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Der Israelit · 1891-01-15 · Heft 5 (15.1.1891) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 5 (15.1.1891)
Date
1891-01-15
Page
– (sequence 11)
Language
German
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79 stehen, „und zurückkehren wird Jakob und friedlich wohnen, ohne daß Jemand ihn schreckt." Wer Jahrtausende für seine gute Sache gekämpft und gestritten und nicht dabei unterlegen ist, dem ist ein vollständiger Sieg sicher, ein Sieg der dieses langen Kampfes würdig ist. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen. Deutschland. Frankfurt a. M., 13. Januar. In der am 11. d. M. stattgchabteu Generalversammlung der Jsr. Religionsgcscllschaft, welche von ungefähr 130 Mitgliedern besucht war, verlangte der Vorsitzende zunächst Indemnität, daß die Generalvers. nicht, wie cs das Statut vorschrcibt, im Dezember, sondern erst im Januar stattfiude, da die sehr umfangreichen Rcchnungs-Abschlußarbeiten — die Religionsgescllschaft hat für ihre verschiedenen Institute und Anstalten 13 getrennt zu führende Cassen und die Verwaltung von 21 Stiftungen — nicht früher bewältigt werden konnten. Die Indemnität wurde einstimmig ertheilt. Sodann widmete der Vorsitzende dem Heimgegangenen Mitgltede des Vorstandes Hrn. Benjamin R o o s bw, der 32 Jahre den verschiedenen Zweigen der Verwaltung angehörte und sich durch eifrige und hingebende Thätigkeit auszeichnete, warme Worte der Anerkennung. Die Versammlung ehrte denselben durch Erhebung von den Sitzen. Der Bericht des Vorstandes konstatirt, daß der in der außerordentlichen Generalversammlung vom Dezember 1889 gewählte und am 2. April 1890 hier eingetroffene Rabbiner Herr Dr. Sa l. Breuer die Anerkennung der ganzen Gemeinde gefunden und sich einer großen Beliebtheit erfreut. In der That haben wir in demselben nicht allein einen großen jüdischen Gelehrten, sondern auch einen meisterhaften Redner gewonnen, der es versteht, seine Zuhörer zu fesseln und für unsere heilige Religion zu begeistern. Nachdem derselbe einen Cursus warn mit utn am ruttf, und an drei Abenden der Woche einen ^v^-Cursus eingeführt, beabsichtigt derselbe einen solchen Eursus auch des Vormittags für junge Leute einzurichten, die sich ein größeres Maß von rabbinischem Wissen erwerben oder sich dem Rabbinerberuf widmen und das Rabbinerseminar zu Berlin besuchen wollen, ein Vorhaben, das von allen Seiten mit Freude begrüßt wird. Der Bericht konstatirt ferner, daß alle Anstalten der Rcligionsgesellschaft, Schule, Synagoge, Mikwah, Fleischhallen den Zwecken, welchen sie gewidmet wurden, mit bestem Erfolg dienen und anhaltend an Ausdehnung und Bedeutung gewinnen. Zur Vornahme von Reparaturen in der Synagoge, namentlich für einen neuen Anstrich des Innere« derselben hat ein Gönner M. 5000 gewidmet, die zu dem obigen Zwecke verwendet wurden. — Auch die von Freiherr« Wi lh elm C. von Rothschild gegründete und unterhaltene und der Verwaltung der Religionsgesellschaft unterstellte Georgine SaravonRothschild'scheHospitalstiftung fährt fort kranken Glaubensgenossen alles das zu leisten, was Wiffenschaft und Pflege vermögen. Der Bau der Volksschule wurde nach eröffneter Concurrenz einem Bauunternehmer für 125000 M. in Accord gegeben. Da für diese Summe der Baufond nicht ausreicht, hat ein Gönner der Religions-Ges. denselben mit einem Geschenk von M. t 0,000 bedacht. Der Bau schreitet rüstig fort und wäre schon unter Dach, wenn die eingetretene Kälte nicht die Banihäligkcit unterbrochen hätte. Der Vorstand legt ferner die Bilanz vor, und der Bericht beleuchtet die verschiedenen Positionen. Aus der Bilanz wollen wir nur mittheilen, daß die Ausgaben der Realschule rund M. 106,000 betrugen, die aus Spezialfonds gedeckten Pensionen der Lehrer und die Wittwen- und Waisengehalte derselben nicht mitgerechnet. Diese eine Summe dürfte wohl genügen einen Begriff von den Leistungen der Religionsgesellfchaft zu geben. Nachdem eine Anfrage eines Mitgliedes vom Vorsitzenden beantwortet worden, wurde zu den nötdigen Ergänzungswahlen geschritten. Die Herren Seligmann Goldschmidt und Michael Schwarzschild in den Vorstand und die Herren Moses Frenkel, Aron Wolf-Merzbach und Wilhelm Schames in den Ausschuß gewählt; sodann wurde nach Verlesung des Protokolls die Generalversammlung geschloffen. Türkei. Salonichi, 2. Jan. Baron Hirsch hat für die hiesigen Abgebrannten 60,000 Frs. gespendet. Von diesem Betrage werden nun sechzig Häuschen für ebensoviele arme Familien gebaut, werden und wird dieser Häuserblock dann zu Ehren des ehlen Spenders „Quartier Hirsch" heißen. So wird Baron Hirsch auch in unserer Stadt ein Monument erhalten, das noch in den spätesten Zeiten seinen Namen verherrlichen wird. > Vermischtes. Berlin. Herr Musikdirector Lew a nd öw Ski,^feierte am jüngsten Sonnabend das Jubiläum seiner 50 jah«gen Wirksamkeit in der israelitischett Gemeinde. Dem Jshilar wurden aus Anlaß seines Ehrentages sowM-von Korporationen als auch von Privatpersonen zahlreich!: Ovatstmen und reiche Geschenke dargebracht, während der Kaiser ihn durch die Verleihung des Titels Professor auSznchneik

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