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Der Israelit · 1889-06-27 · Heft 51 (27.6.1889) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
30 (1889)
Issue
Heft 51 (27.6.1889)
Date
1889-06-27
Page
– (sequence 18)
Language
German
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878 griechisch-orthodoxen Kirche, das dieser Monarch selbst dem Kloster zum Geschenk gemacht hat. An der Seite dieses Bildes befinden sich die Porträts der Könige von Griechenland und Serbien, welche zwei Länder gleichfalls die orthodoxe Kirche als Staatskirche verehren, und der beiden griechischen Patriarchen von Konstantinopel und Alexandrien, unter deren Aufsicht das genannte Kloster steht. Jndeß gewährt dieses Kloster auch den Gelehrten und Forschern anderer Völker und Kirchen Gastfreundschaft und Obdach, und schon mancher deutsche und englische Gelehrte hat in der Bibliothek und dem Archive dieses Klosters manchen interessanten historischen und theologischen Fund gemacht. Jedoch läßt die Straße von hier nach dem Berge Sinai noch viel an Sicherheit und Bequemlichkeit zu wünschen übrig, da dieselbe sich gänzlich in den Händen der Beduinen befindet, die sich nur zu oft einen Angriff auf das Leben oder wenigstens den Sack der Reisenden erlauben. Die egyptische Regierung hat es indeß in der letzten Zeit verstanden, die ScheikhS einiger Beduinenstämme, die zwischen der Küste und dem Berge Sinai Hausen, durch Geld und Geschenke für sich zu gewinnen, die ihrerseits dafür versprachen, den Reisenden gegen einen mäßigen Wegezoll sicheres Geleite zu gewähren. Die Pilgerfahrten nach dem Berge Sinai dürsten dadurch einen neuen Aufschwung nehmen. Durch das fleißige Herbeiströmen von europäischen Gelehrten und Naturforschern dürfte es dann auch gelingen, ein wichtiges Räthsel, das der Berg Sinai in sich birgt und für das man bisher vergeblich eine Erklärung gesucht hat, zu lösen. Während der heißen Tagesstunden hört der Reisende sehr oft, wenn er auf einem der drei Gipfel dieses Berges steht, ein Stöhnen und Aechzen, das einem langgedehnten „ang" gleicht und von unsichtbaren Geistern herzustammen scheint. Mehrere moderne Naturforscher wollen dies dadurch erklären, daß die vielen Sandhügel in der den Berg von allen Seiten umgebenden Wüste von der glühenden Mittagssonne zusammengezogen werden und dadurch entstehe der genannte Ton. Diese Erklärung ist jedoch nicht stichhaltig, da es auch in der syrischen und arabischen Wüste, ebenso auch in der Sahara große Sandhügel gibt, die doch gewiß auch von der Mittagssonne zusammengezogen werden und dennoch keine Töne vernehmen lassen. Auch die zwei anderen Erklärungen, daß das Brüllen der nahen See ein Echo in dem Berge finde oder, daß die in den zahlreichen und engen Felsenklüften des Berges eingesperrte Luft durch die Mittagssonne erwärmt und verdünnt werde, so daß sie dann schneller entweichen könne, bieten keine genügende Erklärung für diese sonderbare Naturerscheinung. Wir stehen hier vor einem phisikalischen Räthsel, das unser Erstaunen erregt. Ja, die Araber haben eine schnelle und leichte Lösung für diese sonderbare Naturerscheinung gefunden. Sie behaupten nämlich, daß Korach und seine Söhne, die hier von der Erde verschlungen wurden, dieses Geächze und Stöhnen ertönen lassen. nMgen. Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. ££ine geprüfte Lehrerin, die der engl. und sranzvs. Sprache mächtig ist, auch Kenntnisse in Handarbeiten und Musik befitzt, für ein Pensionat gesucht. Offerten besorgt die Exped. d. Bl. unter Nr. 2859. <\$ suche für meinen Sohn mit einjähr. <Vj Berechtigung zur weiteren Ausbildung in einem großen Manufakturwaarengeschäft en dfetail, das rot# geschlossen, eine Stelle als Volontair. Derselbe war bisher im elterlichen Manufakturwaarengeschäft chätig. Kost und Logts, wenn möglich, im Hause. Offerten anter A H 3366 sind I an die Exped. ds8. Blattes zu richten. * /Lin Wittwer, anfangs 40erI., mit einem Kinde u. gut. rentabl. Geschäft, wünscht sich mit einem Mädchen ähnlichen Alters zu verehelichen; Wwe. ohne Kinder nicht ausgeschlossen. Auf große Mitgift wird nicht reflectirt. Persönlichkeit Hauptsache. Offerten unter 3480 befördert die Expediiton dieses Blattes. mein am Samstag und israel. Feierö tage streng geschloffenes Manufactur- und Herren-Confections-Geschäft end6tail suche per sofort einen angehenden Commis, der sowohl mit Buchführung vertraut ist, als auch Branchekenntnisse besitzt. 3351 Gießen. I. Klippstein. Bolontärftelle-Gefuch. Ein 16jähriger armer Waisenknabe, Schneiderlehrling, sucht zur weitern Ausbildung und Vervollkommnung in seinem Beruf als Volontär Stelle in einem Herren- Confections-Geschäft oder bei einem tüchtigen Schneidermeister, vorerst ohne auf Gehalt zu reflectiren. Offerten unter D. B. 3494 befördert die Expedition dieses Blattes. u echt Pergamentpapier, c\j farbige Flaschen und Packpapiere empfiehlt die Papiermanufaetur J. I«evi, 3497 Frankfurt a. M., Bleichstr. 42.

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