Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1889-03-07 · Heft 19 (7.3.1889) · page 17

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
30 (1889)
Issue
Heft 19 (7.3.1889)
Date
1889-03-07
Page
– (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2446951-2447947-2447967--28151-2475819
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

XXX. Jahrgang. Zweite Berlage jit .VlOiies „Israelit" & „Irschurun". Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Frankfurt a. M., 23. Februar. Dem soeben erschienenen 24. Rechenschaftsbericht des Lehrer- Unterstützungsvereins „Achawa" entnehmen wir das Folgende: In fortgesetzter und erfreulicher Arbeit ist das Jahr 1888 zu Ende gegangen, und mit freudiger Genugthuung können wir das Wirken der Achawa wieder als ein segensvolles bezeichnen. Wir vermochten sämmtliche an uns gerichtete Gesuche in genügender Weise zu berücksichtigen und in vielen Fällen augenblicklicher Roth oder plötzlicher Erkrankung helfend und rettend einzugreifen. Aus dem Reservefond verabreichten wir M. 1810, während die zu Jahresunterstützungen bestimmte Summe sich auf M. 9650 belief. Es kamen somit im Ganzen im abgelaufenen Jahre M. 11460 zur Vertheilung. Von den mit Jahresunterstützungcn Bedachten kommen auf Anhalt 1, Baden 7, Bayern 14, Coburg 1, Hamburg!, Hessen (Großherz.) 5, Lippe 1, Meiningen 1, Sachsen (Kgr.) 1; Preußen: Prov. Brandenburg 1, Hannover 4, Hessen-Nassau 14, Posen 1, Sachsen 1, Schlesien 1, Schleswig-Holst. 1, Westfalen 2, zus. 57. Bon den aus dem Reservefond Unterstützten entfallen auf Anhalt 1, Baden i, Bayern 3, Hamburg 1, Hessen (Großh.) 4, Meiningen 1, Oldenburg 1, Weimar 1; Preußen: Prov. Hannover 1, Hessen-Nassau 8, Posen 1, Rheinprovinz 1, Schlesien 1, Westfalen 1, Westpreußen 1, zus. 27. Mit vollem Recht und mit befriedigendem Bewußtsein darf sich die Achawa sagen, daß es ihr auch im abgelaufenen Jahre gelungen ist, manche bekümmerte Herzen getröstet und das harte Loos trauernder Wittwen einigermaßen gelindert zu haben. Daß die Achawa allmählich auch in weiteren Kreisen die erstrebte und wohlverdiente Anerkennung gefunden hat, beweist uns zu unserer Freude, der im Laufe dieses Jahres in den Städten Mannheim, München und Wiesbaden, sowie im vorigen Jahre in Mainz erfolgte zahlreiche Beitritt von Ehrenmitgliedern. Gerne geben wir hierbei die Hoffnung und dem Wunsche Raum, daß dieses edle Beispiel auch in den übrigen wohlthätigen israelitischen Religionsgemeinden unseres deutschen Vaterlandes vielfache Nachahmung finden möge! Bei Beginn des Jahres 1888 betrug die Zahl unserer Mitglieder 272. Von diesen verloren wir 8 durch den Tod (die Herren Abel in Dessen, Eisemann in Lichtenfels, Gutkind in Zierenberg, Herzberg in Hannover, Leermeester in Kesterich, Liepmannsohn in Lipstadt, Schimmel in Oberingelheim und Strauß in Hamburg) und 2 durch freiwilligen Austritt. Durch den Eintritt von 16 neuen Mitgliedern hob sich die Zahl der aktiven Mitglieder am Anfang d. I. auf 278. Die Zahl der Ehrenmitglieder beläuft sich auf 813. In den letzten fünf Jahren hat die Achawa an Unterstützungen verausgabt: im Jahre 1884 M. 8520, im I. 1885 M. 8910, im I. 1886 M. 10186, im I. 1887 10769, imJ. 1888 11460. Während der 24 Jahre ihres Bestehens hat die Achawa M. 140608 — zur Vertheilung gebracht. Das Vereinsvermögen beträgt nach Abzug der zu Jahresunterstützungen verwendeten Summe von M. 9650 am Anfänge d. I. im Nennwerthe M. 157124.66. In der Zusammensetzung des Vorstandes hatte eine Aenderung stattfinden müssen. Herr Oberlehrer I. Blum fand sich aus Gesundheitsrücksichten veranlaßt, das Schriftführeramt niederzulegen, welches auf unser Ersuchen Herr Dr. Alfred Löhren mit dankenswerther Bereitwilligkeit übernahm. Wir glauben schon jetzt bei der Ueberreichung dieses Berichtes unsere verehrt. Mitglieder darauf aufmerksam machen zu sollen, daß in Gemäßheit eines Beschlusses der Generalversammlung vom 28. September 1885 im Herbste d. I. die statutenmäßige siebente Generalversammlung hier abgehalten wird. Wir richten daher zugleich an unsere sämmtlichen verehrt. Mitglieder die Bitte, ihre allenfallsigen Anträge und Vorschläge zu Statutenänderungen uns sobald als möglich zugehen zu lassen, damit wir dieselben zeitig zur Veröffentlichung bringen können. Von den uns im Laufe des verflossenen Jahres gewordenen Zuwendungen heben wir mit besonderem Danke hervor eine durch Vermittelung des Herrn Dr. Simon Maas uns überwiesene Spende eines Ungenannten von M. 200, sowie ein Legat des in

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.