Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 23 (1882)
- Issue
- Heft 39-40 (27.9.1882)
- Date
- 1882-09-27
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2447898-2447936--19132-2475200- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
993 berufen wurde. Ich wurde von diesem auch in ehrenvollster Weise empfangen und ausgezeichnet, aber urplötzlich, wie Blitz aus heiterem Himmel, traf mich Unglaubliches! Man bezüchtigte mich der Veruntreuung, des Diebstahls/, des Betrugs! Man behauptete, ich hätte dem Markgrafen, der mir kostbare Steine zur Anfertigung eines Schmuckes übergeben, diese unterschlagen und ein werthloses, kunstreich imitirtes Geschmeide dafür abgeliefert, und man wagte es, mein Weib, meine unvergeßliche Channa, als Mitschuldige zu verdächtigen. Mich zog man sofort ein, meine Gattin, die früher in ihre Heimath zurückgekehrt war, wurde steckbrieflich verfolgt, sie rettete sich nach Prag, wo siez, nachdem sie einem Kinde das Leben gegeben, an gebrochenem Herzen starb. Der Markgraf, durch einen Schurken irregeführt, war von meiner Schuld überzeugt und das genügte seinen Juftizbeamten, um Alles aufzubieten, ein Geftändniß, das zu meiner Berurtheilung nothwendig war, zu erpressen. Ich litt entsetzliche geistige Qualen, ich war nahe daran zu verzweifeln: aber mein grenzenloses Gottvertrauen erhielt mich aufrecht. Ich konnte und wollte nicht glauben, daß der allgerechte Gott es gestatten könne, daß ein Unschuldiger, ein Gerechter zu Schmach und Schande verurtheilt werden könnte, allstündlich stieg gläubig und inbrünstig von meinen Lippen das Gebet zu dem Allvater empor: All tewienu lo lide nißojohn welo lide bisojohn sb) — Gott hatte mein glühendes Gebet nicht erhört!" Wieder hielt Munitz einen Moment tief bewegt inne. „Regt Euch nicht unnöthig auf!" sprach der Primator. „Wir kennen den traurigen Verlauf der unseligen Begebenheit, wir wissen es, es gelang dem Gerichte, Euch ein Geftändniß abzupressen." (Fortsetzung folgt.) 6) Bringe uns nicht in Versuchung und nicht zu Beschämung. Für de« folgenden Theil ist die Redattion nicht verantwortlich. kä&ikJm&skA paroches Sefermänfetchen, Schuldiandscfcen sowie alle synagogale.n STICKEREIEN in achI- Gold, Silber und Seide, liefere künstlerisch ausgeführt zu billigsten Preisen. Auf Wunsch sende Probearbeiten und Voranschläge franco. irRANKFURT*/M. J.KAUFFMANN. Silh. Medaille C frankfurt 1881. •ws Schmierseife, Cocosfeife, ir- Mandelseife, _ Flüssige Glycerinseife zum i? Waschen am empfiehlt tn gros & en detail, Alfred Simon jnn., - Frankfurt a. M., 5- 3053) Töngesgasse 5 Herraths Gesuch. Für ein schönes, häuslich erzogenes Mädcken mit 4000 M. Mitgift und schöner Ausstattung wird ein junger Mann (wenn auch auf dem Lande) gesucht. Offerten unter Nr. 3303 besorgt die Erpedition dss. Bl. Für l Mern u. Dormnöer. i f£in angehender Gummis wird für ein - 'S größeres Detailgeschäft im bad. Oberlande zu engagiren gesucht. Es hätte der-; selbe vorzugsweise Detailreisen bei einer : durchaus gutein geführten Kundschaft zu bej sorgen. Gute Behandlung , entsprechende; Bezahlung. Offerten unter Chiffre B. 3579 1 besorgt die Exped. d. Bl, In einem feinen Mädchen-Pensionate u. höheren Töchterschule einer schönen Stadt Süddeutschlands finden junge Mädchen jeglichen Alters freundliche nnd liebevolle Ausnahme. Bei gründlichem Unterrichte in allen Realwissenschaften, Sprachen, Handarbeiten, Musik rc. könuen dieselben auch die Fü rung des praktischen Haushaltes gründlich erlernen. Offerten sud Nr. 3090 besorgt die Erp. d. Bl. Unterzeichnete sucht für eine ihrer Schülerinnen (Jsr.), ca. 17 Jahre alt, wohlerzogen, Sprachkenntnisse besitzend und mit guten Heugnisseu versehen, Stellung, entweder als Bonne bei Kindern zwischen 3—8 Jahren, oder auch als Ladengehilfin in einem religiösen Hause, wo derselben zugleich freie Station gewährt wird. Franco-Offerten bittet man zu richten an 3405) I. Moerfchel, Lehrerin» Altenstadt in Hessen. süchtige Agenten sucht die Mazzen-Fabrik von David Strauß, Mainz.