Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 27-28 (3.4.1890)
- Date
- 1890-04-03
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
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ür das Bw Wrthodoxe <NuderrthumÄ 3 April.I [1890 vlt^E.w 'fiU*.*; 1^1 I nz LME.. osoyn nsi eine ns rijne1? r^sca ny pn cniSaca >na Die Ltllkii Höiufcs imö der Auszug aus Cgupteu. Bon Heinrich Brngsch. „Die Ramsesstadt wird nirgends, wenigstens unter diesem tarnen, vor der Zeit des Königs Ramses II. auf den Denkmälern genannt. Ter Pharao dieses Namens hatte sie als seine „Residenz", so bezeichnen sie ausdrücklich die Inschriften, aufführen kaffen und ihr die Bezeichnung „die Stadt des Ramses-Miamun" oder kurzweg „die Stadt des Ramses", Pi Ramessu, verliehen. Ein besonderer Beiname, der für dieselbe Stadt angewendet wurde, lautet: „Die sehr starke." Im Jahre .84 seiner 67jährigen Regierung hatte der König sie vollständig ausgcführt. Die Ramsesstadt war demnach nicht nur eine königliche Residenz, sondern zugleich ein befestigter Platz, wohl geeignet, die Grenzmark zu vertheidigen. Sie mußte an der Grenze gelegen sein, und zwar im nördlichen, d. y. dem unteren Egypten, denn das sagen ausdrücklich die Papyrusterte aus. Wer von Theben aus Nil abwärts sich nach Ramses begab, wie z. B. König Ramses II. selber, bog hinter Memphis in den östlich liegenden Canal von Heliopolis ein, um auf dem Wasserwege die „Residenz" zu erreichen. In deren Nähe muß ein Hafenplatz gesucht werden, einmal bezeichnet als „Hafenort für die Schiffseapitäne, welche dem Könige die Produkte der fremden Länder bringen." Der blühende Zustand der Ramsesstadt und ihrer Umgebung, ihrer Frucht- und Blumengärten , ihre Getreidcvorrätbe, ihr Ueberfluß an Geflügel aus den Seen und in den Lüften, ihr Borrath an Fischen, ihr Wein und Del, mit einem Worte ihr im höchsten Grade cultivirter Boden verlieh der Residenzstadt schließlich jenen Reiz, den die egyptischen Schreiber der Zeit in ihren Briefen und in gehobener Sprache als „süßes Dasein" schildern. Ter Auszug der Kinder Israel fand »ach der Ueberliefcrung von Ramses aus statt. Die erste Station bildete Snkkoth d. i. das egyptische Thukot, die Gegend von Pithom. Auf ihrem weiteren Zuge „durch die Wüste am Schilfmeere", gelangten sic nach Etham, „vorn an der Wüste", dann lenkten sie um, und lagerten vor Hachiroth zwischen Migdol und dem Meere, oder bei Hachiroth am Meere gegen jBaal Zcplwn und diesenEgegenüber, schließlich vor Migdol. . Rur zwei Möglichkeiten liegen in Bezug _ __auf den Ausgangspunkt des Zuges vor. Entweder mußte sich die Ramsesstadt nördlich gr- oder westlich von Pithom-Sukkotb befunden M haben. Die westliche Lage, für welche man Ips neuerdings eintreten möchte, muß gestrichen 'werden; denn nach meinen Bemerkungen lag H Ramfes nicht im Binnenlandc, wenn weft- |§ lich von Pithom, sondern an dem östlichen jj Punkte der Grenze und in der Nähe des W Meeres. Wäre sonst die Erwähnung ihres H Hafens eine Möglichkeit °? Unter der An- |b nalnuc einer nördlichen Lage, in der Nähe L des heutigen Canales, schwinden alle die gclehrte Forschung bedrückenden Schwierigkeiten. Südwärts izieycnd, auf der westlichen Seite 'des Schilfmeeres, erreichten die jüdischen Aus- .u. Wanderer ganz natürlich Sukkoth, d. i. der e'ca nr vTy Name des Bezirkes, in welchem Pithom als