Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 30 (1889)
- Issue
- Heft 10 (4.2.1889)
- Date
- 1889-02-04
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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XXX. Jahrgang. Beilage jit./WlO des „Israelit" & „Irschurun Leitender Artikel. Literarische Wotiz. 8. Die Buchhandlung von I. Kauffmann in Frankfurt a. M. hat soeben ihren Katalog Nr. 14, welcher ein reichhaltiges Verzeichniß alter hebräischer Bücher und einer Reihe werthvoller Handschriften enthält, erscheinen lassen. Das Bücherverzeichniß zählt 2647 Nummern, das den Bücherliebhabern, sowohl unter bekannten als anch seltenen d^bd eine reiche Auswahl, und zwar zu sehr mäßigen Preisen, bietet. Die Handschriften zählen 149 Nummern, darunter die seltene und höchst interessante Streitschrift eines Anonymus nnay vtw (Nr. 135), die selbst Zunz unbekannt gebliebene kabbalistische Schrift njnn YV von R. Elinka aus Ancona, ein im 14. Jahrh. geschriebenes Machsor nach römischem Ritus und noch viel anderes Werthvolle und Seltene. Auch die Preise der Handschriften sind sehr müßige. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Breslau. Der Verein Ahabath Jerusalem, o^anT nuriN man in Breslau hatte im verflossenen Rechnungsjahr eine Einnahme von 1544 M., wovon 600 M. nach Jerusalem geschickt wurden. Oppeln. Gestern fand vor dem Landgericht in Oppeln die Verhandlung gegen den Reform- Rabbiner Dr. W i e n e r statt, welcher wegen Majestätsbeleidigung angeklagt war, weil er die Nachricht, Kaiser Wilhelm II. habe an Herrn v. Treitschke ein Danktelegramm für dessen Aufsatz „Zwei Kaiser" gesandt, mit Rücksicht auf die auch in dieser Arbeit Treitschkes bekundete antisemitische Gesinnung als eine absurde Erfindung bezeichnet hatte. Der im 78. Lebensjahre stehende Angeklagte wurde freigesprochen. Die Vertheidigung führte Rechtsanwalt Schiffmann, Oppeln. Hamburg, 29. Januar. Sonntag Nacht sind mit dem englischen Dampfer „Fal^on" vierundfünfzig mittellose israelitische Rückwanderer aus Rußland und Polen, darunter 14 Kinder, aus London hier angekommen, welche Sonntag Abend durch das israelitische Unterstützungs-Comits über Berlin in ihre Heimath befördert worden sind. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Aus" Ungarn. Der Artikel Nr. 7 aus Künzelsau in der Warnung vor unwürdigen — ist die Veranlassung gegenwärtiger Zeilen. Benannter Artikel stellt zu sehr in den Vordergrund, daß ein ^idb bei rmra p^Bn n"D durch den Gebrauch nicht vorschriftsmäßiger Tinte eintreten kann, indem daselbsr 2mal der t>iDD durch Verwendung nicht vorschriftsmäßiger Tinte angegeben wird. In Wirklichkeit aber erregt dies das allerwenigste Bedenken, denn, wenn ein solches Mißtrauen gegen den aBiD vorhanden ist, kann dem mit Leichtem abgeholfen werden. — Man nimmt einige zerstoßene Galläpfel, läßt sie in Wasser gut aufsieden, gibt etwas Gnmmiarabicum, ein wenig Kupferwasser hinein und man hat koschere Tinte, welche jeder Laie dem -ibid zum Schreiben vorsetzen kann p'p *2 p"D '2b "D 'l pppO 'Njn '’D N"1'. Viel entscheidender für den Beruf eines -ibid neben seinem verläßlichen religiösen Charakter ist die Frage, ob er dke hiezu gehörenden oun vollkommen kennt, denn bei Unkenntniß auch nur eines derselben kann mit Leichtem, selbst auch nur bei etwaiger Ausbesserung das n"D schon ^>idb werden. Weiß er beispielsweise nicht den pi von NDin pn und er hat durch einen Jrrthum von einem 7i ein n zu machen und löscht den linken Strich allein ohne auch das ganze n weg, so ist das schon ^dd — oder wenn er nicht tcnpo ist bieniDff D'cynpn als auch bei etwaigem Jrrthum beim Schreiber derselben ist das n"D ja bivB, und unzählige solcher d'^db gibt es. Und so ist das Werk -ßiDn nDp mit Randglossen von b"*»* D"n rfcun und direkt für dhbid zur gründlichen Erlernung abgefaßt und welches Werk y'sr D"n 'jn mit dem Zusatze begutachtet by npis uw iB'v ouj6 rtap arDi mtsn un» nVip 'di H’c&n b2 uw ^did' 'di by ron “©db 'pa nd (* ."DirUOWD ^>DDN HTH IBva 'pa Rumänien. Dr. C. Bukarest, 25. Januar. In einer der letzten Nummern des „Israelit" wurde von Seite *) Sinnt, der Red.: In Deutschland wird von den DDB1D die genaue Keuntniß des Werkes DND D'DtP riBN^D p"m n'DN an pNL' 'ino un un am J*TQ3Tn verlangt. Ein 1B1D, der nach diesem vorzüglichen, ausführlichen und lichtvollem Werke arbeitet, genügt allen Anforderungen.