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Der Israelit · 1891-02-09 · Heft 12 (9.2.1891) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 12 (9.2.1891)
Date
1891-02-09
Page
– (sequence 12)
Language
German
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230 Zuwendung eines Kapitals von Mk. 30,000 beigetragen. Das Entstehen dieses neuen Vereins verdankt man der Initiative des edlen Herrn Ludwig Mathiason. Oefterr.-Ungar. Monarchie. Lemberg, 1. Febr. Die galizische Advokatenkammer hat in ihrer jüngsten Generalversammlung den hiesigen jüdischen Advokaten, Dr. Gott lieb, zu ihrem zweiten Vicepräsidenten gewählt. Preßburg, 5. Februar. Morgen beginnt hier eine neue ungarische Wochenschrift („Magyar Zsido"), als Organ für die Interessen der gesetzestreuen Juden Ungarn, zu erscheinen. Der Herausgeber derselben, Herr Ch. Israel war bisher Schüler der hiesigen Jeschiba und, wie ich höre, Mitarbeiter ^mehrerer ung. Tagesblätter. England. London, 31. Januar. Auf Anregung des Red. Singer wird ein spezieller Sabbat-Nachmittags-Gottesdienst für die der Arbeiter-Klasse angehörigen Mädchen des östlichen Stadttheiles veranstaltet. Derselbe wird in der Weise arrangirt, daß dem Mincha-Gebete eine Predigt und Chorgesänge folgen, wozu ausschließlich Mädchen und Frauen der Zutritt gestattet ist. In warmen Worten hat die Baronin Lady Louisa de Rothschild, (Wittwe des verstorbenen Baron Anthony de Rothschild) diesen Plan im „Jewish Chronicle" der baldigen Realisirung empfohlen. Vermischtes. *4- Sulzbach. Am jo ntns rü&y schied einer der angesehensten Bürger unserer Stadt, Herr Jakob Ste inhard t im Alter von 91 Jahren aus dem Leben. Die Armen, besonders die im hl. Lande, und unsern bedrängten Bruder in Rußland, verlieren in ihm einen großen Wohlthäter. Im Jahre 1876 feierte er mit seiner Gattin, die ihm 4 Jahre im Tode vorausging, das seltene Fest der goldnen Hochzeit.— Ein großer Trauerzug, zu dem viele Glaubensgenossen aus Amberg und auch die katholische Geistlichkeit Sulzbachs erschienen waren, gab dem Verstorbenen das letzte s Geleite und legte beredtes Zeugniß ab, welch guten Rufes er sich in der Nähe und Ferne, bei Christen und Juden, zu erfreuen hatte. Herr Distrikts-Rabbiner Dr. Wittelshöfer-Floß hielt die Trauerrede. I. R. Solingen, 28. Januar. In Berichtigung der Nachricht aus hiesiger Gemeinde in Nr. 8 Ihres geschätzten Blattes, theile ich Ihnen mit', das; von den dahier wohnenden 42 jüdischen Familien die Mehrzahl koscheren Haushalt führen. Wenn auch kein jüdischer Metzger und jüdischer Restaurateur vorhanden, so führt doch unser streng-religiöser Schochet, Herr Rinds köpf, eine gewissenhafte Controlle bei der Schechita und beim Borschen, so daß den Gemeindemitgliedern Gelegenheit geboten ist, koscheren Haushalt zu führen. Herr Rindskops gibt auch allen sich Meldenden gerne koscher zu essen. Abr. Feist. Preßbnrg, 20 Jan. Herr v. Simonyi, der bekannte Judenfeind, hat wieder einmal Farbe gewechselt. Er macht uns Juden Complimente und schimpft aus seine Glaubensgenossen Sein Blatt, der „Westung. Grenzbo'e", brachte vor einigen Tagen einen, aus seiner Feder stammenden Artikel, in welchem er, die Zustände des hiesigen gesellschaftlichen Lebens schildernd, ans den „zwischen jüdischen und nichtjüdischen Kreisen bestehenden Unterschied" zu sprechen kommt, wobei er seinen christlichen Mitbürgern wenig Schmeichelhaftes nachsagt. Wochen - Kalender. Freitag, 13. Februar, 5. Adar. Sabbat-Anfang 4 Uhr 45 Min. (Mainzer Uhr.) Samstag, 14. Februar, 6. Adar. HD'On. Sabbat-Ausgang 6 Uhr — Min. (Mainzer Uhr). Briefkasten der Redaktion. Herrn Gustav Schloß in Kriewcn. Ein ausführlicher Artikel, der den angesragten Gegenstand behandelt, folgt in Kürze. Briefkasten der Expedition. Herrn I. Werner, Eantor in Sandberg. Unsere au Sie gerichtete Karte, mittelst welcher mir Ihre Frage beantwortet haben, kam als unbestellbar an uns zurück. Wir theilen Ihnen daher aus diesein Wege mit, daß die in Rede stehende Salbe von Herrn Dr. H ü b ner, Löwenapothek e in Fulda bezogen werden kann. Berichtigung. In dem jüngsten Artikel „Aus Unterfranken" heißt es: rwyn ’ j c o nrp’n c L7 statt n&ya '22 nr?n i'N- M rr z e t g e n. Für de« folgende« Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Stelle-Gesuch. Ein bestrmpfohlenes Mädchen, seit drei Jahren in einem sehr frequentirten Eolonialwaaren- und Delikatessen-Geschäst thätig, wünscht per 1. April gleiche od. ähnliche Stellung. Offerten sab G. T. 925 befördert die Expedition dieses Blattes. /7£tn ausger., geb. Geschäftsm. und ein gepr. Lehrer fein., orth., isr. Familie (Amsterd.) wünschen geb. Damen o. j. Wittwen zu heirathen. Mitgift Mk. 30,000. Off. u. 5 K. M. Ann.-Exp. Nygh & v. Dit mar, Amsterdam. (932!<3>! <$> K3>!!<&© p-Op K-jin nv? TLsltznliülwiinfLr Das Jahr 5651 enthält außer einem ausführlichen Kalendarium die Messen und Märkte, so das Gebet, das auf der Reise gebetet wird: .-pvi n?sn Joh Wirth'sche Hosbuchdruckerei, Ma«nz.

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