Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1890-05-22 · Heft 40 (22.5.1890) · page 22

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 40 (22.5.1890)
Date
1890-05-22
Page
– (sequence 22)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2446951-2448024-2448063--30077-2477837
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

742 Soden Entsandten haben auf eigene Kosten für Wohnung zu sorgen, hingegen erhalten sämmtliche Kranken Verpflegung, ärztliche Behandlung, Bäder und Arzeneien kostenfrei in der Anstalt. In dem großen und prächtigen Speisesaale, der ungefähr 100 Personen faßt, versammeln sich die Pfleglinge zum gemeinschaftlichen Mittagsmahle, wenn die Witterung schlecht ist. Allein, wenn es das Wetter irgendwie zuläßt, selbst an warmen Regentagen, wird in der freien, jedoch vor Zugluft geschützten, Veranda gespeist. Die Kost, natürlich streng rituell, ist eine vorzügliche und entspricht, wie auch alle Einrichtungen des Hauses, allen Anforderungen der Hygiene. Hinter dem Hause breitet sich ein prächtiger, Obst- und Zierbänme enthaltender( Garten aus, der den Patienten znm Aufenthalte dient. Es ist hier in der Thal ein Werk der Menschenliebe errichtet, das unsere höchste Bewunderung ■s l 1 HB |g] Mst- «IWb --',23g lii ME i«. V WZ2 '•la v'rsj" —« Haupt - Ansicht herausfordert. Es ist ein Hochgefühl aus dem Berichte des leitenden Arztes, Herrn Dr. Heinrich Mayer, der mit Ausdauer, Liebe und Umsicht seines schweren Amtes dort waltet, zu erfahren, daß von den 133 Patienten, welche den vorigen Sommer die Anstalt srenquentirten, und von denen 80°/0 lungenleidend waren, nur bei 10 ein geringer Erfolg der Kur zu verzeichnen ist. Dieser Gedanke der Wohlthätigkeit, wie er hier praktisch geworden, hat aber einen solchen Anklang gefunden, daß von weither Gaben als Beisteuer eingesendet werden und daß der Verein auch viele Auswärtige zu seinen ständigen Mitgliedern zählt; ist es ja auch ein Verein, der allen armen Glaubensgenossen, in erster Linie Angehörigen des deutschen Reiches, zu gute kommt. Die Einnahmen betrugen Mk. 22.661,31, darunter an Geschenken Mk. 10.664,39; die Ausgaben Mk. 14.858,44, so daß für dieses Jahr ein Saldo von Mk. 7802,87 bleibt. Daß für dieses großartige Werk, wenn es recht segenbringend sein und allen berechtigten Ansprüchen genügen soll, daß die Verwaltung der traurigen Notwendigkeit überhoben werde, Gesuche wegen mangelnder Mittel zurückweisen zu müssen: dazu ist es nöthig, daß noch recht viele Freunde von überall her sich zur Unterstützung einsinden. Mit einer kleinen jährlichen Beisteuer kann auch der,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.