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Der Israelit · 1891-02-19 · Heft 15 (19.2.1891) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 15 (19.2.1891)
Date
1891-02-19
Page
– (sequence 12)
Language
German
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bogen ein, damit er sich davon überzeuge, welche Tendenz dieses Werk habe, da dieses auf Vollständigkeit durchaus keinen Anspruch mache. Was Herr Singer von seinem Freunde, dem Rabbiner Mortora, mittheilt, ist mir ganz unbekannt, da ich mit diesem nie über diese Angelegenheit ein Wort gewechselt habe. Hier liegt ein Mtßverftändniß zwischen diesen beiden Herren vor das ich nicht lösen kann. Uebrigens kann Herr Mortara von diesem Werke kaum Etwas gewußt haben, da ich das Manuscript hierzu in Alessandria gefunden habe, in dessen Gegend der Verfasser vor mehr als drei Jahrhunderten gelebt hat, worüber ich in der Vorrede eine Notiz gegeben habe. Dies zur Richtigstellung von Dr. Berliner. Dörnach, 7. Adar. Einen schweren Verlust hatte vor kurzer Zeit die hiesige Gemeinde zu verzeichnen; nicht nur die Gemeindemitglieder, sondern auch weite Kreise trifft dieser Schlag. Es ist nämlich unser langjähriger Vorsteher und Leiter der Gemeinde, Herr Wolf G o l d s ch m i t t, im Alter von 72 ins bessere Leben abberufen worden. Wir verloren in ihm einen treuen Verwalter und Pfleger der altjüdischen Einrichtungen, der nie sogenannten neumodischen Ideen sein Ohr lieh. Weit über seine Gemeinde hinaus erstreckte sich die Wohlthätigkeit des Verstorbenen: Hunderte von Armen haben den Verlust dieses Mannes zu beklagen; und so ist es kein Wunder, daß ein großer Zug Trauernder seiner Bahre folgte. Von den drei Rabbinern, die der Leichenfeier beiwohnten, hielten Herr Mook, Rabbiner von Mülhausen und Herr Schüler, Rabbiner von Vollweiler, ergreifende Reden im Hause des Verstorbenen. Auf dem Friedhofe sprach Herr Rabbiner Bamberger von Sennheim tief empfundene Worte zu den zahlreichen Anwesenden. Jedermann war gerührt als die irdische Hülle des Heimgegangenen unter lautem Schluchzen seiner trauernden Angehörigen der Erde übergeben wurde. Das Andenken des Frommen ist zum Segen! Vermischtes. Breslau, 5. Februar. Der älteste Einwohner Breslaus, der Partikulier H. Sonnenfeld, ist heute im Alter von 101 Jahre und 10 Monaten verschieden. Derselbe, am 21. März 1780 inRawitsch geboren, hatte sich bis in sein selten hohes Alter eine verhältnißmäßige große Rüstigkeit bewahrt. Wilna, 12. Februar. In der vielbesprochenen Angelegenheit des Arztes Gra now sk i in Bjalystok, der einen jüdischen Knaben mißhandelte, sind, der „Kreuz-Ztg." zufolge, auf Befehl des General-Gouverneurs der Rabbiner Markus und der Arzt Ehasanowitsch, weil sie angeblich das Volk zu Unruhen anfgehetzt hätten, aus Bjalystok und dem Gouvernement Grodno ans ein bez. zwei Jahre ausgewiesen worden._ Briefkasten der Redaktion. L. K. in Nürnberg. Wir danken für Ihr freundliches Schreiben und werden Ihrem Wunsche möglichst zu entsprechen suchen. L. B. 200. Schwefelbarinm von Dr. Hübner in Fnlda. I. S. in W. Ja._ Briefkasten der Cxpedition. N. M., Lehrer in Düdelsheim. M. 14.70 dankend empfangen. Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. Lehrlings -Gesuch. Ein junger Mann mit prima Schnlkenntnissen (Haupts, guter Schrift), von achtbarenEltern wird in ein Manusacturwaaren- Geschäft in Gießen per sofort in die Lehre gesucht. Offerten unter A. B. 1201 an die Expedition dieses Blattes erbeten. Per 1. April od. früher. Ein junger Mann, welcher mehrere Jahre in einem En gros-We schüft als Lagerist thätig war und auch mit bestem Erfolge Detail Reiste, sucht gestützt auf Ia. Referenzen Stellung. Offerten unter Nr. 1206 befördert die Expedition dieses Blattes. ür mein Rohproductenu. Eisengeschäft suche per 1. April einen tüchtigen, zuverlässigen Magazinier. Kost und Logis im Hause. Samstags u. isr. Feiertage geschlossen. Offerten mit Gehaltsanfprüchen an Abr. Jof. 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