Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 102 (29.12.1890)
- Date
- 1890-12-29
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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1832 den, aber wnb p, er bringt nur Unheil über sein Haus, jn Fpo up Dnoa one6. Er glaubt in unerreichbarer, jeglicher Gefährdung entrückter Höhe sein Nest gebaut zu haben, je größer der Betrug, je unermeßlicher der Raub, je schlauer die List, desto unangreifbarer der Betrüger und Räuber, nur den kleinen und ungeschickten Dieb und Betrüger ereilt die Strafe, wer aber Millionen raubt, wer ganze Länder und Völker stiehlt, entgeht der gerechten Vergeltung und schwelgt nicht nur in seinem Raube, sondern wird noch beneidet und angeftaunt ob seiner Schlauheit und List — — irvi nuo nsy\ thörichter Wahn! nur Schmach hast Du über Dein Haus gebracht, je mehr Völker Du vernichtest, je mehr Menschenglück Du zerstörst, desto größer Deine Verschuldung. Und diese Verschuldung ist so groß und dieses Verbrechen an der Menschheit zu offenkundig, als daß es je gelingen könnte, den Frevel dem menschlichen Urtheil zu entziehen. Wohl vermag die überwältigende Macht des Tyrannen das Wort der offenen Anklage zum Verstummen zu bringen, gebietet sie doch über Kerker und Schaffst, aber px yyo o»D3i pinn Tpo, jeder Stein von der Mauer, jeder Spahn vom Gebälke wird zum offenen Ankläger und Blutzeugen. Jeder Stein an dem Bau einer solchen aus Lug und Trug gestellten Macht fordert Rechenschaft und jeder Spahn an dem ihn stützenden Gefüge schreit zum Himmel. Darum Wehe dem, der Städte baute durch Blutschuld und Residenzen sich errichtet durch Gewalt, mp pm dw ->'7 7,33 nn! Es gibt kein zwiefaches Maaß der Gerechtigkeit. Der gewaltige Eroberer ist kein geringerer, sondern ein größerer Schurke als der armselige Wicht, der am Wege lagert, um den Wanderer zu berauben. Was im Privatleben als Verbrechen gilt, das ist auch im Staatsleben ein Frevel, und die Schuld, bie des einzelnen Menschen wahres Lebensglück vernichtet, bereitet auch dem mächtigsten Staatengefüge den sichern Untergang. Schaust Du denn nicht den Finger Gottes in dem Getriebe der Völkergeschichte, vermagst Du denn nicht den Spuren des wunderbaren Weges zu folgen, auf welchen Gott die Menschheit zur Erkenntniß der Wahrheit, zur wahrhaftigen Gotteserkenntniß und Gotteshuldigung führt? Dich beschleicht der Zweifel, ob denn aus dem Wirrsaal der Ereignisse die Menschheit den Weg zu Mir wird finden können. Du blickst hinab auf die weite Bahn, den sie zu durchziehen sich anschickt, und Du gewahrst dort nur ein fast unabsehbares Ringen von Gewalten um die Herrschaft. Nur die Macht gibt den Ausschlag, der Schwache unterliegt, und der Sieger behauptet sich nur solange bis ein Stärkerer auf den Plan tritt und ihn zu Boden wirft.- miosi '“i nxa nin xi^n, siehe es ist ja Gott, 'n, der allliebende Vater der Menschheit, mos, in dessen Dienst alle Gewalten bewußt oder unbewußt stehen, der alle Kämpfe, alle Gegensätze schaut, der durch alle Kämpfe und Gegensätze Seinen Erziehungsplan zum endlichen Heile reifen läßt. Er läßt das Ringen der Gewalten gewähren, auf daß durch die eigene Erfahrung belehrt, die Menschheit zu Ihm zurückkehrt, sie, die in Ueberschätzung der eigenen Kraft und Einsicht das Heil auf der Sterblichen Machtfülle zu stützen sich erkühnt und Gott entbehren zu können glaubt. rcx H3 D’oy Darum eben läßt Er das Gott entfremdete Streben zu, die Menschheit soll sehen', wie weit sie ohne Gott gelangen könne. Die Völkerschaar, welche nach einander den Schauplatz der Geschichte betritt und um die Suprematie ringt, müht sich ab um Vergängliches, was dem Feuer, der Vernichtung anheimfällt, und die Staaten reiben ihre Kraft auf, um nichtigen Tand zu erhaschen. Das ist es. Die Menschheit soll Alles erproben, durchkosten, um endlich inne zu werden, daß das ohne Gott Geschaffene, das nicht auf Gottes ewige Gesetze des Rechts und der Liebe Gestellte hinfällig und nichtig ist. Damit sich endlich die Erkenntniß siegreich Bahn bricht, daß einzig und allein die Unterordnung aller Verhältnisse unter Gottes Willen, die Befolgung Seines Gesetzes, das Heil zu bringen und zu erhalten vermöge. '■71133 ns nyn1? pxn nbnn '3 Denn es soll der Tag endlich anbrechen, da die Erde voll sein wird der Erkenntniß Gottes, daß Alles nichtig ist, was nicht auf Gott sich stellt, ewige Dauer und Blüthe dem reinen Gott wohlgefälligen Menschenwirken winkt. Diese Erkenntniß soll alle Kreise, alle Verhältnisse durchdringen, d» by ids» d’dd, nichts soll dieser Erkenntniß und Anerkenntniß entzogen bleiben, wie das Wasser in alle Fugen dringt und alle Unebenheiten des Meeresbodens ausgleicht. (Fortsetzung folgt.) Die Kedrückuug der Juden in Rußland. Die „Times" hat in den letzten Tagen zu der Frage wegen der Bedrückung der Juden in Rußland einiges interessante Material, welchem wir Folgendes entnehmen, veröffentlicht: Unterem 14. Mai 1890 hat das Hauptdepartement für die Kosakentruppen durch Vermittelung des Kriegsministers Wannowski dem Minister des Innern ein Schriftstück zugehen lassen, in welchem die im Gebiete des