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Der Israelit · 1891-04-16 · Heft 31 (16.4.1891) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 31 (16.4.1891)
Date
1891-04-16
Page
– (sequence 3)
Language
German
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589 früher kaum dem Namen nach kannte. Woher anders stammen sie, als von dem alle Lebenskraft aufreibenden Daseinskämpfe, dessen widernatürliche Ausartung durch nichts so offenkundig zu Tage tritt, als durch die Betheiligung der Frauen an demselben. Daß unsere Mütter sich diesem Anschläge widersetzten, hat uns die Erlösung aus Egypten gebracht, vntr nvjp-s mtso -dbo «a'py »an am on»Dö irma« ltouj nnn inwa. „Rabbi Akiba lehrte, durch das Verdienst der frommen Frauen, die in jener Zeit lebten, wurden unsere Väter aus Egypten erlöst." sin ^na ampn d*d 3;«k6 nwsv njwap nwai crn nsntai d*d nana nnewi pnaa dut onb paia maPim o\n bv nnxi pvn bw nn« nmp tu? mn&iB'i om« mboxöi om« nnm mannt p’^ya ^s« Dm« rnpLM, „wenn sie ausgingen, Wasser zu schöpfen, fügte es der Heilige, gelobt sei Er, daß die Fische in ihre Eimer kamen, so daß sie dieselben halb voll Wasser und halb voll Fische schöpften, sie setzten dann zwei Töpfe auf das Feuer, einen mit warmem Wasser für die Pflege der Reinlichkeit ihrer im Morast arbeitenden Männer und einen für die zuzubereitenden Fische. Diese brachten sie ihren Männern, wuschen, salbten dieselben und gaben ihnen dann zu essen." Diese hingebende Fürsorge der Frauen, das harte Lebcnsschicksa! ihrer Männer erträglich zu machen, schützte diese davor, daß sie nicht verthierten, daß sie unter der Tyrannei ihrer Frohnherren nicht ihre Menschenwürde verloren und machten sie so würdig, erlöst zu werden. Deßhalb ist das Peßachsest, das Fest der jüdischen Häuser und ihrer Trägerinnen. An ihrem festen Sinn scheiterten die Ränke der Egypter, an der Wiederbelebung dieses Sinnes, wofür unsere Sedernächte eingesetzt sind, werden auch alle gefahrdrohenden Strömungen unserer Zeit sich brechen und die jüdischen Häuser durch das Verdienst der in ihnen waltenden Frauen vor den schweren Gefahren schützen, die das Gattenglück und den häuslichen Frieden zu untergraben drohen. (Schluß folgt.) Zeitungsnachrichten und Correspoudenzen. Deutschland. Worms. Heute ist ein neuer Stein an der Außenseite der alten Synagoge angebracht worden, mit deffen interessanter Inschrift es folgendes Bewandtniß hat. Das Vorstandsmitglied der isr. Religionsgemeinde dahier, Herr Julius Goldschmidt, der sich um die Confervirung der Alterthümer der isr. Gemeinde bisher schon mit vielem Erfolg bemüht hat, erfuhr durch eine Correspondenz mit dem frühern Rabbiner dahier, Herrn Dr. Levysohn in Stockholm, daß letzterer vor etwa 40 Jahren bet einem Frankfurter Herrn ein sehr altes, wichtiges Manuscript gesehen, welches Elieser, Sohn Samuels, zum Verfasser hat und welches hebräische Inschriften der hiesigen Synagoge enthalte, die dieser 1559 kopirt hat. Nach mehrfachen Bemühungen gelang es endlich Herrn Goldschmidt, den jetzigen Inhaber der Inschriften zu entdecken, welcher die Abschrift gerne dem Vorstande zur Verfügung stellte. Unter schon bekannten Inschriften enthält das Manuscript nicht nur die Inschrift des Steines, welche an der vorderen Fa^ade der Synagoge über dem Eingänge der alten Gemeindestube sich befindet, aber nur noch Spuren der einstigen Inschrift zeigt, sondern auch eine Inschrift, welche oberhalb des schon genannten Steines sich befunden und von deren Vorhandensein man bis jetzt keine Ahnung hatte. Die nun erneuerten Inschriften lauten: Obere S.ch r i f t. T,na mno bm "ia txö 'n /:nx nvb nrn man ma an« aio inan nar /raten rrvy^ y'ypnna .’jn« \ux nv«'i fjp 'n mnman n'mb ,n ^snn^> ma im nin mam : nxnpn pvr /anao ana: *?na taya ina£ tans d«; Zu Deuts'ch. „Dieses Haus hat zu Ehren Gottes erbaut: Rabbi Meir, der Sohn des Joel aus priesterlichem Geschlechte im Jahre 4973 nach Erschaffung der Welt (1213). Möge seiner von Gott zum Guten gedacht werden und darauf Jeder, der davon hört- „Amcn" antworten. Daß dieses Gebäude zum Bet, Haus für Frauen, die auf Gott und Seine Güte vertrauen, erbaut worden, sei mit eisernen Griffel für alle Zeiten hier eingeschrieben. Untere Schrift. ,nmjD rva nD:a: rnaae ,miaa an: na na; ,nnpb: tnd n;y db6 ,mian pa po nan ma“? ,nnn« rm nnp^ ma pmonn mim nnn not? ,»nruD^ 'b ht m: ma pn1? ,ma da n;d« n:« nt?« .nmen;m mnyi r6nn ,may aay “y ia D'^nd ,nnet? ena Dfo nnn pa ,mnna ma nn:a nnan .nnntP; rbuD naybi ,rnnd n«; nd ma; and« Zu Deutsch. „Eine wohlthättge Frau, die gleich einer Königstochter als Gattin in dem Hause des Rabbi Möir aus der Priestersamilie waltete, die fromme

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