabbat, der direkt nach den Feiertagen fällt, ist in verschiedenen Gegenden verschieden. In den meisten Gemeinden mit belitschcm RituS wirb e8 gesagt, in den mit polnischem dagegen nicht. Wenn es bis jetzt in Ihrer Gemeinde am niff nach u"' gesagt wurde, so ist es auch am kommenden Wochenfeste zu sagen. Mit Handschuhen darf man nicht mirft my sein. A. in H. Ihren freundlichen Brief haben wir erhalten unb Ihren w. Wunsch erfüllt. Briefkasten der Expedition. A. Lauterheim, stuck, in Strafiburg. Unsere Antwort an Sie kam als unbestellbar zurück. Wir bitten daher um gefall, genaue Angabe Ihrer Adresse. (Hebräisch.) t Wer kennt mich nicht aus alter Zeii, Die Linder machten mir viel Leid. Den Schlich zur Mille, diese noch zu End'. Eines Hli'chchen's Name, den die Aibel I nennt. «. Auflösung des Mtsisels in Ilr. 39 L 40: □rp Unreiner Vogel (3. M. 11, 18). "in 12 Die Zukunft. i?in Töpfererve, nöl Spieß. Richtige Lösungen sandten ein: I. Sternberger in Nassau. Simon Fleischmann in Baden b. Wien. S. Haller in Orb. H. Brinitzcr in Stricgan. Marx Kaufmann in Lichtenau (Baden). Jakob Daube in Königsbach. Lehrer M. Heller in Kestrich. Lehrer Dav. Mos. Mannheim in Diersburg (Baden). Enier. Lehrer u. Bors. Schlesinger in Mergentheim. Daniel Dreyfuß in Usfheim. Therese und Hermine Engel in Sassin. Lehrer M. Schiff in Angenrod. Lehrer Karl Bruchsaler in St. Gallen. Eultusbeamter A. Davidsohn in Rastenburg (Ostpr.) Leo Leviu in Bruchsal. Lehrer S. Rosenberg in Geinsheim (Rheinbayern). Lehrer L. Marx in Hayingen (Lothr.). M. A. in Niedersept (Elsaß). Lehrer und Cantor PH. Kanstein in Zielenzig. Lehrer M. Kahn in Külsheim. S. Katz in Dresden. Lehrer Bernhard Königsberg in GroSbons (Luxemburg). Jsaac Rosenthal in Wronke. Lehrer S. Eichstetter in Schwetzingen. Jacob Spitzer in Duna-Szerdahely. Cantor Heinrich Weyl in Mur. - Goslin. Bernard Roth in Preßburg. Lehrer H. Schiss in Oppenheim. Hugo Oppenheim in Heiligenstadt. A. Brannfeld in Holleschau. Moritz Grünberger in Naggy-Mihaly. S. Spatz in Ronsperg. S. M. Bachrach in Elmshorn. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich.

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