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Der Israelit · 1882-09-13 · Heft 37 (13.9.1882) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
23 (1882)
Issue
Heft 37 (13.9.1882)
Date
1882-09-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXm Jahrgang. M 37. Der Israelit. Ein ^Central-Organ für das orthodoxe Iudenthum. Herausgegeben von Dr. Lehmann in Mainz. Mittwoch, den 13. September 3642 (1882). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs» in mindestens 2 Bogen. Preis de8 Jahrgangs 1V Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. WfT mit dem 1. Hct. 1882 ei« ne«es Hnartal beginnt, fo erlaube« wir «ns, die geehrte« Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Wost das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Wersendung keine Unterbrechung erleide. Inhalt. Leitender Artikel: Zum Neujahrsfeste. Zeitungsnachrichten und Corresporwenzen: Deutschland: Berlin. Frankfurt a. M. — Oesterr. - Ungar. Monarchie: Gr. - Tar.-^ csan. 2mal Pesth. — England: London. — Rußland: Basta. — Amerika: New-Pork. — Feuilleton: Der Sohn der Wittwe. Inhalt der ersten Beilage: Leitender Artikel: Dritter Monatsbericht des Deutschen Central- ComitSs für die russ.-jüd. Flüchtlinge. (Juli 1882.) Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Rußland: Petersburg. — Türkei: Konstantinopel. — Feuilleton: Lob Munitz. Inhalt der zweiten Beilage: Leitende Artikel: Die Gemeinde der ersten hebr. Colonie im hl. Lande an das Judenthum. — Notiz. — Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Roll Nürnberg. — Seit enter Artikel. Jum Neujahrsfeste. Mainz, 7. September. Die hohen Festtage nahen heran, die ernstesten und heiligsten Tage des Jahres. Selbst Diejenigen, Welche dem Judenthum mehr oder weniger entfremdet M, fühlen, wie das noch nicht ganz erloschene Fünkchen jüdischen Empfindens in der Brust zu! glimmen beginnt und bereiten sich vor, zur Einkehr Uei sich selbst, zu Buße und Besserung; denn es Mt der Tag des Gerichts, an welchem Gott alle <veltenbewohner auf ihr Thun und Lassen prüft und ^^.Urtheil über sie spricht. Es ist ein großer, mrchtbarer Tag, und des Schofars schmetternder Klang bewegt alle Herzen, erschüttert alle Geister.! j Wer sollte nicht erzittern am Tage des Gerichts? Wenn ein Mensch vor den irdischen Richter gefordert wird, um sich wegen eines Vergehens zu veri theidigen, so ergreift ihn Angst und Entsetzen. Und doch kann es ihm gelingen, den Richter zu täuschen, sein Vergehen zu leugnen und Freisprechung zu erlangen. Aber wer vermag den allwissenden Gott zu täuschen oder Ihm etwas zu verhehlen? Oder wer ist so vermessen, zu wähnen, daß er nicht gesündigt habe und die Verantwortlichkeit für all sein Thun und Lassen mit Leichtigkeit tragen könne? Schon vielfach ist die Frage aufgeworfen worden, zu welchem Zwecke Gott den ersten Tag des Jahres zum Tag des Gerichts eingesetzt hat. Menschliche Richter bedürfen allerdings eines bestimmten Termines, um Recht zu sprechen. Da ist ein ganzer Apparat erforderlich, um die Rechtsprechung zu ermöglichen, Voruntersuchung und Zeugenvernehmung müssen vorausgehen. Alle Umstände müssen vorher geklärt und erwogen werden. Aber der allwissende Gott bedarf dieser Umstände nicht. Er, der Herz und Nieren prüft, dem die geheimsten Gedanken der Menschen offenbar sind, ist selbst Zeuge, Ankläger und Richter. In jedem Augenblicke hat Er die Macht, die Menschen zu Verantwortung zu ziehen. Wozu bedarf es da eines besonderen Gerichtstages? Pn-w'P pin '2 'mn vnb nora iypr> :upy’ Depo ,wrr „Stoßet am Neumondstage in den Schofar, an unserem Festtage, an welchem der Mond verhüllt ist; denn eine wohlwollende Bestimmung*) ist es für *) Nach der Analogie von mr nf>n c’;r:i pn *3 (1 B. M. rs' C. 47, V. 22).

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