Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 70 (4.9.1890)
- Date
- 1890-09-04
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Matter für die israelitische Schule. (Erscheinen in zwanglosen Nummern.) für ALL? BrthodM <MuderrthumÄ A B Q N-3^ l-OM OSE S vf>- Ms mss&L rSSXTtervff?-- mm Nr. lO.J 4- -äjs- (4. Septbr. Inhalt: Protokoll der am 2. Juni 1890 im Sitzungssaale der Synagoge zu Hannover stattgefundenen Versammlung des Vereins silbischer Lehrer der Provinz Hannover. — Aus Stadr und Land: Aus Oberschlesien. Stuttgart. der am 2. Juni 1890 im Atzimgssaale der Synagoge zu Hannover stattgesundenen Versammlaug des Vereins Mischer Kehrer in der Provinz Hannover. Anwesend 3 Ehrenmitglieder und 35 Mitglieder. Der zeitige Vorsitzende, Blumenfeld-Adelebsen, eröffnete die Sitzung mit herzlichen Begrüßungsworten. In denselben weist derselbe daraus hin, wie das Wohlwollen und die Fürsorge für die Volksschulen und die Volksschullehrer seitens der hohen Regierung in den letzten Jahren auch den jüdischen Volksschulen und ihren Lehrern voll und ganz zu theil geworden und knüpft daran die Ermahnung, daß die jüdischen Lehrer ihre dankbare Anerkennung durch treue Glaubensfestigkeit und feste Berufstreue unwandelbar bethätigen möchten, und schließt sein Ansprache mit folgenden Worten: Als jüdische Lehrer wollen wir unser Judenthum mit aller Kraft und heiliger Begeisterung hegen und pflegen in Schule und Gotteshaus; — als deutsche Lehrer wollen wir das Deutschthum in seiner edelsten Bedeutung und Auffassung, die Liebe zum Vaterlande, die Treue und Hingebung für Kaiser und Reich wahren und fördern, lehren und bethätigen. Und wenn Deutschthum gleichbedeutend ist mit Wahrheit, Recht und Frieden, Gottes¬ und Tugendsinn, so sind wir alle gute Juden nicht minder gute Deutsche. Beides müssen, können und wollen wir fein und bleiben. Mögen unsere heutigen Verhandlungen uns für diese hohen Ziele begeistern und stärken und uns und unfern Schulen und Synagogen zum Heile und Segen gereichen! Das walte Gott. In der Ueberzeugung, daß Sie, meine Herren, in dieser Beziehung gleicher Gesinnung mit mir sind, bitte ich Sie, einzustimmen in den Ruf: ,,Se. Majestät der Kaiser und König, unser allergnädigster Herr, er lebe hoch!" Die Versammlung stimmt diesem Ruf dreimal begeistert zu. In die Tagesordnung eintretend, erstattete der Vorsitzende Bericht über das verlaufene Vereinsjahr und macht die Mittheilung, daß von dem verehrt. Ausschüsse des Gemeindebundes zu den Kosten der Konferenz wieder ein Zuschuß von 100 M. gewährt worden sei, wofür die Versammlung ihren Dank bekundet. Bei der Vorftandswahl werden die bisherigen Vorsitzenden Blumenf eld-Adelebsen und Stern- Hildesheim wieder- und zu Schriftführern Spey er- Hannover und B a ch-Münden neugewählt. Hierauf erhält Herr Landrabbiner Dr. Guttm ann das Wort zu seinem Referate: „Ueber den Unterricht in der jüdischen Geschichte in der Volks¬ und in der Religionsschule." Der Redner spricht sich über den Gegenstand etwa wie folgt aus: