Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 14 (16.2.1891)
- Date
- 1891-02-16
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2446951-2448122-2448137--31619-2479428- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
27t Trotz dieser Resultate des Verfahrens wurde die Anklage hartnäckig aufrechterhalten. Es gelang jedoch der Verthcidtgung, die Richter von der Unschuld des Angeklagten zu überzeugen, welche demzufolge ein freisprechendes Urtheil fällten: der Staatsanwalt appellirte gegen dieses Erkenntniß. Der unglückliche Mann wurde nach zelinmouatlicher Haft freigegeben, nachdem inzwischen seine ganze Habe verloren gegangen, sowie seine Frau und Kinder brotlos geworden waren. Edle Menschenfreunde haben ihm durch eine in der Eile eingelcitete Sammlung eine kleine Summe zugeführt. R 11 m ü ii i c n. Bukarest, 28. Januar. Nachstehend wieder einmal ein Beispiel, wie sehr unserer „herrschenden" Nation das Bewußtsein von Recht und Billigkeit gänzlich mangelt und wie dieser Mangel bei dem „regierenden" Thcil der Rumänen, d. h. bei den Beamten jeder Kategorie, am crassesten hervortritt. Bei der letzten Weinlese stellte der Ortsvorsteher des Dorfes Würtischkoj, Jonescu, den dem Pächter Peretz Moskowitsch gehörigen Ertrag zum Zwangsvcrkauf, um mit dem Erlös in Gemäßheit eines Erkenntnisses des Bezirksgerichtes von Odobeschti die Pacht und noch eine andere Schuld zu bezahlen. Bei der Bietung erstand ein Herr B. L. Margulies das Object für 2205 Fres., gab ein Staatspapier von 1000 Fres. als Garantie und erhielt vom Schulzen die Erlanbniß, nach dem nahen Odobeschti zu gehen, um die ganze Summe herbeizubringen. Nach zwei Stunden zurückgekehrt, fand er gar nichts mehr vor: der Schulze hatte in dieser Zeit denselben Ertrag nochmals verauctionirt und einem (Ehristen) G. Raschen für nur 50l Fres. Angeschlagen, gleichzeitig das von Margulies gegebene Eautions-Werthpapier von 1000 Fres. für nur 830 Fres. verkauft und mit der ersten sowohl, als auch mit der zweiten > Summe, die dem Debitor doch gar nicht gehörte, sondern dem rechtmäßigen ersten Käufer, die beiden Gläubigerinnen befriedigt. Und warum dieser Amts¬ und Vertrauens-Mißbrauch und der Raub? Einfach wegen einer — Bestechung. Der „ehrliche Ehristenmensch" Rascheu hatte nämlich in der blos zweistündigen Abwesenheit des gesetzlichen ersten Käufers, des „diebischen Juden" Margulies, den Ortsvorsteher, den Amtssecretär und drei Mitbieter mit je 120, zusammen 360 Fres. bestochen, und darum wurden zwei Israeliten ruinirt. Als alles Protcstiren der Geschädigten beim Schulzen nichts half, wurde die Sache der Staatsanwaltschaft übergeben, aber da hilft es oft ebenfalls nichts, wenn man Jude ist. (Oeftr. Wchschr.) England. Ans London geht uns aus hochautoritativer Seite in Bezug auf die Zubereitung der mso noch folgender Bericht zu: Wir haben zwei d\th nämlich Rabbi Jacob Re inowitz ’"j und Herrn Spiers deren ausschließliches Anit es ist rrjVD nnteo ’:\iy ^y zu sein — es sind nur fünf Bäckereien, die alle in nächster Nähe liegen — die q’-idw werden von dem p rra angcstcllt und sind ausschließlich vom p rra ahhängig. Auch der Ehief Rabbi Herr Dr. Hermann Adler besucht die Bäckereien regelmäßig. Soweit wir von hier aus beurtheilen können, gewähren diese Einrichtungen vollständige Beruhigung. Wochen - Kalender. Freitag, 20. Februar, 12. Adar. Sabbat-Anfang 4 Uhr 55, Min. (Mainzer Uhr.) Samstag, 21. Februar, 13. Adar. ms»n. Sabbat-AuSgang 6 Uhr 10 Min. (Mainzer Uhr). iUt j e t ö e n. Für den folgenden Theil ist die Rednetion nicht verantwortlich. Karpclcs, Geschichte der jüd. Literatur, 2 Bde., statt Ladenpreis M. 18.50 1091) nur M. 10. Franks u r 1 a. M. — J. Kanflinann. /Lin Konsument von -|EO Weinessig *2, und Spiritualien wünscht Offerten von in dieser Branche leistungs-, ev. concurrenzfähigen Häusern. Gest. Offerten unter 8. N. Nr. 23 an die 8. Buchhandlung in Amsterdam. 11058 "TO offerire. 1100) hochfeines Gänseschmalz, .sowohl }* *cn als auch “DD lTt£' M. Taussig, Dresden am See 23. ^ür meine Leichte, ein sein gebildetes o Mädchen, achtbar. Fam., fremd.Sprache mächtig, suche ich Stelle als Gesellschafterin oder zur Pflege und Erzieherin der Kinder. Auf hohen Lohn wird nicht gesehen. Offerten unter 8. X. 1109 au die Expedition d. Bl. erbeten. empfehle in nur guter Waare: Kochwurst ä 60 Pfg., Knochenfreies Rindfleisch per Pfd. 1 M., fervelatwurst per Pfd. 1 M. Versandt gegen Nachnahme. (1068 Hermann Faber, Metzger i n L e n b s d o r f b e i L i n z a. R h. »um 1. März eine israel. VilL|llilfl. Köchin nach Hamburg. Offerten unter Nr. 1092 befördert die Expedition dieses Blattes.