Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 30 (1889)
- Issue
- Heft 21 (14.3.1889)
- Date
- 1889-03-14
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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g ^orthodoxe «MuderrtkumÄ 14 März^ <*£> nmc und 282 nyen <*£ (Eine Humoreske.) er cmE und der 282 nyE'H Einst inachten eine Wette, Und fragten deßhalb an beim 22, Wer mehr ,2L7Nj7 hätte. Der 22, ein sehr gewandter Mann, Besonders im Entscheiden, Es doch so schnell nicht sagen kann, Wer sie gewinnt von Beiden. Bis jetzt ward freilich ihm noch nicht (bestellt 'ne solche Frage, Drum hält er es für seine Pflicht, Die D'J'2 nachznschlagen. Der “ny wird gebracht, Um ihnen zu begründen, Bei welchem wohl die größte Fracht Von Heiligkeit zu finden. Der 282 iiyttfn ward eingesetzt, Als eh'mals ging verloren Der Tempel, der so hochgeschätzt, Von Gott war auserkoren. Er ist als wicht'ger Tag bekannt Bei allen uns'ren Frommen, Und wird der „Schwarze" wohl genannt, Weil Freude ihm genommen. Der 282 nyi£Tl, schon siegsbewuht, Fängt an zu triumphiren. Drauf spricht der 22: „Nicht gleich bestußt! Kannst immer noch verlieren." Als Haman, dieser Bösewicht, Die Juden wollte tobten, Da war's der 282 ny&?n doch nicht, Der half aus allen Nöthen. Da kam der D’21D erst herbei, Als Retter in der Noth; Er machte alle Juden frei, Trieb Haman in den Tod. Wenn alle Feste, wie sie sind, Auch würden einst vergehen. Der D’21D, unser jüngstes Kind, Wird ewiglich bestehen. Das ist ein Satz, der schwarz auf weiß Im 25>2' ist ZU finden; Gewiß ein sicherer Beweis, Die Heiligkeit zu künden. Der 282 nyiJTl darauf fällt ein : Der Grund wird doch wohl hinken; Das kommt daher, O'2l2 fein Man speisen soll und trinken. Drum wird er respectirt gar sehr Von Frommen und von Neuen. Von letzteren allerdings schon mehr, Sich selber zu erfreuen. Nach mir ist deßhalb kein Begehr, Weil Niemand fastet gerne; Daß D’2'!2 also wicht'ger wär' Liegt noch in weiter Ferne. Der 22 darauf gesprochen hat Noch manches Wort darüber; Doch kommt er zu dem Resultat: „Der E'2'ß ist mir lieber". A. 0. Dev T Leib war mit seinem Frühstück zu Ende und machte sich ( daran, seinen Geschäften nachzugehen. Es war eine hohe,! knochige Gestalt mit melancholischem Gesichtsausdrucke, < hielt sich etwas gebeugt und in seinem ganzen Wesen widerspiegelte sich seine gedrückte Gemüthsstimmung. Und fürwahr, er hatte auch Grund hiezu! War doch sein Tagwerk kein leichtes, und seine täglichen Geschäftsgänge von Spott und Demüthigung begleitet. Jede Lakaienseele glaubte sich berechtigt, den Trödeljuden verhöhnen und ihm geringschätzend begegnen zu dürfen. Ja, „Leybus" war in der „Stadt" eine bekannte Erscheinung und das Gesinde in den Herrschaflshäusern empfing ihn mit vornehm herablassender Miene, denn der „Jude" war ein guter Abnehmer für alte Kleider und zahlte gewöhnlich einige Procente mehr als seine Berufsgcnossen. Und um leben zu können, seiner kranken Frau wegen,