Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 40 (22.5.1890)
- Date
- 1890-05-22
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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738 freiwilligen Schulen Englands in nichts uachstünden. Es sei bedauernswerth, sagte Rcnndella, daß es in Europa nur zwei Parlamente gebe, nämlich diejenigen von England und Italien, welche frei von antisemitischen Vorurtheilen seien. Es scheine ihm unerklärlich, daß sich in Deutschland, dem bestunterrichteten Volke, noch Leute finden, welche in dem elendesten Ueberbleibsel des Rassenhasses schwelgen. Bradlaugh, welcher zum ersten Mal nach seiner Krankheit auftrat, erklärte, er sei nicht so sicher, wie sein Kollege Mundella, daß das englische Parlament von dem gebrandmarkten Vorurtheile frei sei. Er habe jüngst als Mitglied einer Kommission die Erfahrung gemacht, daß es auch hier ein Vorurtheil gebe, wenn nicht gegen die Reichen und Mächtigen, so doch gegen die Armen; allerdings könnten diese Bestrebungen keinen Erfolg im englischen Parlament haben. Das beste Mittel gegen ein solches Treiben seien Schulen. Der Vorsitzende wies auf die Bedrückungen hin, welche die Juden noch immer in Rußland und Rumänien zu erdulden hätten. Es wurden 1400 Lstr. gezeichnet. Amerika. New-Aork. Der Ausschuß der jüdischen Wohlthätigkeits-Gesellschaft versammelte sich im Sinai-Tempel und erstattete Bericht über seine Einnahmen vom letzten Wohlthätigkeitsfeft. Die Rein- Einnahme betrug Doll. 11.623, die höchste Einnahme sämmtlicher Wohlthätigkeitfeste dieser Gesellschaft. Hiervon waren Doll. 500 eine besondere Schenkung des Herrn Bemis für das Reese-Spital. Außerdem wendete die Gesellschaft selbst diesem Spital Doll. 4500 zu, ferner Doll. 500 der jüdischen Schule, Doll. 1300 dem Arbeitsbureau und vertheilte den Rest auf viele andere Wohlthätigkeits- Jnstitute. Cincinatti, 3. April. Das Ereigniß dieser Woche bildet die Eröffnung und Einweihung des jüdischen Hospitals, eines neuen Prachtgebäudes in Eincinnatti. Derselbe wurde durch die Munifizeuz von einer Anzahl Damen dieser Stadt errichtet und eingerichtet. Nebst der Hausapotheke und dem Wärterpersonale sind 12 Äerzte angestellt. neigen. Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. 5,8 Die Kildermaren-FadM von Lazarnis Posen Wwcin Frankfurt a. M. empfiehlt ihre künstlerisch ausgestatteten isr. Cultusgegenstände: K» Chajiin, Tass, Kronen, Channkahlampen, Besomimbüchsen, Sederbfegen stände, Pokale, Weinbumpen etc. etc. und versendet Muster- Hefte nebst Preis-Courante gratis und franco. Verkaufs - Lokalitäten: Frankfurt a. 31., Berlin W., Zeil 46a., im „Hessischen Palais“. Franzos. Strasse 49, im „Faberhause“. "TO "IED Ia. Schweize r und V i m b. K ci s c, ilelicatifHßnsrijcn, in Staniolverpacknng, hochfein in O.ualität, empfiehlt (2fiSl David Bauer, Colonial- und Delikatessenhandlung. Frankfurt a. M. Referenzen: Sr. Ehrwürden Herr Dr. Breiier, Rabbiner der isr. Religionsgesellschaft zu Frankfurt a. M. ^^ie Religionslehrer-, Borbeter- .und Schächterstelle der combinuteu Gern einden Rödelmaier und Eicherhansen ist erledigt. Fixer Gehalt M. 412, freie W ohnnng nebst bedeutendem Rcbenverdienst. Reflectanten wollen sich melden an den B orstand der israel. «Gemeinde Rödelm aier, Baicrn. (267O rer Enltns-Vorstand: Hirsch Franken. esncht für Ausland ein religiöses Mädchen für Kochen und Küchenarbeit. Offerten mit Referenzen unter P. R. : an A. I. Hoffmann, Buchhandlung, Frankfurt a. M. 2390 in junger Mann, von achtbaren Eltern, sucht eine Stelle im Biehhandel, um sich darin zu vervollkoinmnen, sofort oderspäter. Offerten sind unter 0kr. 2644 an die Expedition d. Bl. zu richten. Keirath. Ein nichtiger j. Mann, Mann,actnrist, aus achtbarer, rel. Familie wünscht in ein Mannfacturwaarengeschäft einzuheirathen. Es wird ans gute, relig. Familie gesehen. Offerten mit näheren Angaben erbitte unter 8. M. 2713 an die Exped. d. Bl.