Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 67 (25.8.1890)
- Date
- 1890-08-25
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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1235 die als Emigranten aus Spanien kamen, fanden durch die Gnade der Bourbonen in Versailles damals Aufnahme." Nachdem sich der König den Namen des Mannes nennen ließ, sagte er: „Nun, Herr Fould, Sie werden einen Friedhof in Versailles erhalten!" Unterdessen war der Leichenwagen durch Vorspann der königlichen Pferde wieder fahrbar gemacht worden. Der König bestieg mit seinem Adjutanten den Wagen und fuhr weiter. Von sichtlicher Theilnahme ergriffen, sagte er zu seinem Begleiter: „Bedauernswerthe Menschen! Nicht einmal im Tode finden sie Ruhe!" — In Versailles angekommen, beauftragte der König seinen Adjutanten, ein Stück Landes für den besagten Zweck zu erwerben, koste es, was es wolle. Es dauerte eine geraume Zeit, bis der Adjutant zurückkam. „Majestät", sprach er, „meine Mühe war vergebens, ein Stück Land können wir wohl haben, aber vor dem Worte „Judenfriedhof" schreckt alles zurück." „So will ich denn das nöthige Stück Land zu dem Friedhofe von meinem Garten abgeben", antwortete der König. Am andern Morgen erhielt Fould die Mittheilung von der edlen Handlungsweise des Königs; auch wurde ihm ein Dekret des Ministeriums zugestellt, das die Herstellung eines Friedhofes für die Juden in Versailles auf Befehl Sr. Majestät des Königs anordnete. Kisfingen. Unser lieblich gelegener Badeort mit seinen altbewährten Heilquellen wird besonders von Glaubensgenossen gern ausgesucht und ist es hocherfreulich, daß viele, ja die meisten derselben, auch am Curplatz streng nach den Vorschriften unserer hl. Religion leben. Es ist ihnen das hier allerdings sehr leicht gemacht, da hier mehrere jüd. Restaurationen existiren. Wir verkehrten speziell in der Rest auratio n Ehrenreich, deren Speisen sich eines ebensolchen Rufes bezüglich Güte, als die Wirthe bezüglich der Strenge des nvtttO erfreuen. Wochen - Kalender. Freitag, 29. August, 13. Elul. Samstag, 30. August, 14. Elul. Ksn ’3. Sabbat-Ausgang 7 Uhr 35 Min. (Mainzer Uhr). Briefkasten -er Redaktion. L. in L. Ihre Anregung haben wir maßgebender Stelle weitergegeben. Bezüglich des übrigen Inhaltes Ihres w. Briefes bitten wir Sie, sich deutlicher auszusprechen. GerSfeld: In pbti pie pTUD, ferner in noia unter nNmJlN finden sich oft Andeutungen darüber, daß WDtf ’YPn N3H p^n D?iyn haben. -1in GlgN. Ein Fackelzug am Freitag Abend von einem jüdischen Verein ausgeführt, wenn auch die Fackeln durch christl. Kinder getragen werden, ist jedenfalls etwas höchst Sonderbares. Abgesehen davon, daß es überhaupt für Juden verboten ist, sich von Nichtjuden Licht am rOltf anzünden zu lassen, darf man, wenn es geschehen, das Licht nicht benutzen. Und Noten wurden doch jedenfalls dabei gelesen. L. E. in Sch. Zu local. Briefkasten -er Expedition. Dankend crh. von Herren: M. Treumann u. Sohn, Bamberg Mk. 2,05, C. Maier's Nachs., Rastatt, Mk. 1,55. Jacob Mayer III., Iggelheim, Mk. 2.65. Anzeigen. Romansweiler (Elsaß), 12. August. Sehr geehrter Herr Redacteur! Es gilt heute einem wahren, echten Jehudi, — der von seiner Jugend an stets dem orthodoxen Judenthum zugehörte, — einen kurzen Nachruf zu widmen. Am Donnerstag 3N"D N3 DV starb Hierselbst ntPn pHS ttf’N y'T D’Ti 13 mTB Theodor Walz, der nicht einen Morgen und Abend die Synagoge verfehlte; von seiner großen Wohlthätigkeit, die der Verstorbene ausübte, zeugen am Besten die Spendenverzeichnisse von H. Meyer in Mühlhausen u. a., wo derselbe immer mit namhaften Summen figurirte; aber auch in seiner Gegend weinen Viele, die von ihm immer Unterstützungen erhielten. Der Verstorbene zählte nur 31 Jahre und war seit 2 Jahren verheirathet; nichtsdestoweniger war die Beliebtheit und das Ansehen desselben sehr groß, das große Leichenbegängniß legte Zeugniß davon ab. Das orthodoxe Judenthum verliert in demselben einen wahren, echten Vertheidiger, die menschliche Gesellschaft einen rechtschaffenen, braven und ehrlichen Menschen, die hochbetagten Eltern einen guten und lieben Sohn, die Wittwe einen treuen und liebenden Gatten. Der Allgütige möge die Hinterbliebenen in ihrem Schmerze trösten und stärken; der fromme und brave Jehudi möge ruhen in Frieden. n"3"a"j"n. *Jin junger Mann, in allen Zweigen £ des BaukfacheS erfahren,! flotter Correfpondent 11. Buch j Halter, sucht per 1. Oktober or. nach > beendetem Dienstjahre Stellung. Offert. 8ub M. f. 22 694 bes. Rad. Mosse, Halle a. S. 4525 /Lstn j. Mann, der in einem Manufacturwaaren-Geschäst En gros gelernt hat und ca. 1 Jahr als Commis conditionirt, sucht in einem Samstag und Feiertage geschlossenen Geschäfte Stellung. Offerten unter A. R. 4599 an die Exped. d. Bl. erbeten. (Vn meinem Mode- und AuSsteuer- <0 gefchäft ist eine Lehrlings-Stelle offen. Sabbat und Feiertage geschlossen; Kost und Wohnung im Hause. Nur Solche, welche die nöthigen Vorkenntnisse haben, wollen sich melden. A. H. Rothschild, 4579) Breiten. Lehrlings -Gesuch. Ich suche für mein Conseetious-Geschäft einen Lehrling aus achtbarer Familie. Kost und Logis im Hause. Selbstgeschriebene Offerten an I. Berger, Crefeld, 4589)_Hochstraße 17. Bum sof. Eintritt suche ich f. m. Haush. eine im vorzügl. Kochen, sowie selbst. Führung d. Wirthsch. perfecte jüd. Wirthin in gesetzt. Alt. Zeugn. und Phot. erw. I. Meyer, 4583) Bartenstein, Ostpr.