Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 30 (1889)
- Issue
- Heft 28 (8.4.1889)
- Date
- 1889-04-08
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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520 an dem Wider st andederRegierung scheiterten. Die Gleichberechtigung ist, wie Wolf nachweist, in der Praxis noch nicht ganz durchgeführt. Trotzdem in Oesterreich so viel über „Verjudung" geklagt wird, sind die Juden in den Staatsämtern geringer vertreten, als ihrer Zahl entspricht, und wenn auch einige von ihnen Hofräthe geworden sind, so hat es doch noch keiner bis zum Bezirkshauptmann gebracht. Noch weniger Avencement finden sie auf dem Gebiete der Rechtspflege, wo sie selten über die untersten Stufen hinausgelangen. Die bedeutenden Leistungen von Juden auf dem Gebiete der Wissenschaft haben insofern Anerkennung gefunden, als ihrer mehrere Professuren an Universitäten bekleiden. Hier, sagt Wolf, wo die Vorschläge zur Besetzung Her Lehrkanzeln von den Fakultäten ausgehen, die denn doch nicht über bedeutende Kräfte hinweggehen können, weil sie jüdische sind, werden doch Juden nur ernannt, wenn sie besonders tüchtig sind; an den Mittelschulen aber finden Juden nur selten Anstellung. Unser Autor ist zufrieden, daß wenigstens das Prinzip gewahrt ist und meint „das Andere wird sich im Laufe der Zeit finden." Wir wenden uns daher zu einem zweiten Merkchen, der Festschrift der Gesellschaft für die Geschichte des Protestantismus in Oesterreich: „Kaiser Franz Josef I. und die evangelische Kirche von Dr. Ch. Alphonse Witz (Wien, Manz'sche Buchhandlung, 1888). Protestanten und Juden waren in Oesterreich lange Zeit Leidensgefährten, und wenn erstere auch nie so bedrückt und beschränkt waren, wie die Juden, so wurden sie dafür von den Zeloten um so mehr gehaßt und gefürchtet. Sie hatten auch mehr von der Proselytenmacherei zu leiden, zu einer Zeit, als man die Juden schon als unverbesserlich aufgegeben hatte. (Fortsetzung folgt.) Wochen - Kalender. Freitag, 12. April, 11. Nissan. Samstag, 13. April, 12. Nissan ^nn rn ,OriN Sabbat-Ausgang 7 Uhr 35 Min. (Mainzer Uhr). Sonntag, 14. April, 13. Nissan Briefkasten der Redaetion. Es sind uns von den verschiedensten Seiten zahlreiche Correspondenzen über stattgehabte Purimfestlichkeiten zugegangen. Dieselben sind theilweise von nur lokalem Interesse, theilweise zur Veröffentlichung überhaupt nicht geeignet. In einem Orte hat man einen förmlichen Fastnachtszug veranstaltet mit Darstellungen, die mit der Purimgeschichte nicht das Geringste gemein haben. Und darüber fallen wir noch lobend berichten? a Abonnement»- und Iriseratenannahrne f§ 3 für Frankfurt a M. bei 2. Kauffma»«, Buch. K SL tfanbl , für Würzburg belIoeot» Kamderg»»; M für München bei gp. Kettelhriru, Färbergraben tg M 29; für Fürth in Bayern bei M. Dörnberger, « ßj hebr. n. deutsch» Buchhandlung. |j? A Abonnements-und Inscratrnannahrn« j für Hamburg bei A. Gotdfehmlbt, Buch. > 31 Handlung, Üohlhöfen Nr. 25; für Aöln bei > MKeo Frank, Probsteigasses?; in Böhmen,, D Mähren u. Österreich. Schlesien bei Jacob! " K. Kranbei», Buchhandlung in Prag. ^ür den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. in junger Mann, der perfekter Schochet ist und das Porschen ganz und gor versteht, wird zum sofortigen Eintritt auf 3—4 Monate zu engagiren gesucht. Solche, welche die Fähigkeit haben, Kindern Religionsunterricht zu ertheilen, erhalten den Vorzug. Vollständige Verpflegung im Hause. Polen und Russen sind ausgeschlossen. Reflectanten wollen ihre Offerten nebst Zeugnissen und Angabe der Gehaltsansprüche unter 8. M. 1633 an die Exped. d. Bl. einsenden. in geprüfter Lehrer, welcher in allen Zweigen des Elementaru. Religionsunterrichtes, sowie in der lateinischen, griechischen u. französischen Sprache Unterricht ertheilen kann, sucht Stellung als Hauslehrer oder als Gemeindelehrer. Offerten find unter J. G. 2162 an die Exped. dsS. Blattes zu richten. ros by Colonialwaaren und Conserven, als: Kaffee, Zucker, feinste Chocoladeu, sowie Eaeao, Thee, Boltjes, eingemachte Spargel, Butter und Käse, ferner feinste Mesfina-Apfelffnen und Citronen empfehle zu den äußersten Preisen; besonders mache darauf aufmerksam, daß Letztere durch Hamburgs Eintritt in den Zollverein sich nur um Weniges vertheuert haben, mithin sich der Bezug von Hamburg gegen andere Städte wesentlich vortheilhafter stellen wird. Preiscourante sende auf Verlangen zu. Um rechtzeitige Aufiräge bittet Gabriel Heymanu, Hamburg, Gänsemarkt Nr. 3. Fernsprecher Nr. 187, Amt I. (2050 Auskitndig«ilg einer Borfängern. Schächterftelle. Heidelberg, 3. April 1889. Nr. 328. Die Vorsängeru. Schächterstelle in Hoffenheim bei Sinsheim, mit welcher ein fester Gehalt von 600 M., freie Wohnung und Nebeneinkommen verbunden ist, soll auf 1. Mai l. I. neu besetzt werden. Tüchtige, gut empfohlene Bewerber wollen ihre mit Zeugnißabschriften belegten Meldungen baldigst gelangen lassen an die (2135 Bezirks-Synagoge, Heidelberg. Altes jüdisch-deutsches ^DTYD’nn (für Frauen) zn kaufen gesucht. Offerten unter Nr. 2139 befördert die Expedition dieses Blattes.