Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 51 (30.6.1890)
- Date
- 1890-06-30
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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'.uw- *wmiu^ii»jii ■ lUJMWHypwj^iiijMBWWWgm’^atf!» M^MWSM 929 entstellter Weise als Religionsverletzung ausmalen zu können. Er hatte Leute im Orte, welche demselben dann mit unschuldiger Mieue das so präparirte Trugbild vorzeigen mußten, und er verstand es gut, mit einigen verhetzenden Worten den Commentar hierzu zu liefern. War Salomo z. B. mehrere Tage an einem Orte gewesen, in welchem sich eine jüdische Restauration befand, ohne daß er dieselbe besucht batte, so war die Nachricht hiervon stets vor seiner Nachhausekunst dem Vater mitgetheilt, und er sollte und mußte dann durchaus Verbotenes gegessen haben, was aber bei ihm nie der Fall war. Er hatte dann gewöhnlich in dem betreffenden Orte den Besuch der jüdischen Restauration unterlassen, weil ihm ein früherer Besuch derselben Anlaß gegeben hat, dieselbe fernerhin zu meiden und sich lieber einige Tage mit kalter, erlaubter Speise genügen zu lassen, als sich in dieser Beziehung irgend einen Zwang anznthun. Ein solches Sichgenügenlassen braucht ja namentlich einem gesunden, jungen Menschen nicht viel Ueberwindung zu kosten. Bei seinem Vater fand er mit solcher Versicherung nie Glauben und galt in dessen Augen ein für allemal für ein Posche Jisroel*), was seine Lage immer mehr verschlimmerte. Salomo wußte recht gut, daß dieses unglückliche Verhältniß durch seinen Bruder absichtlich herbeigeführt sei. Zwischen beiden Brüdern herrschte *) Ein sündiger Israelit. daher auch bittere Feindschaft, welche bei jeder Gelegenheit in heftigem Streite zum Ausbruch kam. Die beiden Schwestern hielten zu Salomo, weil sie wußten, daß ihm Unrecht geschehe und sie über das Treiben ihres jüngeren Bruders und dessen Beweggründe ebenfalls längst im Klaren waren. Die in Rede stehenden Verhältnisse im Hause Kolischer's hatten sich in der Weise verschärft, daß jeder Unbefangene, dem ein Einblick in dieselben gestattet war, sich sagen mußte, daß sie an der Grenze des Haltbaren angelangt seien. Dieses sollte sich auch bald bewahrheiten. (Fortsetzung folgt.) Wochen - Kalender. Freitag, 4. Juli, 16. Tamus. Samstag, 5. Juli, 17. Tamus. 0 'n 's p b 3. Sonntag, 6. Juli, 18. Tamus. (nmj) norm Sabbat-Ausgang 9 Uhr 10 Min. (Mainzer Uhr). Briefkasten der Redaktion. &. in Frankfurt a. M. Zur Aufklärung diene Ihnen, daß der am Ende der „Gedenkblätter" sich findende Q’Dm von Herrn Oberkantor I. Friesländer in Frankfurt a. M. für die Trauerfeier von Rabbiner Hirsch ^"3 bearbeitet wurde, und derselbe diese so geänderte Formel in liebenswürdiger Weise dem Kantor der Mainzer Religions- Gesellschaft für die Trauerfeier um Dr. Lehmann ^"8 überließ. NM" Bt « | e i g e ri. "W> Für den folgenden Theil ist die Redaetion nicht verantwortlich. gLei kinderlosen Leuten (Provinz Hessen) 'vJ wird auf Michaelis dieses Jahres ein streng religiöses Mädchen gesucht, welches Küch^ und Haushalt vorstehen kann, ein christliches Dienstmädchen steht zur Seite. Offerten unter F. 0. 3455 an die Exped. d. Blattes erbeten. Aür mein Holz- und gem. Waaren-Geü schüft (Sabbat geschlossen) suche einen mit der Branche vertrauten jungen Mann. Offerten unter F. A 3473 befördert die Expedition d. Blattes. <78ür mein Lumpensortir-, Eisen-, Metallfj und Fellgeschäft suche einen mit der Branche vollständig vertrauten jungen Mann, welcher in der Buchführung bewandert. Nur solche mit Ia Feuqnissen finden Berücksichtigung. N. A. Fischer, 3460) Nörten b. Göttingen. Fräulein gesetzten Alters (streng relig.) aus sehr angesehener Familie sucht eine selbstständige Stellung zur Führung eines kleinen Haushaltes. Off. unter Nr. 3446 an die Expedition d. Bl. erbeten. O^ch suche v. 15. Juli oder 1. Aug. ein streng relig. jüd. Mädchen, das der Küche vorstehen kann und Hausarbeit mitübernimmt. Off. an (3444 A. Goldftein, Königsberg, Ostpr., Magifterstr. 35. /Auch« für eine junge Dame, Waise, aus w feiner isr. Familie, Mitte der 20er Jahre, mit kleinerem Vermögen, einen Lebensgefährten, Wittwer nicht ausgeschlossen. Offerten unter L. 3465 an die Exp. d. Blattes. {Kin gebildeter Kaufmann, mit Sprachkenutnissen, gewandt, in verschiedenen Branchen erfahren, circa 30 Jahre alt, von angenehmem Aeußern, aus feiner, streng orthodoxer Familie sucht in ein Geschäft einzuheirathen. Offerten unter A. J. 491 an (3449 Haasenstein & Bögler, A.-G., Frankfurt a. M. Diskretion Ehrensache. fluche für meine Tochter, 16 Jahre alt, w Stelle zur Erlernung des Haushalts in besserer Familie. (3472 Wwe. A. Jovishoff, Hattingen a. d. Ruhr. (^ch suche für mein Mehl- und ColonialiX7 Waaren-Geschäft ein tüchtiges Ladenmädchen bei freier Station im Hause. Samstag u. Feiertage geschlossen. (3447 N. I. Homburger, Kronenstraße 50. Karlsruhe, Baden.