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Der Israelit · 1890-01-16 · Heft 5 (16.1.1890) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
31 (1890)
Issue
Heft 5 (16.1.1890)
Date
1890-01-16
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXXI. Jahrgang. M 5. Israelit »»* Jeschurun. MWst }8t FSrderW M. Grlßer Md jüd. febens in Du», Gmelllde md KWe. Gentrat-Hrgan für das orthodore Iudenthum. Herausgegebcn von Dr. Lehman« in Mainz. Donnerstag, den IS. Januar 5650 (1890). Leitende Artikel. BereK Schiraß. Xll. (Der Lobgesang der Wüste.) . II. Mainz, 13. Januar. Wir haben an der Hand des Perek Schwab uachgewlesen, Z"ß der LpbgesanF Les. Dasein Gstte^HerkMdA Erde die Lenkung dMWMÄdMO tigen Gott. Die LoHesäuseWWar Gchtnnom belehren uns in dauer der menschlichen GeMrMch.M Tode. Der Lobgefang der nieden die mesfianssche ZeitenM Erlösung. Als Gott unsere Voreltern aus schast Mizrajim's befreite, da f in die Wüste, in die schreckliche EtsMe,uw den Besitz des heUigen Landes vorMbertzpW.> W umwandelte ihnen die entsetzliche, einförmtzeMimW wüste, den Aufenthalt des Schreckens, des HungM und des Durstes in einen Aufenthalte der Freude und des Glückes. Er sandte ihnen köstliche Speise vom Himmel hernieder und ließ ihnen den erquickenden Wafferquell aus dem Felsen sprudeln. Er umgab sie mit Seinen Wolkensäulen, die von allen Setten die wilden Raubthiere der Wüste feruhielten, schützte sie mit Seiner Wolke vor den versengenden Sonnenstrahlen, netzte und kühlte durch sie den heißen Wüstensand, daß die Füße nicht anschwollen und nicht verbrannt wurden. Bei Tag führte sie die Wolkensäule Gottes, und während der Nacht leuchtete ihnen Seine Feuersäule. So brachte Er fie an Seinen heiligen Berg, wo die Majestät Gottes sich ihnen offenbarte und ihnen die Thora verliehen wurde — das größte und wichtigste Ereigniß der gesammten Weltgeschichte. Als Israel im gelobten Laude feiner erhabenen Aufgabe nicht zu genügen vermocht hatte, als es zum ersten und zum zweiten Male arm und elend die heimathlichen Stätten verlassen mußte, da war es gleichsam wiederum eine Wandlung durch die Wüste, welche Mftre Vater V4iMt chnen Mtt DckrKtt ist die re Geschichte der Sei* furchtbaren Elends, sich mit den Völkern, vermischen. Sie Wesse und Trank, in Kleidung und MammeseigenthumlichstetS als Fremde bewenn fte arm und leidet und gehaßt, wenn sich Besitz errungen selbst die schönsten und fruchtbarsten LchchMWM entsetzlichen, traurigen Wüste. Wie des MMumandererS Herz erzittert, wenn er das GeKMWm Wwen und Tiger vernimmt, so mußten die Jrchvr aller Länder stets für ihr Leben zittern, um die Wahrung ihres BesttzeS sich ängstigen. Und Asse oft wurden sie überfallen ohne Ursache und hingchnordet ohne Grund! Sie wurden beraubt und gemordet von Königen und Fürsten, beraubt und gemordet vom niedrigsten Pöbel. Es bedurfte kaum eines Anlasses, um die rohesten und wildesten Leidenschaften gegen sie zu erwecken. Selbst in den Zeiten der Ruhe, wie erniedrigend waren die Zustände, in welche die Jude ny

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