Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 11 (6.2.1890)
- Date
- 1890-02-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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:Z7iW-' ■ "?•"■■■•! XXXI. Jahrgang. Jfä 11. Israelit «> Jeschamn. Zeltschrlst W LUrderiog jüd. Gellte« uns D. Kevrils ln Mn«. Gmelnde nun Kchnle Gentrat-Hrgan für das orthodore Zudenthum. Herausgegeben von Dr. Lehman» in Mainz. Donnerstag, den 6. Februar 5650 (1890)» Leitender Artikel. Die sociale Hkeichpeit als Gesetz in Bibel und Talmud. Von Rabbiner Heinrich Galandauer in S o b o r t e n (Böhmen). (Schluß.) Der Prophet Jesaias schleudert in seinen sprühenden Strafreden dem Volke Israel den Mahnruf ins Angesicht: „Trachtet nach Recht, helfet den Unter drückten, streitet für die Wittwe, schaffet dem Waisen sein Recht." (Jesaias, C. 1, V. 17.) i) Seiner erhabenen Phantasie schwebt das hohe Ideal vor, daß alle Völker dem Gottestempel Zuströmen werden, daß ein Tag kommen wird, wo es keine Höhen uud keine Niederungen in der Gesellschaft geben wird, wo die Mächtigen und Hilflosen in friedlichem Beisammenwohnen einander gleichgestellt sein werden und wo beide gleiche Rechte genießen werden. (Das. C. 2, V. 2, 12 u. 17 u. C. 11, V. 6.)2) „Friede, Friede", ruft der Prophet, „Friede, Friede dem Fernen wie dem Nahen, spricht der Herr." (Das. C. 57, V. 20.)3) Wie für Salomo, so ist auch für Jesaias der Zionstempel ein Bethaus für alle Völker. (C. 56, V. 7.)-*) Wir wollen hier zum Schluffe nur noch einen Ausspruch des Jüngsten der Prophenwo n:at\s nn Din’ lass? pan ntw asK'a ittm (i .(“?"’ piDD ,'N nixnu 'nt* dv »3 (3 piDö ,'3 dbo D’un ^3 nrm (2 □y 3nt ui (2"' piDs) ‘-?swi neu b2 ^yi DU hnj bj bv .(n"’ 'ENpt OM pn i»3N» np33 mp 'omn» L'33 .('3 plDD OL7) 'H ION 3np^l pin“)1? CPt? (3 .('t piDD ,i"j Dty) trayn bjb top» n^en na 'na '3 (4 ten ansühren, in welchem sich die Gleichheit aller Menschen kundgibt: „Fürwahr", spricht Maleachi, „ei nenVater h abe n w ir Alle, ein Gott hat uns Alle erschaffen, warum sollen wir Einer gegen d en Andern treulos handeln?!" (Maleachi, C. 2, V. 10.)°) In dem Talmud, welcher entweder als eine Ergänzung zum schriftlichen Gesetz der Bibel (Tradition), oder als der kompetente Erklärer und Ausleger dieses Gesetzes gilt, undWelcher demzufolge auch von den Grundprinzipien der Bibel nicht abweichen darf, findet gleichfalls das Gleichheitsgesetz und die Achtung der Menschenrechte der Niedrigen und Verlassenen in Verordnungen, Satzungen und Sentenzen beredten Ausdruck. Wir haben bereits früher Gelegenheit gehabt, als wir die Sklavengesetze der Bibel und ihre Auffassung von der Schöpfung des Menschen in Bezug auf das Gleichheitsgesetz erörterten, auseinanderzusetzen, inwieweit auch der Talmud in diesen Fragen denMens chenrechten Rechnung trägt, und wir wollen hier auch noch weitere Stellen aus demselben folgen lassen, welche dasselbe darzuthun geeignet sind. So verordnet der Talmud: „Man ist verpflichtet, die Armen fremder Bekenntnisse gleich den israelitischen Armen zu unterstützen; ihren Kranken gleich den israelitischen Trost und Heilung zu spenden; ihre Todten gleich den israelitischen pietätvoll zu beerdigen. (Gittin 61 a.) b) „Wer die Mildthätigkeit anruft, wer U3J yno un"d nnx pn ub2b tin 3« Nbn (5 pIDD ,'3 ’3N*?0) 1TIN3 DH3J »bin pp3ül 'Up Cy DH3J ’Uy pWlDD (6 .(N"y n"d ]’L3U) bN-W’ 'na ny ans:'na poipi bKitp» 'bin Dy