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Der Israelit · 1890-07-17 · Heft 56 (17.7.1890) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 56 (17.7.1890)
Date
1890-07-17
Page
– (sequence 19)
Language
German
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1023 schwort der Entlassung soll denselben hübsch geschmeidig und fügsam machen. Der hier in Betracht kommende Rabbiner hatte sich dieses Verhältnis, obgleich es seine Wirksamkeit sehr beengte und er von Natur energischen Wesens war, doch lange Jahre gefallen lassen, weil die Stelle eine einträgliche war, was er bei seiner zahlreichen Familie nicht außer Acht lassen zu dürfen glaubte, und weil in der That während seiner bisherigen Amtszeit tiefgreifende Cultus- und Religionsfragen in der Gemeinde nicht zur Entscheidung gestellt worden waren. Da wurde plötzlich von einem Theile der Gemeinde, mit dem Vorstande an der Spitze, eine solche Frage zur Verhandlung gebracht. Der Rabbiner, in dessen Wirkungsgebiet die Entscheidung derselben eigentlich einzig und allein hätte fallen müssen, konnte, um seine Meinung befragt, aus wichtigen Gewissensgründen, welche er auch klar und eindringlich zum Ausdrucke brachte, der vorstandlichen Auffassung der Angelegenheit seine Zustimmung nicht angedeihen lassen. Da der Vor-! stand ungeachtet dessen, über dem Kopfe des Rabbinen t hinweg, im gegensätzlichen Sinne Beschlüsse kund machte und Verfügungen traf, gab der Rabbiner seiner abweichenden Ansicht und seiner Verwahrung auf der Kanzel vor der versammelten Gemeinde in einer Sabbatpredigt entschiedenen Ausdruck. Der Vorstand faßte dieses als ein schweres Majestätsverbrechen auf, kündigte dem Rabbiner seine Stelle in der Weise, daß sein noch auf ein Jahr laufender Vertrag keine Erneuerung erhalten werde, und verbot ihm das fernere Betreten der Kanzel. Dieses drakonische Verfahren des Vorstandes verursachte bei einem großen Theile der Gemeinde eine ungeheuere Aufregung, und so sehr auch die zahlreichen Anhänger des Rabbinen gegen dasselbe stritten und kämpften, so verblieb doch der Sieg dem Vorstände. Der bedauernswerthe Geistliche ging nach dem Ablaufe des Vertrages der Stelle verlustig und mußte, da eine gleicheinträgliche Rabbinerstelle zu jener Zeit gerade nicht erledigt war, seiner zahlreichen Familie wegen, sich zur Annahme einer viel geringer besoldeten Stelle Herbeilaffen. (Fortsetzung folgt.) _WP E n j c i 9 nt. _ _____ Für den folgenden TyeiL ist die Redaktion nicht verantwortlich. 518 von Die Silbermaren-Fsdrik Lazarnm Posen W in Frankfurt a. M. we. empfiehlt ihre künstlerisch ausgestatteten isr. Cuitusgegenstände: K* Chajlm, Tass, Kronen, Channk&hlampen, Besoinimbiichgen, Sedcr- Gegenstande, Pokale, Weinhuinpen etc. etc. und versendet Muster- Hefte nebst Preis-Courante gratis und franco. Verkaufs - Lokalitäten: Frankfurt a. 21., Zeil 46a., im „Hessischen Palais“. Kerlin W., Franzos. Strasse 49, im „Fabevhause“ ^Mer! GeMel! Süßrahm Tafelb uttcr Ia, täglich frische und mit Gis verpacke netto 6 Pfd. Mk. 8.50, Blüthenhonig, edelste Tafelsorte, 9 Pfd. Mk. 5.50, je 3 Hühner, 8 Kücken, 5—7 Enten, L Gansl, garantirt lebender Ankunft, Mk. 6.25, schneeweiße Halbdaunen, neu, pro Pfd. Mk. 2.—, versendet alles Portro- Hollfrei per Nachnahme Kilobell - Nknstonot non Direktor Berger. Mailst. Das Institut ermöglicht seinen Pensionären, die hiesige höhere Schulen besuchen sollen, durch gewissenhafte Leitung in der Freizeit und sorgfältige Ueberwachung der Schularbeiten ein regelmäßiges Aufsteigen in die höheren Klassen und Erreichung der Berechtigung zum Einjährig-Freiwilligendienst ohne ein Examen ablegen zu müssen. Gründliche Vorbereitung für alle Gymnasial- und Realschulklassen, zur Prüfung für den Einjährig-Freiwilligendienst, sowie für den kaufmännischen Berus durch rasch fördernden, den individuellen Bedürfnissen des Einzelnen genau angepaßten Einzel- Unterricht. Feine Erziehung; beste Referenzen. , Für Ausländ er beste Gelegenheit zur raschen Erlernung der deutschen Sprache. - - -- ---- Prospekte auf Wunsch gratis und franko. 3531) David Andermann, Monasterzyska (Galizien). (Verfasser des HilDN 1BD). Kr. Joe l'aclie Handels- und Rea l sch nie mit Pensionat in Pfungstadt bei Iarmstadl. Deliziöse Erziehung und gründliche Ausbildung. (3335 Vorzügliche Referenzen. Mäßige Preise. Näheres durch Dr. Barnast, Direktor. S urige Mädchen aus religiösen Familien können bei mir den Haushalt u. das Schneidern erlernen. Familiäre Ausnahme. Wwe. Blumenthal, 2513) Barsinghanfen.

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