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Der Israelit · 1889-12-02 · Heft 94 (2.12.1889) · page 22

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Journal
Der Israelit
Volume
30 (1889)
Issue
Heft 94 (2.12.1889)
Date
1889-12-02
Page
– (sequence 22)
Language
German
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30 Bericht des Vereins zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina (Sitz: Frankfurt a. Hain) für das Jahr 1888. (11. Fortsetzung und Schluss.*) Urtheil des Schech Jussuph as Sadik, Geistlichen an der Aksa-Moschee und Mitgliedes des Provinzial-Schulkollegiums. (Uebersetzung aus dem Arabischen.) Das Höchste, womit der Herr den Menschen gesegnet, und wodurch Er ihn vor allen anderen Wesen ausgezeichnet hat, ist der Verstand. Dieses erkannte das Menschengeschlecht zu allen Zeiten. Kenntnisse und Wissenschaft Sind die Zierde der Menschen. Zu den Schulen unserer Zeit, deren Zöglinge sich durch Kenntnisse hervorthun, gehört die Anstalt unter der Leitung des Herrn Dr. Herzberg, in welcher zugleich die Waisen der jüdischen Gemeinde auf Kosten edler Wohlthäter erzogen werden. Die Prüfung in der arabischen Sprache fand in meiner Gegenwart statt, und die Zöglinge gingen als Sieger daraus hervor. Sie besitzen Kenntnisse und Anstand, ein Erfolg , der zweifellos den Bemühungen des Leiters und der Lehrer zuzuschreiben ist. Ich prüfte selbst die Schüler, und ihre treffenden Antworten setzten mich in Erstaunen, ein Resultat, das von der Tüchtigkeit der gen. Herren Zeugniss ablegt. Es war mir eine grosse Freude zu könstatiren, welch' hohe Wissensstufe die Kinder erreicht haben. Ich kann nicht umhin, dem Direktor und den Lehrern meinen Dank auszusprechen für ihre Bemühungen, den Schleier der Unwissenheit von den Augen der Kinder zu heben, sie zu Anstand und guter Sitte heranzubilden und ihnen die Fähigkeit zu - verleihen, sich auf eigenes Verdienst zu stützen. 5. Radjab 1306. (gez.) Chadz Jussuph as Sadik, al Imam b’il Mesdjid el Aksa asch Scharif, ein Diener der Wissenschaft. Herr Rabbiner Israel Jomtob Sirusli, früherer Chacham Baschi von Egypten, schreibt: .e"3 'rroaru rrryb run 'a tjn mV .td dtb 3nj aiupn pTNn 'am rbipw**a Drobm yaca p-nnb *) 8. Nr. 322. inrüttna -cm o'Myi O’Dirr na nob’ “wn ,fsp Jnaa-nn W) n>n noxai xsrb dto nsDina nabin nti 'imbinttm N"aain thtmt p”nj;a rrrw /ab by nnby Nbi vvn sbw no pab wwb by opyri rwb na lobb und nbipt^N awb ,ubff man nan rwpai -noVnn *raV oy tenpn rpr ssy pivba ban bjn , itnpn jwba nns: nawn obwwV n? ba Dy ,ojib6 by maa um nsrow ’jao rrrobm 'a wn ,D3wb Dwyi ona DV D'aL^n bab rronnbi awrb lyr hd Na ’D ,oniN nnoben nbyob üisa Trairrbn 1LV1N nwa rmn 'nvi ,riNin nrnob Diwn ny wn brü dn^di orro am nbNa -nob 'na b^uni iddto tppaj wai jamatm -da D'Un a->pa mrui ,on'j& by 'n rwvai "Divi noart nab' pjaa rwnb nam nan Dy nrnb owan ihn urraan .pN pnp pn obttnrv .d"d 'bn'D aiö dt bNnS' Vebersetznng. Am 25. A d a r II, 5649 hatte ich die Ehre, einer Prüfung in der Schule des Herrn Dr, Herzberg beizuwohnen, einer Anstalt, in der Waisen und arme Kinder unterrichtet werden, und welche durch seine Bemühungen täglich grössere Fortschritte macht. Wahrlich, ich habe etwas gesehen, was ich nie geahnt und erwartet hätte: eine Schule in der heiligen Stadt, in welcher neben unserer heiligen Sprache, neben Talmud und jüdischer Geschichte auch fremde Sprachen gelehrt werden. Die Kinder gaben treffende Amtworten in hebräischer Sprache und bewiesen dem Publikum ihre Kraft und Kenntnisse in der arabischen Sprache, was um so mehr zu bewundern ist, als ihnen, als Kindern von Ausländern, das Erlernen der arabischen Sprache schwer fallen musste. Dank den Lehrern, deren Müde eine grosse gewesen sein muss, bis sie die Zöglinge auf diese Stufe gebracht haben! Vom Ewigen möge ihnen ihr Lohn werden, und zu Ihm beten wir, dass sich solche Anstalten, in denen, Weisheit, Zucht und Gottesfurcht gelehrt Werden, in Israel vermehren mögen, damit wir unter den Nationen so werden, wie uns der Fürst der Propheten verheissen hat: „ein weises und einsichtsvolles Volk!* Mögen wir bald die Wiederherstellung Jerusalems schauen! Amen.

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