Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 34 (1.5.1890)
- Date
- 1890-05-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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^—'«H MUt^piJLiJU^ 615 griff genommenen Elsenbahnbau zwischen unserer Stadt und Jaffa werden alle Handwerker und arbeitssähige Männer genügende Beschäftigung und erheblichen Verdienst finden. Jerusalem, 4. April. Am 31. v. M. starb hier Rabbi Joseph aus Kolna im Alter von 104 Jahren. Afrika. In dem großen Zuge, der unter Stanley aus dem innersten Afrikas gekommen ist, befand sich auch ein Jude ans Tunis, der seit Jahren in Wadelai, wo Emir Pascha resibirte, Apotheker war. Derselbe wird sich in Europa niederlassen. Anzeigen. Für de« folgenden Theil ist die Redaetio« nicht verantwortlich. 518 Die Kllbermarrn-FMlk von Lazarus Posen Wwein Frankfurt a. M. empfiehlt ihre künstlerisch ausgestatteten isr. Cultusgegenstände: Ez CJhajim, Tass, Kronen, Channkahlampen, Besomlmbfichsen, $eder- Qegeustände, Pokale, Welnhumpen etc. etc. und versendet Muster- Hefte nebst Preis-Courante gratis und franco. Verkaufs - Lokalitäten: Frankfurt a. M., Berlin W., Zeit 46a., im „Hessischen Palais“. Französ. Strasse 49, im „Faberliause“. Budapest. (JD’J T"D) Heute haben wir einen herben Verlust zu verzeichnen, welcher uns sehr hart betroffen hat. Heute Morgens ist die fromme und biedere Gattin des allgemein hochgeachteten Präses der orthodoxen Durchführungscomm.ssion, Frau Rosa Reich, selig entschlafen. Den Verlust, welchen dadurch tausende Arme erlitten haben, ist unmöglich zu schildern. Die Verdienste, welche sich dieselbe auf dem Felde der Wohlthätigkeit und Humanität erworben, sind kaum zu ermessen. Ueberall, wo zu Helsen oder zu rathen war, war sie die erste am Platze, um ihre hilfreiche Hand darzubieten, sie schonte weder Tag noch Nacht trotz ihrer angegriffenen Gesundheit, um nur ihrer Lebensaufgabe, Wohlthätigkeit zu üben, vollends zu entsprechen. Welcher Kranke, welcher Arme, welcher Verlassene kannte nicht diesen hochedlen Character? Für jeden derselben hatte sie ein liebevolles Wort. Sie war eine »1 nttW im ernsten Sinne des Worte». Vom Kindersegen ausgeschlossen, erzog sie wie eine liebevolle Mutter mehrere D’Dirv, welche sie auch verheirathete. Die zahlreiche Betheiligung an ihrem Leichenbegängnisse beweist, welcher Hochachtung sich dieselbe erfreute. Von Nah und Fern kam Alles herbeigeströmt, um ihr das letzte Ge» leite zu geben. Kein Auge blieb rhränenleer bei den ergreifenden welche über ihr gehalten worden sind. Möge D"pn uns, wie auch den fchwerbetroffenen Gatten, die zahlreichen Armen, die in ihr ihre Wohlthäterin verloren, Seinen baldigen Trost spenden und wünschen wir ü"nn "insn mnx HE'SJ NDn, ihre Seele möge im Reiche des ewigen Lebens ihre verdiente Ruhe finden. Heinrich Löffler. Kürzlich erschien und ist durch mich zu beziehen: HD** FpU munnm jvy;s by "innj nwa Nim tun p^t rvbv '“id nDN ’piD by '"y dis*T? ndih .dijuid d-indi^d p*p-i P"pn |NDBnyn pna’ “Dran p niSDNn, 4° 251 Seiten. Preis 3 Mk. ÄO Pf. wofür Franco- Zusendung. A. Goldschmidt, Buchhandlung, 2149) Ham bürg. i Lelirliiios-Gesucli. Fiir mein Landesproducten-, Mehl- und Ledergeschäft, Sabat und Feiertage geschlossen, suche ich einen jungen Mann, aus achtbarer Familie als Lehrling. Kost und Logic im Hause. (2105 .Icsef Juhl, Meckenheim), R.-Bez. Cöln). Edle Glaubensgeuoffen! Wir besitzen kein Gotteshaus! Das Betlokal, das uns bisher als solches diente, ist in Wahrheit dieses Namens nicht würdig. Abgesehen davon, daß e» im Hofe eines alten Hauses sich befindet, ist es auch derart feucht, daß — es ist schrecklich daran, zu denken — zwei DHDD vollständig zu Grunde gingen und begraben werden mußten. Es ist nun unser sehnlichster Wunsch, eine neue, bescheidene Synagoge zu errichten. Von einer hochherzigen Gönnerin unserer Gemeinde haben wir bereits eine ansehnliche Summe zum Baufond erhalten. Doch, woher das übrige Geld nehmen. Unsere Gemeinde ist unbemittelt und kann die Kosten unmöglich tragen! Edle Brüder und Gchwestern! Unterstützt unser Unternehmen! Jeder trage sein Scherflein bei, damit wir noch j vor dem Herannahen der hl. Herbstfeiertage ein neues Gotteshaus seiner hehren Bestimmung übergeben können. Sr. Ehrw. Herr Bezirksrabbiner Dr. Weingarten in Ems, sowie Herr I. Kaufmann, Buchhandlung in Frankfurt a. M. Börnestraße 41, sind bereit, Gaben für diesen Zweck in Empfang zu nehmen, lieber die eingehenden Spenden wird in diesen Blättern dankend quittiert werden. Der Vorstand der EultrrSgemeiude, Grenzhauseu, Lob Baach. Die vorstehenden Angaben des Vorstandes der hiesigen Cultusgemrinde werden hiermit, als der Wahrheit gemäß, beglaubigt. Grenzhauseu, 23. April 1890. 2285) Der Bürgermeister, EorcilinS. aflHHUMBHBHaBKUMHUnUB