Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 56 (17.7.1890)
- Date
- 1890-07-17
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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1027 Gemeinde viele Dienste. Derselbe war wohl kein großer im, jedoch wogen seine sonst vorzüglichen Zeugnisse diesen kleinen Mangel vollständig auf. Gr wurde aber trotzdem aus seiner Stelle verdrängt, und als der gebeugte Mann, Vater von 8 Kindern, ein Gemeindemitglied und früheren Schüler fragte, was mau gegen ihn habe, erhielt er ohne Mitleid die lakonische Antwort, die Gemeinde wolle zur Abwechslung einen andern im hören! In einer andern Gemeinde wurde ein Lehrer verfolgt, weil — man höre und staune —, die Frau desselben sich einen ähnlichen Hut anschaffte, wie ihn die Frau Vorsteher zu tragen beliebte! Ein anderer Mißstand muß noch hier erwähnt werden, ich meine den, daß ein sehr großer Prozentsatz aller Gemeinden nur ledige Lehrer aufnehmen will. Wozu soll es führen, wenn ein Familienvater seine Stelle durch einen Wechsel um 3—400 Mark zu verbessern sucht, vom Vorstand aber die Antwort erhält: Ihre Zeugnisse sind sehr gut, wir aber nehmen nur einen ledigen Mann. Wozu soll es ferner führen, wenn der Vorstand einer großen und reichen Gemeinde schreibt: Sie haben den besten Eindruck gemacht, aber Ihrer Kinder wegen können wir Sie nicht engagiren! Aber auH eine kleine Gemeinde hat keine Ursache, den verheiratheten Lehrer zu verschmähen; es sind wenig oder keine Fälle bekannt, daß Lehrer oder deren Angehörigen der Gemeinde zur Last gefallen sind. Die meisten derselben gehören ja einer oder mehreren Unterstützungskassen, oder einer Lebensversicherungsanstalt an. Es ist ja höchst betrübend, daß der israelitische Lehrer, wenn er Familienvater ist, hinter ganz jungen Leuten zurücktreten muß, während alle anderen Beamten gerade mit den Jahren ein erhöhtes Anrecht auf Beförderung erlangen. Möge auf Lehrerversammlungen auch dieser Uebelstand besprochen und wenn möglich beseitigt werden. Bmnjtonett. B. Vor uns liegt ein stattliches Buch, dessen Titel „F. Sven necken's Schreib waaren" uns veranlaßt, den Inhalt einer Prüfung zu unterwerfen. Der Name Soennecken hat einen guten Klang in Schule und Comptoir, da die Schreibwaaren dieser Firma faktisch die besten sind, die produzirt werden. Da das Beste stets das Billigste ist, bedarf diese Firma keiner Reklame, die Schreibwaaren empfehlen sich von selbst, und wer einmal einen Versuch damit gemacht hat, bleibt ein treuer Abnehmer. Federn für jede Hand und Schrift, Normal- und Rundschriftfedern, Eilfedern und Goldfedern. Auf letztere machen Nur besonders aufmerksam; sie sind zwar theuer, aber unzerstörbar, so lange man lebt, schreibt man mit einer Feder (Nr. 6 Mk. 9). Zu Geschenken eignen sich Taschenfederhalter und Füllfederhalter in elegantester Ausstattung (Nr. 539 Mk. 22, Nr. 555/6 Mk. 27, Nr. 549/6 Mk. 10). Die Gold-Füllfederhalter sind das Praktischste, was in diesem Genre existirt. Die Zeichenfederhalter zeichnen sich durch exactefte Arbeit aus. Den Grund zu seinem RenomSe legte Soennecken durch die Einführung der Rundschrift. (Vollständig in Schachtel zum Selbstunterricht Mk. 5, Schulausgabe Mk. 3, Schreibkasten für Rundschrift enthält 6 Halter und 25 Federn Mk. 4.) Die verschiedenen Federhalter, alle nach hygieinischen Grundsätzen konstruirt, außerordentlich praktisch, sind nicht theurer als andere Fabrikate. (Für Privat Nr. 529 50 Pfg.; Schachtel 6 Halter Mk. 1.) Das Gnmmlrglas (Nr. 212 Mk. 1.25) sollte ebenso wie die Briefwaage (Nr. 186 Mk. 10) auf keinem Schreibtische fehlen. Die Tintenfässer und Copirutensilien übertreffen hinsichtlich Ausstattung, praktischen Werthes alle uns bekannten Fabrikate; ebenso die Briefordner. Kurz, wer mit gutem Material schreiben will, verwende, wie wir es seit Jahren thun, Soennecken's Schreibwaaren. Die Herren Collegen, die sich in der Schule viel Aerger ersparen wollen, machen wir ganz besonders auf obige Schreibwaaren aufmerksam. Wo keine Niederlagen sind, wende man sich direkt an F. Soennecken's Verlag in Bonn. Prof. vr. Daniel Sanders. „Lehrbuch der deutschen Sprache für Schulen." Berlin, Langenscheidtsche Verlagshandlung 1889. 1. Stufe 40 Pfg. 2. Stufe 80 Pfg. 3. Stufe 50 Pfg. -„Wörterbuch der Zeitwörter." 2. Aust. 1882. Daselbst 0,50 Mk. -„Wörterbuch der Hauptfchwierigkeiten in der deutschen Sprache. 20. Aust. Daselbst 1890. Große Ausgabe Mk. 3,50 geb. -„Abriß der deutschen Silbenmessung und Verskunst." Daselbst. -„Geschichte der deutschen Sprache und Lttteratur." 3. Aust. 1887. Daselbst. Mk.2ungeb. Es hieße Eulen nach Athen tragen, wollte man all die Vorzüge der Lehrbücher des Herrn Verfassers