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Der Israelit · 1889-02-04 · Heft 10 (4.2.1889) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
30 (1889)
Issue
Heft 10 (4.2.1889)
Date
1889-02-04
Page
– (sequence 12)
Language
German
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184 Jos. Effendi Krieger, Chef im Ministerium für äußere Angelegegenheiten, damit betraut, Se. königliche Hoheit den Herzog von Edinburgh und dessen Flotte zu bewillkommnen. P a l ä st i n a. Nach der neuesten Statistik beträgt die israel. Bevölkerung Palästinas 35,000 Seelen, wovon 20,000 dem deutschen Ritus, 15,000 dem portugies. Ritus angehören. Die Gesammtbevölkerung beträgt 500,000, demnach ist das Berhältniß der jüd. Bevölkerung 7°/0. Nachstehend eine genaue Aufstellung: Jerusalem 20,000 Juden aus 45,000 Einwohner, Safed 6000 Juden auf 12,000 Einwohner, Tiberias 3000 Juden auf 5000 Einwohner, Jaffa 2000 Juden auf 15,000 Einwohner, Chebron 1000 Juden aus 10,000 Einwohner, Caifa 1000 Juden auf 6000 Einwohner, Sidon 1000 Juden auf 12,000 Einwohner, Akko 150 Juden auf 10,000 Einwohner, Schechen: 120 Juden auf 18,000 Einwohner, Gaza 120 Juden auf 20,000 Einwohner, ferner 1700 Seelen auf 274 Familien der 10 israelit. Ackerbau-Colonien. Jerusalem im December. (Unlieb verspätet.) Anläßlich des 40jährigen glorreichen Regierungsantritts Sr. Majestät des Kaiser Frauz Josef I. von Oesterreich bewiesen auch die öfter, ungarischen Israeliten der heil. Stadt ihre patriotische und loyale Gesinnung und fanden am 2. December in den öfter. Ungar, und galizischen Gemeinde-Synagogen Fest-Gottesdienste statt, wo inbrünstig für das Leben und Glück des vielgeliebten und edelgesinnten Herrschers zum Allmächtigen gebetet wurde. Beide hiesige Gemeinden haben auch eine sehr schön ausgestattete Glückwunsch-Adresse in hebr. Curentschrift in einer Cassete aus Olivenholz aus diesem Anlaß an Se. Majestät gesendet, welche auch huldvollste Aufnahme fand und traf dieser Tage von dem k. k. Ministerium des Aeußern in Wien ein Schreiben an das hiesige öfter, ung. Consulat ein, in welchem der Herr Ritterv.Strautz, k. k. Consul hier, ersucht wird, Namens Sr. k. und k. apostol. Maj. der öfter. Ungar, isr. Cultus-Gemeinde für diese erfreuliche Kundgebung von Anhänglichkeit und Loyalität den allerhöchsten Dank auszudrücken. Möge es unserem geliebten Herrscher gegönnt sein, noch bis ins fernste Lebensalter dieses große Weltreich zu beherrschen, wie dies inbrünstig alle seine Unterthanen am Jubeltage erdetet jbn. Jerusalem, 14. Schewat. Die erschütternde Kunde von dem Ableben des Altmeister der frommen deutschen Rabbiner, Herrn Rabbiner Hirsch b"Vt in Frankfurt a. M. hat hier allgemeine Bestürzung und schmerzlichsten Eindruck erregt und jedes jüd. fühlende Herz beweint mit unseren deutschen gesetzestreuen Brüdern den unersetzlichen Verlust dieses wahrhaft großen Lehrers in Israel und pns rnn, und fand auch gestern bald beim Eintreffen der Schmerzenskunde auf Veranlassung des Local- Comitbs der deutsch-isr. Armen und Pilgerhäuser, deren erster Förderer vor vielen Jahren der Verewigte war, ein ergreifender iddh in deren Synagoge priL' bnw tnd rra statt. Herr Rabbiner I. Winograd, Vorsteher und nw iwn der in dieser Synagoge sich befindlichen D”n mm ro’tp, gab unter Zugrundelegung und geistreicher Erklärung vieler passender rnm-Stellen ein Lebensbild des Hr. Rabbiner Hirsch und seines segensreichen Wirkens als — pM loiyi mm p’znm m. — Bis in die tiefe Nacht, fast 3 Stunden, lauschte ein zahlreiches Auditorium den mit vielen Nnnyctpi mm nm rnjisi gewürzten Ausführungen des geistreichen Redners und kein Herz blieb ungerührt und kein Auge thränenleer bei dieser trefflichen noch lange im Gedächtniß bleibenden rum. Amerika. New-Nork. Es hat sich hier eine jüdische Gesellschaft und zwar von jüdischen Damen gebildet, deren Zweck ist, arme jüd. Mädchen in Kochen und Kleidermachen unterrichten 'zu lassen. Die Damen verpflichten sich, persönlich sich nach den Armen in deren Wohnung umzusehen, um event. helfend einzugreifen. Wochen - Kalender. Freitag, 8. Febr., 7. Adar I. Samstag, 9. Febr., 8. Adar I mm Sabbat-Ausgang 6 Uhr — Min. (Mainzer Uhr). Briefkasten der Redaction. L.: „Nein." — I. O.: Nicht geeignet. — Druckfehlerberichtigung. In Nr. 9 im Aufsatz „Das Heiligthum", S. 151, Sp. 1, Z. 8 v. u. statt „Gewissen" lies „Genießen"; das. Sp. 2, Z.1, v. u. statt „bleibt" lies „blieb"; das. Sp. 2, Z. 8 v. u. nach „und" einzuschalten „hatte"; S. 153, Sp. I, Z. 9 v. u. statt „Glanz" lies „Glanzes"; das. Sp. 2, Z. 14 v. o. statt „geweiht" lies „gereicht".

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