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Der Israelit · 1889-01-17 · Heft 5 (17.1.1889) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
30 (1889)
Issue
Heft 5 (17.1.1889)
Date
1889-01-17
Page
– (sequence 17)
Language
German
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V>^V ■>'.} -'» «?■*■.- ^v? . XXX. Jahrgang. Ztverte Beilage M Z des „Israelit" L „Iefchurun" Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, 14. Januar. Viele unserer geehrten Leser werden nächstens Gelegenheit haben, einen langgehegten Herzenswunsch zur Ausführung zu bringen. Herr Hermann Schwarz zu Erlau in Ungarn wird im kommenden Frühjahr, in Verbindung mit Herrn Rabbiner Schreiber daselbst, eine Orientvergnügungsreise veranstalten, deren Endziel die heilige Stadt Jerusalem sein wird. Während der ganzen Reise wird streng rituelle Kost — auch während der Seefahrt — verabreicht und überhaupt auf die religiösen Bedürfnisse die größte Rücksicht genommen werden. Die Preise sind, von Budapest aus und wieder zurück — während einer Zeitdauer von etwa vier Wochen — für die erste Klasse auf 360 fl. (etwa 630 M.), für die zweite Klasse auf 280 fl. (490 M.), für die dritte Klasse auf 180 fl. (315 M.) vorläufig normirt und werden bei einer großen Anzahl von Theilnehmern ermäßigt werden. Den Herren Unternehmern ist es nicht um Geldgewinn, sondern darum zu thun, jedem Israeliten, dessen Herz sich . danach sehnt, die Gelegenheit zu bieten, die heiligen Stätten zu besuchen. Zugleich soll es aber auch eine Vergnügungsreise sein, und soll in den weltberühmten Städten, Athen, Constantinopel rc. Aufenthalt genommen werden. — 2ötr begrüßen dieses Unternehmen mit großer Freude und glauben, daß es vielen Anklang und zahlreiche Theilnehmer finden wird. — Demnächst wird ein ausführlicher Prospekt diesen Blättern beigelegt werden. — Darmftadt. Berichtigend thcile ich Ihnen mit, daß die Koschercichorie des Herrn Engelhardt nicht zu nDs verwendbar ist, sondern daß Herr Engelhardt für nos eine besondere Sorte ebenfalls unter Aufsicht des Herrn Dr. Marx fabrizirt und ist diese Sorte durch andere Packung und die Aufschrift NON kenntlich. Aus Bayern. In der gewiß zutreffenden Voraussetzung, daß die in Nr. 52 des „Jeschurun" begonnene Sammlung zu Gunsten der now ntnpn im „Israelit" Fortsetzung finden werde, folgen hierbei zwölf Mark zu diesem Zwecke. Bei dieser Gelegenheit erlaubt sich Einsender dieses, fragliche Angelegenheit allen rrnreo nonsn mVn ’nriN bestens der Unterstützung zu empfehlen. Für die mit der Sache nicht Vertrauten füge ich noch Folgendes an. Das gegenwärtige Jahr 5649 ist ein nv'vv Jahr, an welchem alle Bodenkultur zu unterbleiben Hat. (III. B. M., Cap. 25). Wie tief einschneidend nun dies für die seit einigen Jahren entstandenen jüdischen Kolonien im hl. Lande ist, bedarf wohl keiner weiteren Auseinandersetzung. ES wurde daher auch im hl. Lande viel darüber debattirt, ob unter den obwaltenden Verhältnissen irgendwie eine diesbezügliche Erleichterung gefunden werden könnte. Als das Endresultat*) muß jedoch eine Bekanntmachung der beiden hochangesehenen Herren Oberrabbiner R. Samuel Salant und R. I. L. Diskin in Jerusalem angesehen werden, welche in deutscher Uebersetzung folgenden Wortlaut hat: „Nachdem das Schmitoh-Jahr 5649 herange- „rückt, bringen wir unfern Brüdern, den Kolonisten, „zur Kenntniß, daß es keinerlei Erlaubniß gibt, in „diesem Jahre zu pflügen, zu säen, zu ernten oder „zu pflanzen, mit Ausnahme dessen, was zur Erhal- „tung der Fruchtbäume unerläßlich, worüber die „HH. Rabbinen das Nähere belehrend bekannt ge- „ben werden. Wir geben uns der frohen und festen „Hoffnung hin, daß die Befolgung dieses Gottes- „gebotes zum besonderen Segen gereichen werde, „und halten es für überflüssig, auf die Strafe der „Schmitoh-Vernachlässigung, sowie auf die Segnungen „im Falle der Beachtung hinzuweisen rc. cr." Demzufolge fordert ein Comite in Jerusalem, aus 30 achtbaren, theils aus gelehrten Männern bestehend, zu Unterstützungs-Beiträgen auf, mit der Versicherung, daß genannte Rabbiner die Gelder in gewissenhafter Weise, ihrem Zwecke entsprechend vertheilen, und öffentliche Rechnungs - Ablage darüber erstatten werden. — Möchten die Gaben recht reichlich fließen! - R. B. Oesterr. - Ungar. Monarchie. Wien. In der am 24. v. M. abgehaltenen Sitzung der französischen Akademie wurden die Preise, welche der berühmte Philantrop Baron Montyon s. Z. zur Förderung der Kunst und Wissen- *) Auf eine desfallsige Ausführung in der Dr. Salvendi'schen Spendenbeilage behalte mir späteres Zurückkommen vor. Der Einsender.

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