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Der Israelit · 1889-03-21 · Heft 23 (21.3.1889) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
30 (1889)
Issue
Heft 23 (21.3.1889)
Date
1889-03-21
Page
– (sequence 12)
Language
German
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424 völlig klar, daß alle „Einzelindividuen" derselben und auf einmal, folglich in kollektiver Weise naturalisirt werden sollen! Wenn die Kollektivität der 1878 bezw. 1879 in Rumänien vorhanden gewesenen Israeliten die Bürgerrechte erhalten hätte, so wären seitdem die Naruralisationsgesuche und- Bewilligungen in der That blos „individuell", d. h. an im Lause folgender Jahre sich meldende einzelne Personen zu ertheilen gewesen. Der vielfache Exminister hat sich aber sehr diplomatisch in Acht genommen vor allen diesen den Thatsachen entsprechenden Erwägungen und vor der sich von selbst ergebenden Schlußfolgerung, statt der „individuellen" die „kollektive" Naturalisation zu setzen! Was man aber in Rumänien unter „kollektiv" versteht, das hat das Mitglied des Jndigenats- Ausschuffes Caracostea in gewisser, höchst origineller Weise nahegelegt: „Ein Nebel ist allerdings vorhanden", sagte er; „ich begreife es ebenfalls nicht, warum das Votum „über die „Anerkennungen" (sogen. „Rumänen) individuell geschehen und warum man es nicht zulassen soll, daß die Kommission einen einzigen Bericht über mehrere Anerkennungsgesuche mache. (!) Dies heißt also „wasche mir den Pelz und mache ihn nur nicht naß". Als ob ein solches rein technisches und mechanisches Verfahren nicht das Nämliche, d. h. individuelle Naturalisirung wäre! So stehen wir nicht blos auf dem alten Fleck, sondern in anderer Form sind auch noch neue Hindernisse entstanden. Dies sind die Folgen sinnloser Gesetzemacherei, des Geflunkers mit leeren Reden, der Zweideutigkeit, in welcher man sich seit zehn Jahren bewegt und der „individuell" zu ertheilenden Naturalisationen. Indem man es vermeidet das Kind beim rechten Namen zu nennen, immer etwas Anderes sagt und etwas Anderes meint, kommt inan allemal in ein anderes Dilemma, so daß man sich schließlich in dem ganzen Wust von Gesetzen und Maßnahmen nicht mehr zurechtfinden kann und zu Palliativmitteln greifen muß, die ein Uebel heilen sollen, dafür aber zwei andere erzeugen. Ein einziges Mal, wenn man ehrlich sein und eineKollektivnaturalisation aller Israeliten aussprechen wollte, würden alle die Winkelzüge, die bis jetzt in unzähligen Formen gebraucht wurden, wegfallen und es würde der normale Zustand eintreten, der in anderen Ländern diesbezüglich herrscht, auf den wir aber — gleichgültig unter welchem Ministerium — nicht rechnen können! Ltramtemvnt«- and 3nferoienon««»J;m» M für Frankfurt a ITT. bei I. gtotlfftttatttt, Buch, «g! handl; fürwürzburgbrlIarot»Hamberge»; U , für München bei M. Hettelbeim, Färbergroben U 12J; für Fürth in Bayern bei M. f örnberger, r* tjebr. a. deutsche Buchhandlung. / M Abonnements und Inseralenannahme 8 Z für Hamburg bei A. Golbfchmtbt, Buch. M M Handlung, Äohlhöfen Nr. 35; für Köln bei IS W Koo tfrattfe, ssrobsteigaffe \7; in Böhmen, A H Mähren u. Österreich. Schlesien bei Karat» fjr H K. Hranbets, Buchhandlung in Prag. A $üv den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Jschwarz, weiss und farbig, in unttber-® troffener Auswahl, in einzelnen Kleidern,® direct an Privatleute zn Fabrikpreisen: Atlasse, Merveilleux, Ripse, Streifen,® Damaste, Sammte und Peluohe per Meter M. 1.15 bis M. 8. — Proben porto-1 frei (956) Michels & Co., vorm. F. Gugenheim, Crefeld. | /ffin« perfekte, auch in Hausarbeit er fahren« Köchin mit guten Zeugnissen und Referenzen wird zu möglichst sofortigem Antritte gesucht von Frau Landrabbiner D. Gronema««, 1881 Hannover. /gesucht zum 15. Mai für die Provinz Hannover, am liebsten aus derselben, ein anspruchloses junges Mädchen, welches sich keiner häuslichen Arbeit scheuet, zur Stütze. Offerten unter M. L. Nr. 1892 an d. Exp. d. Bl. erbeten. /Luche für mein am Sabbat und Jontef w geschlossenes Metzgergeschäft, per sofort oder später einen tüchtigen, akuraten Gesellen. 1867 Ww. I. Himmelsteru, Beverungen a. d. Weser. Qum sofortigen Eintritt wird von einer cO kleinen Familie ein Müdchen gesucht, welches perfect kochen kann, gegen gutes Salair. Offerten unter 8. M. Nr. 1845 an diedie Exp. d. Bl. erb. Jahrzeits - Tabelle«,!!! 1lt* ff mit 50jähriger Berechnung, verfertigt kalligraphisch und schönstens ausgeführt, und versendet franco für fl. 1.20 bis fl. 4 der ergebenst um recht zahlreichen Zuspruch bittende Majer Salzer, Szegszärd (Ungarn). NB. Bei Jahrzeitstabellen ist bloß der volle Name und der Sterbetag des Betreffenden anzugeben. 1840 Das Optisch - Mechanische Institut von A. Reith, Berlin C., Burg-Str. 27. 27 a., empfiehlt Brillen, Pincenez, Operngläser , Reißzeuge rc. rc. zu mäßigen, festen Preisen. Auswahlsendungen an Bekannte bereitwilligst, sonst Voreinsendung des Betrags oder Nachnahme. Am Sabbat u. an den Feiertagen geschlossen. (1891

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