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Der Israelit · 1891-03-05 · Heft 19 (5.3.1891) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 19 (5.3.1891)
Date
1891-03-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
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M IS. XXXII. Jahrgang. Israelit... Jcschuru». IkNWfl M Fördnüiis D. Gkillks uiö W. gtbtns in Ass. GrmlM M Zlysie. Gentrat-Hrgan für das orthodore Iudenthum. Begründet von Dp. Lehmann in Mainz. Donnerstag» den 5 März 5651 (ISDl). SM" Brite! -WS Das Peßachfest ist vor der Thüre, gedenken wir deßhalb der unglücklichen, hungernden Brüder und Schwestern im Lande der Väter! Die Erfahrung hat gelehrt, daß es einer außergewöhnlichen Unterstützung bedarf, wenn man den Armen rotnnpn p&a zur Bestreitung der Peßach-Ausgaben, in erster Reihe zur MLO-Beschaffung, behilflich sein will. Die gewöhnlichen Beiträge, die denselben kaum die Frtstung eines kümmerlichen Daseins ermöglichen, sind namentlich in letzterer Zeit durch Zuzug neuer Einwanderer noch mehr geschmälert worden, und hat hierdurch die allgemeine Nothlage eine weitere Steigerung erfahren. Wir richten deßhalb an unsere geehrten Leser die innige Bitte, zur Herstellung von mso Extra-Gaben, - und zwar recht bald und recht reichlich an uns gelangen zu lassen. . Redaction des „Israelit & Ieschurun". Xeitettbe Artikel. Das Ludoritstttttl und die Neige des 19. Jahrhunderts. Von Direktor vr. Mendel Hirsch. Frankfurt a. M., 2. März. IX. Wir haben angefangen, aus der Bibel den Nachweis zu führen, daß gerade der Gesichtspunkt, unter welchem das Alte Testament uns die Gesammtmenschheit erscheinen läßt, der umfassendste, vorurtheilsloseste und freieste sei. Wir wiesen auf die Aufschlüffe hin, die uns in dem Bibelworte der Schöpfer selbst über Wesen und Bestimmung des Menschen gibt, und sahen, wie die Gottähnlichkeit, die sittliche Freiheit und das Kindschaftsverhältniß zu Gott über alle Menschen ausgesprochen sei. Indem wir uns nun anschicken, zur Vervollständigung dieses Nachweises die ersten Kapitel der Genesis noch weiter zu verfolgen, tritt uns der Gedanke an Paraschath Schekalim entgegen und weckt die ganze Fülle von Gedanken und Anregungen, die dieser erste Frühlingsgruß des nach so langem Winter doch endlich herannahenden Festes unserer nationalen Geburt von Jahr zu Jahr in uns wachzurufen bestimmt ist. Diese Gedanken aber stehen in so innigem Zusammenhänge mit unserem Thema, sie sind so überaus lehrreich, auch gerade unter dem Gesichtspunkte, unter welchem diese Aufsätze das Judenthum betrachte», daß wir auf die Zustimmung unseres freundlichen Leserkreises zu hoffen wagen, wenn wir die Fortsetzung jenes Nachweises für heute unterbrechen und wenigstens die eine oder andere dieser Wahrheiten in aller Kürze im Lichte unseres Grundgedankens betrachten. Da tritt uns sogleich (2. B. M. 30, 12) der große Satz entgegen, der unsere ganze Lebensanschauung regeln, alle die Jrrthümer, die das Jahresleben in die Schätzung der eigenen Persönlichkeit und die Schätzung unserer Mitmenschen gebracht, berichtigen, kurz unsere ganze Lebens- und Geschickesschätzung durch den Hinweis auf den wahren Werth des Menschen und die wahre Bedeutung des Lebens läutern und priesterlich weihen will. „Wenn du die Häupter der Söhne Israels aufnimmst hinsichtlich ihrer Gezählten, so sollen sie geben ein Jeder Gott eine Sühne seiner Person." — Wer im Hause Israel gezählt werden

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