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Der Israelit · 1882-09-20 · Heft 38 (20.9.1882) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
23 (1882)
Issue
Heft 38 (20.9.1882)
Date
1882-09-20
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Einen Augenblick stutzte der Frankfurter Raw, Mmtz Beharrlichkeit erschien ihm räthselhafter als |c, aber er schüttelte das Haupt, als wolle er jeden ^steigenden Zweifel verscheuchen und sprach: „Wohl sagen unsere Weisen: Meod, meod hawe [djöal ruach;°) — aber Alles hat seine Grenzen und so auch das Uebermaß Eurer Demuth und Selbst- Merschätzung! .... Hört mich an, Reb Löb Munitz!?önnt Ihr es in Abrede stellen, daß Ihr Euer Uen lang alle religiösen Pflichten pünktlich und eifrig befolgt habt? Könnt Ihr es in Abrede stellen, daß Ihr überall, wo Ihr auch wäret, Jedermann Gutes gethan, den Armen reiche Gaben gespendet, die Hungrigen gespeist, die Nackten gekleidet, Wittwen und Waisen unterstützt, Hunderten von armen Bachurim und zahllosen Lomdim durch reiche Unterstützung die Möglichkeit geboten, das Studium unserer Thoro hakdoscho zu betreiben? Könnt Ihr es läugnen, daß Ihr Hunderte von unvermögenden Handwerkern und kleinen Geschäftsleuten durch Vorschüsse — wie sich von selbst versteht, ohne jeden Vortheil für Euch — in harten Zeiten erhalten und schon dadurch das Lebensglück vieler Hunderter befördert habt? Ich frage Euch Reb Löb Munitz, könnt Ihr es läugnen, li) Gar sehr, gar sehr sollst Du demüthigen Geistes sein! T-irfc Awoth Perek IV. Mischna 4. daß Ihr, wo es Euch möglich war, alle diese Wohlthaten im Verborgenen geübt?.Und bisher habe ich von Euren Wohlthaten im Allgemeinen gesprochen, jetzt will ich auf Einzelnes übergehen. Könnt Ihr, Reb Löb Munitz, es in Abrede stellen, daß Ihr schon als junger Balbos 462 der kleinen jüdischen Zeitrechnung7 8) durch Euer kraftvolles, energisches Einschreiten nicht nur einem würdigen Familienvater in Worms das Leben, sondern die ganze uralte Kehilla von einem entsetzlichen Bilbul^) gerettet? und wem dankten Reb Maier Feigenbaum und Reb Salmen Ascherberg in Koblenz, die fälschlich des Ankaufes gestohlenen Kirchengutes angeklagt waren und auf die Folter gespannt werden sollten, ihr Leben, ihre Ehre, ihre gesunden Gliedmaßen? Könnt Jhrs in Abrede stellen, daß Ihr sie geschützt, gerettet, unerhörte Opfer an Geld und Ekü gebracht und hierbei Euer Leben gewagt habt? und — ich könnte Euch noch viele solcher Eurer Thaten aufzählen, die Stunden würden verfließen und ich würde nicht zu Stande sein; also ich frage Euch auf Euer ehrliches Gewissen als Mann und Jude könnt Ihr es in Abrede stellen, daß Ihr all das ausgeübt — was ich eben angeführt?" (Fortsetzung folgt.) 7) 1702 üblicher Zeitrechnung. 8) Verlämndung, ungerechte Anklage, Auschltldiguug. Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. MF~ Inseraten - Annahme für Frankfurt a. M. bei I. Kanffmann, Buchhandlung;!ür Hamburg bei A. Goldschmidt, Buchhandlung, Kohlhösen 35; für Cölm bei Leo Frank, Steinfeldergaffe 7; für München bei N Bettelheim, Färbergraben 29; für Fürth in Bayern M. Dörnberger, hebr. und deutsche Buchhandlung. nyrc?n jmn Gebete für das Wohl des Landesherrn in hocheleganter Ausführung ülm Cinrahmen und Anbringen in Synagogen geeignet, 75 Cm. Hoch, 55 Cm. breit, Text iu deutscher, schwarzer Druckschrift, Name des Fürsten in Gold, osserire per Stück ä Mark 5. — gegen Vorauseinsendung oder Nachnahme des Betrags. Bei Bestellung lrollr man gefall, den Namen des Landesherrn genau angeben. (3583 Jacob Ickratli, All a i n 3, gpotze Bleiche 38. Verziehungshalber steht eine Mazoth - Maschine sehr billig zu verkaufen. Franco-Offerten unter 2. A. 3577 an die Cxped. d. Bl. f&iti Mädchen, in den Anfangs 2üer Jahreu, wünscht als Stütze der Hausfrau oder als Stubenmädchen pr. sofort Sellung. Offerten unter Nr. 3584 besorgt die Expedition d. Bl. /An isr., geb., j. Mädchen. Hamburgeriu, ™ sucht;. 1. Dct. entw. i. e. feinen Geschäft als Verkäuferin o. i. e. feinen Hausstande Placem. Off. unt. Nr. 33 an A.Gold, schmidt, Buchhdlg., Hamburg, erb. (3281

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