Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 17 (26.2.1891)
- Date
- 1891-02-26
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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326 halb umsonst zu haben. Zahlen Sie, und das Geschäft ist gemacht." Dieser Preis war für uns, auch wenn wir alle unsere Habseligkeiten mit sammt den dreißig Gulden, die mir der rothe Wölwele gegeben, zusammenrechneten, eine unerschwingliche Summe. „Das können wir leider nicht zahlen," sagte ich, „wir sind blutarme Leute." Doch der Mann ließ mit sich handeln. „So red's," brüllte er uns an, „was könnt's Ihr zahlen?" „Hundert Gulden wäre das Höchste", meinte meine Frau zaghaft. „Kein Geschäft", gab er zurück. Mit Bangen verfolgten wir seine Bewegungen, ob er nicht aufbrechen will. Doch das that er nicht. „Zweihundert Gulden," sagte er, „ist Kleinstes, was ich nehmen kann. Könnt wohl wo größeren Preis erzielen, aber es gefällt mir just mit Ihnen das Geschäft zu machen." Nach kurzer Zeit waren wir Handeleins, wir verglichen uns auf hundertfünfzig Gulden. Der Preis sollte ihm ausbezahlt werden, nachdem er assentirt worden war. Meine Frau ging in ihrer Zärtlichkeit so wett, daß sie ihn beim Weggehen wiederholt ersuchte, sich den Kragen aufzuschlagen, damit er sich ja nicht erkälte: sie hätte ihn am liebsten bis zum andern Morgen bei sich behalten, danrit ihur kein Unfall widerfahre. War er ja in diesem Augenblick ein kostbarer Schatz in ihren Augen, der Erlöser, der Befreier ihres Kindes. Als er uns verließ, fielen wir einander wonnetrunken in die Arme und jauchzten: „Unser Kind, unser einziges, geliebtes Kind ist gerettet!" (Fortsetzung folgt.) Briefkasten der Redaktion. E. Bl. in K Selbstverständlich nicht erlaubt. A. O. in S> Bur Ausnahme nicht geeignet. S. M. in D. Die Adresse ist; Office of the Chief Rabbi, 16 Finsbury Square, JLonJon, England. Unserer heutigen Nummer liegt ein Circular des rühmlichst bekannten Ateliers für Gold- und Seidenstickerei von Jenny Bleichrode, Berlin 8. W., Friedrichstr. 246, bei, auf das wir unsere geehrten Leser hiermit besonders aufmerksam machen wollen. — Das genannte Atelier serrigt als Specialität alle Arten von Synagogen-Gegenständen, z. B. Porauches, Thoramäntelchen, Schulchat:- und Kanzeldecken, Trauhimmel?c., an und hat sich durch die wirklich künstlerisch-vollendete, solide Ausführung solcher Arbeiten einen wohlbegründeten Rns nicht nur innerhalb unseres Vaterlandes, sondern auch weit darüber hinaus, ja bis jenseits des Oceans hin, erworben. — Die prachtvollen Arbeiten dieses Ateliers gereichen vielen Gotteshä'.isern zur wahren Zierde und lege?: beredtes Zeugniß ab von dem rastlosen Forlschrciteu der Kunst auch auf diesem, speciell der Pflege unseres Ritus geweihten Gebiete. — Httjgjfl o H. Für den folgenden Theil ist die Redaetion nicht verantwortlich. In meinem Berlage ist zu haben: 'zb nrPDi "hd raD bbb bariEr raschrsSuge Freitagabend. Dieselben enthalten außerdem noch iiyo TiyiE'1 118, sowie ein TS^ von Rabbi Samuel Bondi Preis 25 Pfg. Wiederverkäufen: Rabbat. Joh. Wirth'scbe Hofbuchdruckerei, A.-G., Mainz. aSer 1. April suchen für unser Mauufactur- und Confections-Geschäfl, Sonnabend und Feiertage geschlossen, einen jüngeren Commis mit guter Handschrift als Detailreisender. Ebenso einen Lehrling unter sehr günstigen Bedingungen. Müller & Meyer, 1251) Hann. Münd en. Lehrlings-Stelle-Gesuch, j Ä, N Für meinen Sohn, 15 Jahre alt und klüftig, suche ich in einer größeren Bichhandlung oder Metzgerei, die ö"*l geschlossen, ein? Lehrlingsstelle, wo demselben Gelegenheit zur tüchtigen Ausbildung geboten wird. Eintritt gleich nach HDD erwünscht. (1309 Moses Hottschalk, Vieh-Commissions-Geschäft in C ö l n a. Rh. ür ein gebildetes, junges, wirthschaftlich erzogenes Mädchen aus sehr gnter Familie in Frankfurt a. M., n:it 6000 M. Mitgift, wird eine passende Parrhie (auch Wittwer) gesucht. Offerte?: unter Nr. 1298 befördert die Expedition diejes Blattes. Lehrling llllli Polontür engaairen für ihr an ü"’i rat? streng geschlossenes Hopfen-Geschäft, reflectiren aber nur auf Bewerber mit guter Vorbildung. L. A. Ascher & Sohn in Nördlingen. I serenzen, sucht passende Stelle in einer religiösen Geineinde. j Ges!. Offerten uuier X. 1311 an die Expedition d. Blattes. ck^ür^junges Mädchen ans guter Familie O stelle gesucht in gutem Haushalt, Ivo eS thälig sein und der Hausfrau zur Seite stehen kann. Vergütung nicht beansprucht. Franeo-Osscrten unter F. X. 1176 an die Exped. d. Bl. erbeten. /^inen tüchtigen Jungen als Metzgerlehrling ans sogleich oder Ostern, sowie ein tüchtiges, jüdisches Mädchen für Küche sucht I. Rosenblatt, Metzgermeister 1277) in Cassel, Graben Nr. 52. mein Geschäft in Manufacturwaaren O und Schuhmacher-Artikel, welches Samstags u. jüdische Feiertage streng geschlossen ist,'suche per sofort einen Lehrling mit guter Schulbildung. Kost und Logis im Hause. Emannel Sichel, 1279) Kleinheubach. 1297)