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Der Israelit · 1890-08-21 · Heft 66 (21.8.1890) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 66 (21.8.1890)
Date
1890-08-21
Page
– (sequence 17)
Language
German
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.MW für das Mrthodoxe Muderrthum^ A RON^fi Aläüer für die israelitische Schule. (Erscheinen in zwanglosen Nummern.) [561. August. Nr. 9.] 4- »HS**- Jnhalt: LTnum necessarium. — Dom Lande. l n um Necessarium. . Don S. Bachenheimer, Lehrer. Vor einiger Zeit schrieb ich für ein christliches Schulblatt der Provinz einen Aufsatz über jüdische Erziehungsprinzipien. Der Aufsatz war sehr objectiv gehalten, mit vielen Beispielen aus der Natur und Psychologie belegt und — ich halte, wie ich offen gestehe, hier und da genascht, jedoch das, was ich im Namen anderer gesagt, gekennzeichnet. Obschon ich aber fremde Gedanken in Anspruch genommen hatte, so erhielt ich doch zwei Anerkennungsschreiben für die Arbeit. Ich kann mir nicht versagen, das eine — von einem gelehrten Privatmanne herrührend — hier zum Abdruck zn bringen: „Empfangen Sie freundl. Dank für die mir übersandte Arbeit in der Schulzeitung. Ich habe Ihre Zeichnung mit Interesse gelesen. Möchten doch die jüd. Lehrer, die am ersten dazu berufen sind, Mißtrauen zu beseitigen, Vorurtheile und falsche Darstellungen zu besiegen, es sich angelegen sein lassen, in die Lehrerkreise christlicher Confessionen andere Anschauungen über das Judenthum zu tragen, wozu sich, wie Ihr Artikel zeigt, viele Vorschriften unserer Religion vorzüglich eignen." Ich will hier nur kurz erwähnen, daß ich in dem betr. Artikel die jüdische Pädagogik auf eigene Füße gestellt und die Lehre von der Erbsünde widerlegt hatte. Indem ich mich in die obige Anerkennung mit den Autoren, die ich benützte, ehrlich theile, muß ich zu meiner großen Freude konstatiren, daß ich gerade Anschauungen jüdischer Pädagogen verwerthen konnte, namentlich das treffliche Werk des Collegen W. Srraßburger. Es gibt also doch auch unter uns jüdischen Lehrern pädagogische Schriftsteller l rief ich freudig aus, als mir ein College das Werk schickte. Daß es unter unfern Vorfahren zu allen Zeiten große Lehrer und hervorragende Gelehrte gegeben hat und noch gibt, wußte ich aus der Geschichte unseres Volkes und gar oft habe ich mir schon die Hälfte, oder noch weniger als diese, von dem kühnen Aufschwung ihres Geistes, von ihrem Scharfsinn und der Weisheit jener Männer gewünscht, die die geistigen Schätze des Judenthums gehoben, geläutert und auf uns vererbt haben. Eine Geschichte der jüdischen Pädagogik, in welcher Charakterbilder unserer großen Meister gegeben würden, oder speziell die jüdische Erziehungsgeschichte und Erziehungskunst znsammengestellt wären, hatte ich bis dahin nicht gesehen. — Ja, wir dürfen es mit Genugthuung und aufrichtiger Freude begrüßen, daß ein Kollege das Feld der Pädagogik bearbeitet hat und wünschen nur, daß die jüd. Pädagogik auch von unserer Seite bearbeitet werde. Es gibt bekanntlich bedeutende christliche Geschichtsbücher der Pädagogik, wie: Raumer, Schmidt, Heppe, Lange, Schumann 2c. 2c. Man nenne mir aber einen einzigen Geschichtsschreiber, der unparteiisch zu Werke ginge, man bezeichne mir eine einzige Geschichte der Pädagogik, die nicht im christlichen Sinne und Geiste geschrieben

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