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Der Israelit · 1890-08-21 · Heft 66 (21.8.1890) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 66 (21.8.1890)
Date
1890-08-21
Page
– (sequence 11)
Language
German
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einen Augenblick was sie scheidet, und ihr einmütiges „Ah!" legt lautes Zeugniß dafür ab, wie leicht es Gottes Allmacht ist, die Verheißungen Seines Propheten einzulösen, welche seit Tausenden von Jahren die einstige Verbrüderung der gesammten Menschheit verkünden. Diese Ueberzeugung mag es wohl auch sein, welche den „Wasikin" sich täglich neu aufdrängte, wenn sie die aufgehende Sonne mit „Schema" begrüßten. Freilich war das alles nur das Werk eines Augenblickes, freilich wird er von den Versammelten in den Zerstreuungen des Tages bald vergessen werden. Aber dieser Augenblick, in dem die Menschen, ihnen selber unbewußt, aus sich selbst heraustrctcn, ist Wahrheit und Wirklichkeit, der Lärm des Tages, wie geräuschvoll er auch impouiren möge, ist hohler Schall gegen diese reale Wirklichkeit. Vielleicht war ich der einzige in dieser bunten Gesellschaft, der den Sonnenaufgang mit diesen und ähnlichen Gedanken begleitete, die augenblickliche Begeisterung war bald verraucht und die Menge fing bereits an, sich zu verlaufen. Ein einziges Lippenpaar bewegte sich, auf welches mich meine Kinder aufmerksam machten, es war das einer wiederkäuenden Kuh, die ganz san8 gene neben uns lagerte. Was macht diese Kuh da, fragt mein Töchterchen, sie kaut schon die ganze Zeit, und hat doch kein Futter vor sich? „Sie kaut das wieder, was sie vor einer Stunde gefressen hat." „Das glaube ich nicht," meinte der Junge, „man kann doch nicht das, was man schon lange gegessen hat, noch einmal kauen. Weißt Du, was sie thut? Sie betet Schacharis." „Du hast es gerathen", erwiderte ich; „und wir wollen jetzt nach Hause gehen und dasselbe thun." Als wir uns eben zum Rückzug aujchickten, was meinst Du, wen ich unter der sich verlaufenden Menge treffe? Unseren Freund Baruch aus R., der seit gestern hier ist, um den Staub seiner Sandwüste für 14 Tage abzuschütteln. Er heißt jetzt Benedikt, ist aber sonst wohl und munter und wir sind beide glücklich, einen Reisecollegen getroffen zu haben. — Ich denke, wir brechen schon morgen auf, und Du sollst bald Näheres von unseren nächsten Ausflügen hören." Briefkasten der Expedition. Wir empfingen ein Inserat, betreffend Lehrlingsgesuch, nlit dem Poststempel „Gießen", konnten jedoch die Unterschrift nicht lesen. Wir bitten daher den geehrten Inserenten, uns baldigst seine genaue Adresse aufzugeben. BH^H^ g u n g. Der Verfasser der Erzählung: „Elifohu Hanowi", sowie der ,.Reisebriefe aus der Schweiz", heißt nicht „Hattcnhelfer", sondern ,,Hattenfelser". In dem Leitartikel der ersten Beilage zu Nr. 64: „Ein neuer Feldzug gegen das Schächten", ist der letzte Satz: „Diese" bis „bringen" zu streichen. 518 Ne Kllbermllren-Fabrik von Lazarns Posen W"'- in Frankfurt a. M. empfiehlt ihre künstlerisch ansgestatteten isr. Cnltusgegenstämle: das Chajim, Tagg, Kronen, C/hanukahlampen, Besomimbüchsen, Seder- Gegengtände, Pokale, Weinliumpen etc. etc. und versendet Muster- Hefte nebst Preis-Courante gratis und franco. Verkaufs - Lokalitäten: Frankfurt a. M., Berlin W., Zeil 46a., im „Hessischen Palais“. Franzos. Strasse 49, im „Faberhause“ nrro ttt großer Auswahl billigst bei Wolf Topilowsky, 4450) Köln a. Nh. in von ,Herrn Rabb. Dr. Plato empfohlener ürottf sucht als solcher Stellung in einer größeren Gemeinde. Adressen unter M. K. Nr. 4423 an die Exp. dss. Bl. erbeten._ ch suche zur Stütze meiner Frau ein junges Mädchen von 14—17 Jahren zu leichter Hausarbeit. S. Stein, Mühlhausen i. Thür. 4396) Kilianistr. 9. Brüssel 26-88 Avenue B r n g m a n Israel. Pensionat und höhere Töch. terschule von Madame U.brodchaux, Beste Referenzen. Mäßige Bedingungen. Eintritt kann jeder Zeit stattfinden. (1615 F. Seligrrimnn (4461 in Habitzheim, Post Lengsetd, sucht Stelle als Vorbeter für die hoheri Festtage. n einem feinen, streng religiösen Hause in Frankfurt a. M. finden junge Damen zu mäßigem Preis gute Pension. Offerten unter Nr. 3160 an die Expedition d. Bl. erbeten. En grog. En detail. Sorten adyb & D’jrnnfc* aus Eorsica, Corfu, (5 a l a b r i e n liefert in schönster Maare bei reellster Bedienung und billigsten Preisen I. Kariffman«, Buchhandlung, 4444)Frankfurt a M Isr. Studirende, welche die Universität Straßburg besuchen, erhalten gute Pension gegen mäßige Preise in einem der Vororte der Stadt. Offerten unter W. W. Nr. 4368 an die Exped. d. Bl. erdeten. /Lsin Israel. Mädchen, welches die bür- ^2, gerl. Küche versteht u. gute Zeugnisse besitzt, per 1. October gesucht. Frau L. Oppenheimer, 4354) M.-Gladbach. /Sin Lehrling mit schöner Handschrift findet Stelle bei Anselm Kahn jun., Leinenhdlg. en gros & detail 4414) Frankfurt a. M.

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