Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 13 (12.2.1891)
- Date
- 1891-02-12
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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157 scheu Literatur-Vereins Mekize Nirdamim veranlaßt mich öffentlich mitzutheilen, daß ich seit 8 Jahren an einem umfangreichen lexicalisch geordneten und mit erläuternden Noten versehenen „Nachschlagebuch für Sentenzen und Redensarten rc. aus Talmud und Midrasch" arbeite. — Als ich vor 3 Jahren erfuhr, daß ein ähnliches Werk von einem italienischen Rabbiner versaßt worden sei, habe ich unverweilt meinen hochverehrten Freund Herrn Oberrabbiner Marco Mortara in Mantua ersucht, mir diesbezüglich Auskunft zu geben; worauf er mir schrieb, daß ihm absolut nichts bekannt geworden, und daß der eben zu Gaste bei ihm gewesene Herr Dr. A. Berliner aus Berlin gleichfalls erklärte, von der Existenz einer ähnlichen Arbeit keine Kenntniß zu haben. — Seither habe ich ’titjo an der Vollendung des mir vorgestreckten Zieles emsig gearbeitet, und Herr Dr. Berliner — gelangte in den Besitz des handschriftl. Werkes „nbv' rnm* von einem italienischen Autor", welches bereits gedruckt, „vor Ablauf des künftigen Monats zur Versendung gelangt." Früher oder später dürfte td2 auch meine Arbeit veröffentlicht werden, und um mich vor jedwedem Verdachte zu schützen, erachte ich es für nöthig zu konstatiren, daß mein groß angelegtes iBD vor der Herausgabe des ins: (Icroan o* :bb'o vsuon ibd nih (* .crcon „r6jr rrnrp" tbd der Vollendung nahe war, und daß ich vor Monaten schon einen druckfertigen Theil desselben mehreren befreundeten Rabbinen — u. A. dem hochgesch. rühmlichst bekannten Herrn Gottlieb Fischer '"j, Rabbiner der orth. Gemeinde zu Stuhl-Weißenburg — gezeigt und vorgelesen habe. — AbrahamSinger, Bez.-Rabbiner. P a l ä st i n a. Jerusalem, 14. Januar. Aus der Correspondenz Athen in Nr. 102 Ihres geschätzten Blattes erfahre ich die Ankunft des Rev. Dr. Rosenspitz in der griechischen Hauptstadt. Dieser saubere Gast hat auf seinem Orient-Streifzug auch Jerusalem passirt; mit seinen Reform-Bestrebungen aber hat er dahier ein glänzendes Fiasco gemacht. Die hiesige israel. Schuljugend bereitete dem famosen Rabbiner derartige Ovationen und Serenaden, daß er von da an gänzlich die Lust verspürte, sich im jüdischen Viertel blicken zu lassen. Er ließ es sich dann in nicht-jüdischen Restaurants bei Schweinenbraten gut schmecken. In dem deutsch-isr. Pilgerhause, wo er bei seiner Ankunft logirte, wurde er am r\2& beim Schmauchen einer Cigarre angetroffen und hatte er sich dort noch andere Dinge, die unserer heiligen Religion sowohl wie der guten Sitte nicht entsprechen, erlaubt. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. WM- H tt | e i g c n. -WW S)ic i» Ulte vtvmst vi* it - JTsili vi U »Lazarus Posen WS* m Frankfurt a. M. empfiehlt ihre künstlerisch ausgestatteten isr. Cultusgegenstände: Bz Cbajint, Tass, Kronen, Chanukahlampen, Begomimhüchsen, Seder- Gegensitände, Pokale, Weinhumpen etc. etc. und versendet ihre neuen, gehr vergrögserten JHugterhefte nebst Preis-Couranten gratis und franko! (85 Verkaufs - Lokalitäten : Frankfurt a. M., Berlin W., Zeil 46a., im „Hessischen Palais“. Franzos. Strasse 49, im „Faberhause“. Pensionat und Höhere Töchterschule von (2900 Frau Dr. Leverson & Fräul. Constanze Levy Hannover, Shirrgartenstraße 3 und 4, Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. . Das Sommer-Semester beginnt Sonntag, den 18. Mai. <^er Unterzeichnete, der seine Kinder durch den Tod verloren u. nicht im Stande ist, seine Enkel, 3 Knaben im Alter von 10—14 Jahren und 1 Mädchen im Alter von 8 Jahren, zu ernähren, bittet barmherzige Glanbensgenossen, namentlich kinderlose Eheleute, eines oder das andere dieser Kinder zu sich zu nehmen oder zu adoptiren. Auch bittet er edeldenkende Glanbensgenossen um kleine Zuschüsse zu den Erziehnngskosten der Kinder. S. Balamuth, Dembic a, 767) Galizien. Auch die Redaction dieses Blattes, welcher der Bittsteller von hervorragender Seite warm empfohlen ist, ist gern bereit, Gaben in Empfang zu nehmen u. weiterzubefördern. Junger Mann, Weißwaarenbranche kennt und auch schon in einer größeren Buchhandlung in Stelle war, sucht anderweitig Engagement. Gefl. Offerten befördert unter U. 209 die Buchhandlung non I. Kaufmann, Frankfurt a. M. (772