Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 52 (3.7.1890)
- Date
- 1890-07-03
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2446951-2448024-2448074--30303-2478074- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
XXXI. Jahrgang. Beltaze ju M 52 des „Israelit & Mdjutun“ Literarischer Wericht- .ma« 'piD by p'w D"-ino nm« *tr.Tn „ivn ana" nnym »"«n’S oy maN hddo by ”"0‘n nnjo Tby'i n«D „psn nan" otpa sraDon bv aiKa* .“isa-iyB^ pan Wir empfingen dankend die beiden obigen Werke. Wir wagen aber nicht, Werke zu beurtheilen, welche den o^iy mc’ pns, R. Moscheh Schick zum Verfasser haben. Derselbe war auf talmudischeru Gebiet eine der grüßten Corrpphäen unserer Zeit und ein Bild der Frömmigkeit für alle Zeiten. Seine Erklärungen aus D"wn m-u« ,D’imD «nb D’piDD wecken zum Thorastudium und zur Pflichttreue. Wir wünschen, daß dieses ibd in die Hände vieler Rabbiner und Prediger gelangen möge, damit die Worte des Verfassers in weiten Kreisen Verbreitung finden. Es ist in leicht verständlichem Hebräisch geschrieben und eignet sich dazu, Vorträge daraus zu entnehmen. Mit der Ausgabe des zweitgenannten Werkes ist noch ein edler Zweck verbunden. Der Ertrag dieser Werke ist für ein aitD nan bestimmt. Die Abtheilung a'V aro sind kritische Bemerkungen; die Abtheilung psn nan schöne Erklärungen. Wir werden bei unseren nn« ’paa - Erklärungen genannte Werke benützen und werden suchen, auch dadurch den Wünschen des Verfassers entsprechend, mitzuarbeiten: nsnn p’snp. Frankfurt, im Juni. L. Ph. Prins. Zeitungsnachrichten und Correfpondenzeu. Deutschland. Worms a. Rh., 30. Juni. Wir erhalten folgende Zuschrift: Einer unsrer jüdischen Mitbürger, HerrLudw. Jos. Pfungft, hat für solche, die sich dem Studium an der Technischen Hochschule zu Darmstadt widmen wollen, ein Stipendium pro Studienjahr 1890/91 im Betrag von 10O0 Mark ausgesetzt, welches mehreren event. auch einem Bewerber bewilligt wird. Bedingung zur Erlangung dieses Stipendiums ist die Fähigkeit, die durch Zeug-! nisse nachzuweisen ist. Unter den Bewerbern trifft Herr L. I. Pfungft, an den die Gesuche auch ein-! zureichen sind, eine engere Wahl; die Zuerkennung erfolgt durch die Direction der technischen Hochschule. Ich bitte Sie nun, durch Ihr geschätztes Blatt zu veranlassen, daß Juden, die geneigt sind, sich an besagter Hochschule auszubilden und ihre Fähigkeit Nachweisen können, dieses Stipendium zu erlangen suchen. Berlin, 23. Juni. Herr Dr. Ephraim hat der hiesigen jüdischen Gemeinde nicht, wie wir berichteten, 500,000 M., sondern 1,500,000 hinterlassen. Dieselben sollen ausschließlich für Wohlthätigkeitszwecke innerhalb der Gemeinde verwendet werden. Oesterr. - Ungar. Monarchie. Duna-Szerdahely, 19. Juni. Die Thore unseres „großen Bethamidrasch" sind nun wieder geöffnet worden. Die verehrten Leser dieser Zeitung werocn sich erinnern, daß gerade vor drei Jahren durch die Wühlereien der Antisemiten bei den Abgeordnetenwahlen durch ruchlose Hand die Wohnungen unserer Glaubensbrüder in Brand gesteckt und eingeäschert wurden, wobei auch das „große -rai-ra", ein Raub der Flammen wurde und nur unter großer Mühe mit Gottes Hilfe die Seser Thoras gerettet werden konnten. War unser Gefühl bet Anblick dieser von frevelhafter Hand herrührendcn Brandruine doppelt schmerzlich — umso freudiger schlugen unsere Herzen, als wir wieder das Innere des neuen Hauses betraten. Am -jmPyna p'ff fand dessen Einweihung in feierlicher Weise statt. — Morgens versammelten sich in der Synagoge die Gemeindemitglieder, und wurden die dort untergebrachtcn nmn hbd in die neuen Räume gebracht. Es war ein erhebender Anblick, als sich der Zug, die Thorarollen an der Spitze getragen, durch die Straßen bewegte, wobei Cantor Herr M. Klein verschiedene Psalmen recitirte. Im Ttan^'a angelangt, wurde Psalm 30 gesungen, worauf unser hochgeschätzter und allverehrter Oberrabdiner A. S. Aßud ’"j eine dem heiligen Akte entsprechende sinnige und weihevolle Festrede hielt, die mit großem Beifalle aufgenommen wurde. Möge dieses Gotteshaus eine Stätte des Segens für uns sein und bleiben! —