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Der Israelit · 1889-05-02 · Heft 35 (2.5.1889) · page 21

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Journal
Der Israelit
Volume
30 (1889)
Issue
Heft 35 (2.5.1889)
Date
1889-05-02
Page
– (sequence 21)
Language
German
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Jk. ir ll-O-M OSES^ __fe^gifürb a _ WrthodoLe MuderrthumÄ ■/»BQ Nr. 4.] Mlull er für die israelitische Schule. [2. Mai. (Erscheinen in zwanglosen Nummern.) mmOr Inhalt: Anregung bez. Vorschläge zur Gründung eines allgemeinen deutsch.-israel. Lehrerbundes. — Allerlei. — Bücher- Markt. — Anregung ne?. Vorschläge?nr Gründung eines allgemeinen deutsch-israel. Kehrerdnudes. Von Wolff-Aurich. (Schluß.) Lassen Sie mich nur noch erwähnen, daß die christliche Lehrerschaft schon längst von der Nothwendigkeit und von der Bedeutsamkeit eines derartigen Bundes erfüllt und überzeugt ist; mrd gewiß gehören auch manche unserer jüd. Kollegen dem allgemeinen deutschen Lehrerbunde an, der jüngst, im Jahre 1887, in welchem dieser Vortrag gehalten wurde, zu Gotha seine 29. Generalversammlung abgehalten hat. Der Zusammentritt zu diesem Verbände war ein Act der Nothwendigkeit, der Selbsterhaltung bezwecken und das Standesbewußtsein heben sollte. Dieses Standesbewußtsein aber geht uns jüdischen Lehrern leider noch ganz ab, und alle unsere Lehrervereine und Versammlungen haben in diesem Punkte bisher nichts erstreben können. Eine ganze Anzahl unserer Kollegen stehet da, inmitten der Gemeinden, wie versprengte Schafe, die keinen .Gürten haben, und sich in der Wirrniß selbst überlaMl sind. Und diese Vereinsamung und dieses Selbstüberlassensein war wahrlich nicht dazu angethan, unsere Stellung in materieller und in sozialer Hinsicht zu heben. Jeder gehet da seinen eigenen Weg; und wie viele mögen gerade dadurch ihren Untergang gefunden haben, weil sie der Stütze und des Wegweisers im Amte entbehren mußten! Das gemeinsame Vorgehen unserer christlichen Kollegen hat ihnen auch bereits schöne Erfolge gebracht, die Beweise dafür bilden die jüngsten Vorgänge gelegentlich des Zustandekommens des Gesetzes über die Pensionirung der Lehrer im preußischen Abgeordnetenhause. Solche Errungenschaften hätte die christliche Lehrerschaft sicherlich nicht verzeichnen können, wenn jeder Einzelne den Weg für sich alleineingeschlagen haben würde; darum lassen Sie auch uns ans Werk gehen, um die isr. Lehrer im Reiche zu einer einheitlichen Verbindung zu bewegen. Dieses müßte aber nach meiner Meinung in folgender Form geschehen. Zunächst sind alle Vorstände aller bereits bestehenden Lehrervereine von unserem Plane in Kenntniß zu setzen, und zwar mit dem Ersuchen, diesen Gegenstand auf die Tagesordnung für die demnächstige Konferenz zu setzen, um hernach zu gemeinsamen Berathungen behufs weiterer Anbahnung und endgiltiger Organisation zusammentreten zu können. Man halte mir nicht vor, daß meine Idee überhaupt schon darum zwecklos sei, weil bereits andere Vereine, wie die Achawa, die Hann. Unterstützungskasse u. s. w. mit gutem Erfolge in der Selbsthilfe thätig sind. Bedenken wir aber doch nur, daß die genannten Vereine nur einseitig wirken und dazu da sind, den abgestorbenen

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