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Der Israelit · 1890-08-14 · Heft 64 (14.8.1890) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 64 (14.8.1890)
Date
1890-08-14
Page
– (sequence 19)
Language
German
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1187 und Thal erglänzen läßt, wenn der See zu ihren Füßen rauscht und die Gießbäche über ihren Häuptern plätschern, müssen sie erst Feuerwerk und Tanzmusik haben, um sich amüsiren zu können! Du wirft mich wieder überspannt und einseitig nennen, weil ich — die Wahrheit sage. Aber ich lasse mich durch solche Phrasen nicht abfertigen. Weise mir nach, daß ich im Unrecht bin, daß die tadls-ä'üöte-Ritter und Feuerwerker Recht haben, und ich will Dir ewig dankbar dafür sein. Als ich auf dem Känzli saß, und über das, was ich gesehen und gehört nachdachte, fand ich, daß der große, weitschichtige Abfall in unserem jüdischen Kreise, im Grunde genommen, dieselben Symptome im Großen zeigt, die sich hier an miniature abspielen. — Die blasirten Lebemenschen hier und dort haben ihr Gewissen in der Gegend des Magens sitzen. Wenn sich Gottes Gesetz, nach dem die Sonne kreist und dasjenige, nach dem sich das Leben des jüdischen Menschen gestalten soll, nach dem Magen richten wollte, so würde man ihm schon Folge leisten. Wie diese aber lieber von der Sonne eine Aenderung ihres Laufs fordern, als eine liebgewocdene Gewohnheit aufgeben möchten, so erklären jene das Gesetz unseres Lebens für abgestorben und außer Cours gesetzt, sobald es nicht Amen und Placet zu irgend einer Thorheit sagt. — So gewiß aber die Sonne wegen aller tadle d’höte in der Welt nicht um ein Handbreit von ihrer gottgewiesenen Bahn abbricht, so wenig wird das Gesetz Gottes, welches unser jüdisches Leben regelt, durch diejenigen beeinflußt, die es für abgesetzt erklären, weil es sich nicht nach unseren: Ganmen und Magen richten will. Du siehst, ich denke nach über unsere heiligsten Anliegen wie früher und hast es auch gewiß nicht anders erwartet. Ich habe mich mit meiner Familie hier oben häuslich eingerichtet. Mein Fleisch beziehe ich von einer Nachbargemeinde. Durch die Bahn, die heraufführt, habe ich es in wenigen Stunden, und bin besser daran, als die auf die tadle ä'dote Angewiesenen, denn mein Abendbrod bleibt mir auch nach dem Sonnenuntergänge. — Morgen will ich den Sonnenaufgang aus Rigi-Kulm beobachten und Dir darüber berichten. WM- Anzeigen. -W> Mr den folgenden Theil ist die Rednetion nicht verantwortlich^ we. 618 Die Sitbermaren-Mrik von Lazarni Posen W in Frankfurt a. M. empfiehlt ihre künstlerisch ausgestatteten isr. Cultusgegenstänile: Kz Cliajim, Tass, Kronen, €hannkahlampen, Besomimlmchsen, Seder Gegenstände, Pokale, Weinhnmpen etc. etc. und versendet Muster- Hefte nebst Preis-Courante gratis und franco. Verkaufs - Lokalitäten: Frankfurt a. 31., Berlin W., Zeil 46av im „Hessischen Palais“. Franzos. Strasse 49, im „Faberhause“ Bad Ems. -ISO Das Handarbeit- und Haushaltungs - Pensionat n o n S. Levi, OMjCtlttntrfj bei Bonn. nimmt auch Kinder unter 12 Jahren liebevoll ans. Beste Referenzen zur Anfügung. Näheres durch Prospccte. (1220 Ungar. Weinhandlung en gros J. Leuchtmann, Wie». Preislisten und Proben an Wein- Händler gratis und franco. Referenzen in Bezug auf rntEO Sr. Ehr würden Herr Rabb. Dr. Hildesheimer in Berlin. (589 Altrenommirtes grösnes Hotel 1. Ranges am Platze. Bene Lage in unmittelbarer Nähe der Brunnen und Bäder, mil allem Evmwrr der Neuzeit ausgenatler. Anerkannt st r e n g lösche r, aut Verlangen Pension. — Portier tun Bahnhof. 2592) Besitzer Hermann Lowenstein. Srrbad Slmikeirbcrghe. Hotel Mayer. Neu und comfortabel eingerichtet. Mäßige Preise. (3282 K-nn nr? (MüplialfilDU fiiv bas Jahr 5651 enthält außer einem anssührlicheir Kalenbaraim die Messen und Märkte, so das Geber, das auf der Reife gebetet wird: I -rnn rten I Joh. Wirth'sche Hofbuchdruckerei. I Buxkin-Stoff nadelsertig zu genügend zu einem Anzuge Nk. 5.85 Pf., für eine Hose Mk. 2.35 Pf. durch das Buxkin-Fabrik-Döpüt öettinger & Co., Frankfurt Musler-Collektioneu umgehend franko reme Wolle allein blos a.

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