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Der Israelit · 1889-11-21 · Heft 91 (21.11.1889) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
30 (1889)
Issue
Heft 91 (21.11.1889)
Date
1889-11-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXX. Jahrgang. M 9t IsraelitZeschurun. Zrttslhrlst W MtlW jild. (Seines and iiiö. Gebens in Uns. Gemindr and Klhnlr. Kmtrat-Hrgan für das orthodoxe IudenLhum. M Heransgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. »M Donnerstag, den 21. November 5649 (1889). Leitende Artikel. SereK Schirah. Mainz. 18. November. I VI. I (Das Loblied der Erde.) " III. Zu den bereits besprochenen Versen aus den Psalrren fügt Perek Schirah die Worte aus Jesaias hinzu: „Und ferner heißt es: „VoiLEnde der Erde Gesänge wir haben vernommen: Herrlichkeit dem Gerechten." *) Die Erklärung dieser Hinzusügung wird sich auS dem Schluffe der Boraitha im Traktat Chagigahfergeben. Rabbi Jose hat gelehrt, daß die Welt auf den Säultn ruhe; nun kommen Andere und bestimmen die Zahl der Säulen. Die Weisen lehren, es seien zwölf i Säulen, wie es heißt: Er wird feststellen die Mbiete der Völker nach der Anzahl der Kinder Israel. Zwischen Rabbi Jose und den andern Weisen herrscht in Bezug hierauf keine grundsätzliche Meinungsverschiedenheit. Nach Allen ist hier nicht von materiellen Säulen die Rede. Während sich jedoch Rabbi Jose auf die Säulen bezieht, die im ersten Capitel der Sprüche der Väter als die Grundlagen der Welt angegeben werden, gehen die Andern von einem andern Gesichtspunkt aus. Wir glauben nicht zu irren, wenn wir die hier einfach als „die Weisen" Bezeichneten identisch halten mit denen, die anderswo als niDiBn »»in bezeichnet werden. Diese lehren h'iun .rviwi ,rmro rvsMO bxiw' BH'p itdtd rvtcrsn *) In manchen Gebetbüchern ist beim Abdruck des Perek Schirah auch der Schluß des Verses hinzugefügt; es ist jedoch klar, daß dies eine unberechtigte und willkürliche Ergänzung ist. WNnn. Das Wort „Vereschith" am Anfänge der Thora deutet hin auf Israel, welches Reschith, Erstling, genannt wird, wie es heißt: Heilig ist Israel dem Ewigen, Erstling Seines Ertrages. Wir hätten demnach die ersten Worte der Thora folgendermaßen aufznfassen: Um des Erstlings, das heißt, um Israels willen hat erschaffen Gott die Himmel und die Erde. Demnach ist Israel, das heißt, dasjenige Volk, welches sich aus der Menge der Geschlechter der Menschheit so herausbitden wird, daß es gewürdigt werden kann, die Thora zu empfangen und der Träger des göttlichen Namens auf Erden zu werden, der Endzweck der Schöpfung. Der Baum, dessen zwölf Aeste die zwölf Stämme Israels bilden, ist es gleichsam, von welchem die Erde getragen wird, und diese zwölf Stämme sind die Säulen des Wellkörpers, den wir bewohnen. Einige, so fährt unsere Boraitha fort, lehren, daß die Zahl der Säulen sieben sei, wie es heißt: Sie hat ausgehauen ihre Säulen sieben. Der Vers lautet vollständig: Die Weisheit hat gebaut ihr Haus, sie hat ausgehauen ihre Säulen sieben. Man darf wohl annehmen, daß die in unserer Boraitha als „Einige" bezeichneten Weisen derselben Ansicht v sind wie diejenigen im Traktat Sabbat, welche an-4 lehllend an denselben Vers die Thora statt in fünf, in sieben Bücher eingetheilt wissen wollen. Warum soll die Zahl der Säulen, auf welchen das Haus der Weisheit beruht, sieben betragend Don Jizchak Arama, der Verfasser des Werkes Akedath Jizchak, gibt uns auf diese Frage Antwort. Jede Religion hat ihre Grundlehren (Dogmen). Die Zahl derselben im Judenthume wird von den großen Gelehrten verschieden bestimmt. Maimonides zählt deren 13- Rabbi Joses Aldo, Verfasser des Buches Jckarim, saßt sie in drei zusammen. Don Jizchak Arama gibt deren 7 an, indem er Alles

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