Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 31 (16.4.1891)
- Date
- 1891-04-16
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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604 will mir das Leben nehmen, er muß schwören. — „Ihnen das Leben zu nehmen", bemerkte hierauf der Präsident, „bat er noch keine Veranstaltung getroffen." Der Rabbiners-Assessor Herr Marcus Pollak gab die Auskunft, daß das Bethaus auf dem Salzgrkes als kein öffentliches zu betrachten sein dürfte, da die israelitische Cultusgcmeinde keine Concession zu demselben gegeben habe. Der Zeuge sprach zugleich seine Ucberraschung aus, daß in diesem Bethause, wie der Angeklagte mitgetheilt hatte, nach dem Gottesdienste eine Mahlzeit genommen werde, da dies sowhol bei den Alten wie bei den Resormirten im Judenrhume eine Entweihung bedeute: er habe bisher auch noch niemals etwas dergleichen gehört. Herr Gänger wies die Abschrift eines ministeriellen Bescheides vor, mit welchem die Errichtung dieses Bethauses bewilligt wurde, und zwar in Folge eines Recurses, welcher gegen die vorher seitens der Statthalterei erfolgte Abweisung etngereicht worden war. Staatsanwalts-Substitur Lemayer beantragte die Verurtheilung des Angeklagten, nachdem in Folge dieser Bewilligung das Bethaus als ein öffentliches zu betrachten sei. Der Verthcidiger Dr. Geller bestritt, daß die Religions- Übungen in diesem Locale unzweifelhaft öffentliche seien. Der Gerichtshof sprach Abraham Licht schuldig und verurtheilte ihn zu vierzehn Tagen Arrests mit zweimaligem Fasten. R u ß l a n d. Aus Moskau wird gemeldet, daß bei einer in der Nacht vom 9. d. M. vorgenommenen Häuserrevision gegen 150 ausländische Juden, welche kein Wohnrecht in Moskau haben, verhaftet worden seien. BS- Dt « | e i 0 e n. -MW Mir den folgenden Theil ist die Redaetiou nicht verantwortlich. IAxIm nRafieebrennereimit Maschinenbetrieb. . tOSSmanil. I\0in-U6UlZ, mehrfach höchst prämitrt Cöltt-Mpffg. 7 anerkannt als die beste, vorzüglichste und preiswerthefte Marke. siOd unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Frank, Köln. Behufs womvten Versandtes bitte geil. um srübzeitige Bestellungen. PREISE: Nr. I. ä 31k. 2, Nr. II. k Mk. 1.90, Np. III. k Mk. 1.70 «las Pfund. (845 nyiit dem 1. Oetcber soll in hiesiger Gemeinde eine Nabbinerstelle, mit welcher die erste Religionslehrerstelle verbunden ist, neu eingerichtet werden. Die Stelle ist vorläufig, außer den Rebeneinkünsten, mit einem Anfangsgehalte von 2250 M. dotirt. Akademisch gebildete Bewerber wollen ihre Meldungen mit Zeugniß-Abschriiten und kurzem Lebenslauf binnen 4 Wochen bei uns einreichen. (2439 Allenste in. Ostpr., im April 1891. Der Synagogen-Vorstand. Für Pesach Scdertuch, Shirting, k M. 2.— „ Atlas, k , 7.— Japhet, Haggadah mit deutscher Uebersetzung u. deutsch. Commentar, gut geb. ä M. 0,70, dasselbe, Prachtband, k „ 2,— (2095 I. Kauffmanu, Frankfurt a. M. tkür ein Mädchen aus guter Familie, A 15 Jahre alt, mit guter Schulbildung und welches sehr bewandert in Handarbeit ist, wird eine Stelle als Lehrmädchen in einem Manufakturwaarengeschäft oderdergl. gesucht. Gefl. Offerten u. E. G. 2375 an die Exped. d. Bl. erbeten. Die Silber»rroavorr »Lazarus Posen Wwe * in Frankfurt a. M. empfiehlt ihre künstlerisch ausgestatteten isr. Cultusgegenstände: F<7. Chftjitn, Tass, Kronen, tlhannktih lampen, BesomfmS»üchsesi. Sederbregenstände, Pokale, Weinümmpen etc. etc. und versendet ihre neuen, sehr vergrösserten üfnsterliefte nebst Preis-Couranten gratis und franko! (85 Verkaufs - Lokalitäten: Frankfurt a. 31., Berlin W., Zeil 46a., im „Hessischen Palais“. Franzos. Strasse 49, im „Faberhause“ riDD Für Peßach nos empfehle mein L ag er in allen Sorten Eolonialwaaren, Branntwein, Essig, Hochs. Tafelöl, sowie Gemüse- und Obft-Eonserveu unter bester Bedienung, zu billigsten Preisen. (2204 ZT Preiskarte versende franeo. uz Mvanhf.itvf s*. Mt David Mauer. "IVZN ertheilt auf Verlangen: Se. Ehrwürden, Herr Dr. Breuer, Rabbiner der israel. Religionsgesellschaft zu Frankfurt a. M. I