Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 30 (1889)
- Issue
- Heft 23 (21.3.1889)
- Date
- 1889-03-21
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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430 Hamburg. Dem Rechenschaftsbericht des israelitischen Feuerungs-Vereins von 1855 entnehmen wir: Die Mitgliederzahl betrug Ende 1888: 1074. Die Einnahme aus den regelmäßigen Beiträgen belief sich auf M. 4578. Der Verein erhielt M. 3300 Legate und 383 Geschenke. Trotz einer Extra-Verloosung haben wir dennoch die Freude, in Folge der uns zugewandten Legate, auch für das verflossene Jahr eine Aufbesserung des Vereinsvermögens zu konstatiren und zwar hob fich dasselbe in 1888 auf M. 28852.76 Pfg. Der Vorstand des Vereins hofft, daß die Freunde desselben auch fernerhin durch Zuführung von neuen Mitgliedern und Geschenken ihr Interesse für den edlen Zweck, den der Verein verfolgt, bekunden werden, damit der Verein seine segensreiche Thätigkeit fortzuführen und auszudehnen im Stande ist. Hochstadt b. Hanau. Wiederum ist die Zahl der „wahren Israeliten" um einen verringert worden. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren pensionirten Lehrer Herrn Leon Kr auß am 5. März von seinem irdischen Wandel abzurufen. Er ging nach dem benachbarten Dörnigheim, um dort seines Amtes als uroff zu walten. Bei seinem Eintritt in das Zimmer des Metzgers stieß ihm ein Herzschlag zu, an dessen Folgen er innerhalb 5 Minuten zur Leiche wurde. Wenn er auch kinderlos dahinschied, so sind doch sehr Viele da, die ihn beweinen; nicht nur die hiesige Gemeinde, sondern auch noch viele umliegende Gemeinden, die seine milde Hand jetzt sehr vermissen. Leipzig. In Chemnitz fand eine Pastoren- Versammlung statt, die sehr zahlreich besucht war. Die Hauptredner: Hosprediger Dr. Löber aus Dresden und Oberpfarrer Thomas sprachen von den gefährlichen Einflüssen und der Ueberhandnahme der jüdischen Elemente in Sachsen. Sachsen hat unter 3 Millionen Einwohner 6000 Israeliten!! In Leipzig hat ein reicher Bürger letztwillig der Stadt 100,000 Mark vermacht mit der ausdrücklichen Bestimmung, die Zinsen nur für christliche Arme zu verwenden. Wie viele jüdische Stiftungen bestehen hier, die alle Armen, ohne Unterschied der Religion, bedacht haben! K. W. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Pefth. Als Kronprinz Rudolf von Oesterreich einstmal eine ungarische Volksschule mit seinem Besuche beehrte, fragte er den Vortragenden Lehrer: „Wie viele Kinder besuchen Ihre Schule?" Der Lehrer erwiederte: Wir haben 38 Schüler und 5 Juden. Worauf der Kronprinz ergänzend hinzufügte: „Und einen stupiden Volksschullehrer." (Budap. Tagebl.) neigen. Für den folgenden Theil ist die Redaetion nicht verantwortlich. (Eingesandt.) Speyer. (Auszeichnung.) Dem in weiten Kreisen bekannten Großherzogl. Bad. Hof-Lieferanten I. C. Eberhardt dahier (Groß-Handlung in Fluß- und Seefischen) wurde der Titel eines Königl. Bayer. Hof- Lieferanten verliehen. Fräulein gesucht für drei Mädchen im Alter von 9 bis 13 Jahren zum Unterrichten in Sprachen, Klavier re. Offerten mit Photographie find unter H. N. 40 postlagernd Frankfurt a. M. zu richten. /^in braver Junge, welcher die Bäckerei erlernen will, kann pr. sofort in dir Lehre treten. Samstage und Feiertage geschlossen. E. Roßmann, 1811 Echzell i. d. Wetterau. Lauche per sofort oder später einen Vertreter als Vorbeter und Schochet. Kost und Logis im Hanse. Offerten unter G. H. Nr. 1813 an die Exped. d. Bl. erbeten. <7^n meinem Manufactur-, Mode-, Tuch- (\) und Weißwaarcn - Geschäft ist eine Lehrlingsstelle zu besetzen. Samstag und Feiertage streng geschlossen. Kost und Logis auf Wunsch im Hause. Ferdinand Wertheimcr, 1859) Bad Homburg. ä s -Sf o*« S *53 J. C. Eberhardt, Speyer am Rhein. . Königl. Bayer. & Grossh. Bad. Hoflieferant. |? g Gross-Handlung in Fluss- «nd See-Fiscben, S .2 L) (2335) g Mheinlschs bischer«!. Prompte, billige und gute Bedienung. do