Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 30 (1889)
- Issue
- Heft 15 (21.2.1889)
- Date
- 1889-02-21
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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276 „Die Juden theilen sich wieder ein In zwei verschied'ne Parteien; Die Alten geh'n in die Synagog', Und in den Tempel die Neuen," sie gelten heute nicht mehr, denn auch unter den Alten gibt's der Parteien zwei. „Hie Ohlsdorf!" — so tönt es auf der einen Seite; „hie Langenfelde!" — auf der andern. Der trostlose Gräberstreit hält noch inimer die Gemüther umfangen, will sich noch immer nicht begraben lassen. Es steht mir, dem mit so herzgewinnender Liebenswürdigkeit begrüßten Gast, nicht zu, hier „mitdreinzureden"; aber das mögen die Haniburger versichert sein, daß alle jüdischen Gemeinden Deutschlands, welche jetzt spannungsvoll nach der Hansastadt schauen, beglückt sein werden, wenn eine friedliche Lösung der Gegensätze sich ermöglichen ließe, wenn zu der echten Frömmigkeit auch die wahre Eintracht sich gesellte, daß nicht die Feinde des gesetzestreuen Judenthums höhnend auf diese so herrliche Gemeinde Hinweisen und beweinenswerthe Triumphe zu feiern vermögen, und daß nicht das andere Wort jenes Dichters Recht behielte: „Der Enkel wird essen und trinken genug, Doch nicht in beschaulicher Stille; Es poltert heran ein Spektakelstück, Zu Ende geht die Idylle." Die Zukunft der Hamburger Gemeinde hängt von dem zukünftigen Rabbiner ab, von der Bedeutung, die von seiner Persönlichkeit ausgeht, von der Energie, mit der er, über den Parteien thronend ein zweiter Alexander, den gordischen Knoten löst, von der Liebe, die sein Wirken bei allen weckt, von seiner Klugheit, die keinen verletzt. Krisen hat jeder Mensch, jede Gemeinde, jeder Staat einmal zu bewältigen; was gesund im Innern ist, wird glücklich jede Fährniß überwinden. Sehen Sie, meine gnädige Freundin, die wirbelnden Schneeflocken, welche ihr neckisches Spiel mit mir treiben, scheinen mir nicht Recht geben zu wollen, denn sie tanzen noch lustiger und wacker an meinem Fenster vorbei, denn zuvor. Doch nur gemach, in einer halben Stunde entführt mich der Expreßzug wieder in die Heimath; nicht mehr lange, und der Winterschnee schmilzt, nicht mehr lange, und über Hamburgs Fluren lacht goldiger Sonnenschein. — Mit frohen Grüßen Ihr getreuer Adolf Blumenthal. f Abonnement»- und Inferatenannahme M _für Frankfurt o M. bei I. Hiruffmann, Bach- EL jgljanM j fürwürzburgbesIärobHamberger.A, sürMünchen bei U.Aettetyeim. Fürbergraben A Ja 29; für Fürth in Bauern bei W. Dörnberg»«?, M K bebr n. deutsche Buchhandlung S Abonnement«- undAnfeentenannayme j _für Homburg bei A. Wolbfchmibt, Buch-! Handlung, Äohlhöfen Nr. 35; für Itöln bei! Leo Frank, probstrigasse J7; in Böhmen, j Mähren u. Österreich. Schlesien bei Iarob i S. Kranket», Buchhandlung in Prag. > ffiir den folgenden Theil ist die Redaction nickt verantwortlich. Für die Armen im hl. Lande zur Anschaffung von Mazzoth. Durch Lehrer Schlesinger in Mergentheim: Julius Adler, Weinhändler, 6. Fr. Klara Jonas 3. Jacob Hirsch 3. Samuel Abr. Hirsch 3. Fr. Mos. Schloßberger 3. Sigmund Strauß 3. Lehrer Bamberger, Markelsheim, 3. Jsaac Westheimer 2. Fr. Josef Oppenheimer 2. Max Bär, K.-V-, 2. Salomon Adler 2. Bernhard Ascher 2. Julius Jonas 2. Max Schloßberger 2. Jonas Hochheimer 2. Wolf Hirsch, K.-V., 3. Salomon Strauß 2. Julius Strauß 2. Moses Höchheimer 1. Fr. Beppy Ascher I. Rafael Krautheimer I. Samuel Rosenfeld 1. E. Sichel 1. I. Weil 1. Em. Jgersheimer 1. A. Furchheimer 1. Gebr. Falk 1. Fr. Elise Lehmann 1. Seligmann Fechenbach I. Heimann Bär 1. Laz. Fechenbach 1. Schloß jr. 1. Schloß sr. 1. Fr. Karoline Oppenheimer 1. Wwe. Feldenheimer 1. Rabb. Gunzenhauser 1. Emrr. Vorsänger n. Lehrer Schlesinger 1. Em. Strauß 0.50. Fr. Sulzbacher 0.50. Abr. Seligmann 0.50. Leop. Ehrlich 0.50. Abrah. Schlesinger aus seiner Sparkasse 0.50. Jsaac Weißburger 0.30. Philipp Höchheimer 2. Jsaac Stenr 1. Jsak Stern für H. Glücksohn in Jerusalem 2. von dems. für Wwe. Rachel Karpf in Jerusalem 2. Emer. Lehrer Schlesinger für dieselbe 1. Zusammen 76 M. 30 Ps. cktzür 2 Waisenmädchen in Elsaß mit O ie 2000 Mark, werden entsprechende Partien gesucht. Wittwer nicht ausgeschlossen. Off. unter B. 8. N. Nr. 1149 an die Erped. d. Bl. C¥ür meinen Sohn, welcher April seine ü Lehre beendet, suche eine Stelle wo Sabbat und Festtage geschlossen. S. Lazarns, 1147 Düsseldorf, Herzogstr. 46. /Line Waise, gesetzten Alters, streng religiös, aus sehr angesehener feiner Familie, sucht angenehme Stellung zur selbständigen Leitung eines feinen Hauses , am liebsten zu elternlosen Kindern, älteren Herrn oder Dame. Offerten unter L. Nr. 205 an Haasenstein & Bögler, Frankfurt a. M., erbeten._(1382 Lehrlings-Stelle. Ein mit den nöthigen Vorkenntnissen versehener junger Mann kann bei uns in die Lehre treten. Gebrüder Klau, Würzburg, 1319) Bankgeschäft. ^^ür meinen 16jährigen Sohn, der gegenwärtig das Realgymnasium besucht, und Ostern den Berechtigungs-Schein zum einjährigen Militärdienst erhalten wird, suche per 1. 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