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Der Israelit · 1890-06-02 · Heft 43 (2.6.1890) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 43 (2.6.1890)
Date
1890-06-02
Page
– (sequence 12)
Language
German
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-80 Pefth Das Testament des verstorbenen jüdischen Arztes Dr. A. Goldberger, nach welchem sein 200,000 fl. betragendes Vermögen zu wohlthätigen Zwecken, aber erst nach 400 Jahren mit den inzwischen angewachsenen Zinsen verwendet werden solle, wurde auf Anfechtung der Verwandten seitens des Gerichtes umgestoßen. Die Verwandten haben 20,000 fl. (-itrya) zu wohlthätigen Zwecken bestimmt. R u m ä n i e u. Bukarest. Stadtrath Giurgiewo stellte im Municipalrath folgenden Antrag: Die Juden, welche sich in unserer Stadt niederlassen, um hier ein Geschäft zu betreiben, haben jährlich 5000 Frcs., ausländische Juden, die hier schon ansässig sind, 3000 Frcs. und in Rumänien zuständige Juden 1000 Frcs. Steuer zu zahlen. Man glaubt zwar nicht, daß dieser judenfeindliche, durch nichts begründete Antrag zum Beschluß erhoben werden wird; es ist aber schon traurig genug, daß ein solcher Antrag vor einem hauptstädtischen Gemeinderath auch nur zur Debatte zugelassen wird. England. London. Die Studiencommission der Universität Cambridge hat der obersten Schulbehörde gegenüber den Wunsch ausgesprochen, daß die durch den Tod des Professors Schiller-Sineßi erledigte Stelle eines Lehrers für Talmud und andere Zweige der hebräischen Literatur bald möglich wieder besetzt werden möge. Nach Schluß der Redactiou eingetroffen. Berlin, 30. Mai. In ihrer letzten Doppelnummer, in der Sie über den jetzigen Stand der Sch'chitahfrage referiren, ziehen Sie auch ein bezirksamtliches Reskript aus Bayern an, bezüglich dessen ich Sie bitte, eine Berichtigung aufzunehmeu. Die Ministerial- und Regierungs-Verfügung, auf welcher jene Mittheilung des Bezirksamts beruht, hat, wie wir uns durch Augenschein überzeugt haben, ani Schluffe den ausdrücklichen Vermerk, daß die Verordnung auf die Schächtweise (Sch'chitah) der Israeliten keine Anwendung findet. Das in Frage kommende Bezirksamt hat sodann auch auf Eingaben einzelner Gemeinden hin erklärt, daß die Sch'chitah damit selbstverständlich nicht berührt werde, nachdem dieselbe bereits im Juni vorigen Jahres durch ein Regierungsrcskript eine eingehende Regelung erfahren habe. (In der Copie des Erlasses, die uns Vorgelegen, war dieser Vermerk nicht enthalten. Es freut uns, daß damit diese Angelegenheit zur Zufriedenheit erledigt ist. Red.) Berti« im Mai. Unter den Gratulanten bei der Hildesheimer-Feier befand sich auch wie bereits erwähnt der „Frauenverein innerhalb der Gemeinde Adaß Jisroel," vertreten durch feinen Syndikus, Herrn Dr. Berliner, und die Vorstandsdamen, Frau Dr. Berliner, Frau Rabbiner Bieberfeld, Frau Dorothea Ehrlich und Frau P a ck s ch e r, welcher nach einer vortrefflichen Ansprache des Herrn Tr. Berliner dem Protektor daszu'seinen Ehren für die Synagoge gestiftete Porauches nebst Schulchandecke überreicht. Auf blausammetenem Untergründe tritt aus dem Porauches in erhabener Goldstickerei ein üppiges Phantasie-Blumengeranke hevor, das Mittelfeld umschließend, in welchem perspektivisch trefflich modellirte Segenstrüge das Thoraschild flankiren; ein ähnliches Muster zeigt die Decke. (Beide find mit bewährter Kunstfertigkeit aus dem rühmlichst bekannteu Atelier von Jenny Bleich rode Hierselbst hervorgegangen und erregten mit vollem Rechte die staunende Bewunderung auch der an ornamentalen Thoraschmuck die höchsten Anforderungen stellenden Beschauer.) Wochen - Kalender. Freitag, 6. Juni, 18. Siwan. Samstag, 7. Juni, 19. Siwan. '1 'j p“)D *] n b V H 2 Sabbat-Ansgang 9 Uhr 5 Min. (Mainzer Uhr). Ü n i e i fl c n. Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. Lehrlings - Gesuch. Für meine am Sabbat und jüd. Festtage geschlossenes Leder- und Fellgeschäft suche einen braven, geweckten Jungen aus guter Familie als Lehrling. Selbstgeschriebene 'Offerten mit letzter Schulzeugnißcopie erwünscht. S. Strauß, 2927 Marburg a. d. L., 11 Bahnhosstraße II. ©:<$>: :<£ s>: :<$>: © Ä(it einem ü"’1 ro^ geschlossenen Export- <\\ geschäft findet zur Erlernung sämmtlicher Eomptoirarbeiten ein mit guten Schulkenntnissen und schöner Handschrift versehener Lehrling Stellung. Kost und Logis, bei guter Befähigung, frei im Hause. Selbstgeschriebene Offerten sind unter Nr. 2844 an die Exp, d. Dl. zu richten. [©:<& <$>::<£ :<£ <$>:;<♦>; :<£ ©i /Qin religiöses Mädchen, in Küche und Hausarbeit gründlich erfahren, für einen kleinen Haushalt in Frankfurt a. M. per sofort gesucht. Offerten erbeten unter Al. A. 2958 an die Exped. d. Bl.

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