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Der Israelit · 1890-02-24 · Heft 16 (24.2.1890) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 16 (24.2.1890)
Date
1890-02-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXXI. Jahrgang. { ut^r. BuchhäudlttDsyi ^^.VKFURT jys 16. Israelit»„*Zescharun. HNstzrlfl zur FSiHmmg Md. GrMr» Mir Md. ßrdens in fjans, Gkmiidk Md Kchslr. Gentrat-Hrgau für das ortöodore Iudenthum. Herausgegeben von Lehman« in Mainz. Montag, den 24. Februar 5650 (1890). Orthoimie. AilsMüng nni Klldllng. Von Isaac Hirsch. H. Wir werden demnach so lange fortfahren müffen, das einzige, wahre Judenthum orthodoxes Judenthum und die dasselbe bekennenden und übenden Juden Orthodoxe zu nennen und von. orthodoxen Gemeinden, Schulen, Lehrern, Rabbinen und Schriftstellern zu sprechen bis es keine Heterodoxie innerhalb der jüdischen Kreise mehr gibt, oder bis die heterodoxe Reform so ehrlich sein wird, sich nicht ferner als Judenthum zu bezeichnen. Wir werden uns hierin nicht beirren lassen dürfen, selbst wenn man auf gegnerischer Seite die Dreistigkeit besitzt, uns des Starrsinns, der Beschränktheit, des Obscurantismus, der Bildungsfeindlichkeit zu zeihen. Dergleichen Anschuldigungen und Verleumdungen wurden nämlich gleich zum Beginn der Reformbeftrebungen von den jüdischen Feinden des orthodoxen Judenthums ausgeftreut und fanden leider in manchen Kreisen eine nur zu willige Aufnahme. Die frivole Lüge, daß die Uebertretung der sogenannten „Ceremonialgesetze", welchem Begriff man den größten Theil des Judenthums unterstellte, die höhere, reinere, verbesserte Auffassung des Judenthums darstelle, trat in Begleitung solcher Anschwärzungen auf. Die Friedländer und Genossen gedachten damit dem Judenthumc den Todesstoß zu versetzen. Die Cigarre am Sabbat, der Genuß vom jüdischen Religionsgesetz verpönter Speisen u. dgl. m. galt als untrügliches Zeichen der Aufklärung und Bildung und einer reineren, höheren, religiösen Erkenntntß. Ein deutscher Dichter, Fritz Reuter, gibt von dieser „Aufklärung" eine köstliche Schilderung in seinen „Läuschen un Rimels": „De jüngst nu äwerst Benjamin. Dat was de Uppverklärtst von Allen, De Schinken von drei fette Swin Un Mettwurst, Speck und suren Aal, Kort, wat en annern Minschenmagen Nicht menschenmöglich tau verdragen, Dat fratt hei Allen? in sick dal. Sin Meinung was, de Uppverklärung Set in de Swinfleisch-Speck-Bertehrung." In b:r That führte sich auch das Königlich Westfälische Israelitische Konsistorium, traurigen Andenkens, mit einer solchen „Aufklärung", allerdings schüchterner Art, als vermeintlicher Regenerator des Judenthums mit dem Befehle an alle Rabbiner des Gottlob schnell von der Bildfläche verschwindenden weiten Königsreichs Westfalen ein, daß sie durch den Genuß von Hülsenfrüchten am Peßach ihren Gemeinden mit gutem Beispiel voranleuchten sollten. Es sollte hiermit nur der Anfang gemacht werden zu der völligen Vernichtung des Judenthums und Rabbi E. Fleckeles hatte ganz recht, wenn er, diese Absicht erkennend, dagegen aus R. I. Kolon's Responsen den Satz anführte: 112 'LiD o^ienon orn 221 mya» Nin yiT pin nnn ,noin y» msns rnypa noot# 12x1x1 minn j6 ibw i.i'i an*? wrv .1112 rw 1112^2 minn pia nx D'^nn Hin '22 2021 N12'!2.1 701' IX C21l£fX1 1^32 .O’JIPÖpl Es waren die Geiger, Holdheim, Salomon u. s. w., welche in die Fußtapfen des kurzlebigen Konsistoriums traten und das Werk der Verleumdung des orthodoxen Judenthums systematisch fortsetzten. Seit dem Epoche machenden Auftreten Ben Usiels, welches mit den berühmten „Neunzehn Briefen" die glänzende Wirksamkeit Samson Raphael

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