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Der Israelit · 1882-08-16 · Heft 33 (16.8.1882) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
23 (1882)
Issue
Heft 33 (16.8.1882)
Date
1882-08-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
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830 segnen. Er möge Sein Antlitz mit uns leuchten lassen, Selah, zu erkennen auf Erden Deine Wege, unter allen Völkern Deine Hilfe." Unsre Weisen bemerken hierzu im Midrasch: ,«vn «2 '2 H HDn ('a ,22’«) 2102:2 ie»r ni DiT«< «H2 «8l D,2 D'Q"P n"2"p".2 7L7 1'2n2^ «« D'y21' «21 oi’nrj 12/ D’iü’« o^yn no^tcr 'Z'2y vonn -rv «V« uon «2 '2 'i HDn 2D«j 228p «Hyv vcm 122 1P121 2pi2 822 D'L72n utd^di uvino nrntv r«ro .2812:1 •pro« .222V D’jnr 1:« *pDi D'2P28 D-V22 ~\üüw ♦D2iy '«2 222 „Derselbe Gedanke ist auch in dem Verse angedeutet: „Die Liebe Gottes geht nie zu Ende, Sein Erbarmen hört niemals auf." Wir wissen, daß Gottes Erbarmen bleibend ist, daß wir es nicht erschöpfen können und daß es sich über uns ergießt; wenn auch die Nationen sprechen: „Wohlan, wir wollen sie vernichten, daß sie kein Volk mehr seien," so verläßt uns Gottes Barmherzigkeit nicht. Und noch ein Größeres: Gott erneuet uns und kräftigt uns auf's Neue an jeglichem Morgen, wje es heißt: „Sie erneuen ntit jedem Morgen sichund dadurch erkennen wir, daß groß ist Gottes Treue und Fürsorge für alle Weltbewohner." Ja, Israel hat vom Anbeginn au viel zu leiden und zu erdulden gehabt von dem Neide, von der Mißgunst, von dem Hasse seiner Mitmenschen Aber Gottes unendliches Erbarmen hat uns der Vernichtung nicht preisgegeben. Wenn Israel noch so sehr darniederlag — jeder Nacht des Elends und des Mißgeschicks folgte stets ein Morgen, welcher Licht, Hoffnung und neue Kräftigung brachte. Und wie vergilt Israel seinen Feinden? Dadurch, daß es das Heil und das Glück der ganzen Menschheit vorbereitet. Und weiter heißt es in demselben Midrasch: 2'nnn un*« rrojrao» p' 01280 nro ntoteai 20:« 2’nnn ’i2 2a* 102» T2 n2s« .208 2820.28 l’223Dff .->2222 **02 “'Di« *p2 ,l2'.“l '“I “p2 (LH DH22) P D222 jiO k)«1 -pDtfil H 1222’ ('’ ”'22D2) ^«2 n« .«2222 UJn’ DH“« „Als unser Lehrer Moscheh im prophetischen Geiste erschaute, daß einst die Griechen über Israel herrschell würden, da betete er, daß die Retter erstehen möchten aus dem Stamme Levi und sprach: „Segne, o Ewiger, seine Macht!" Und daher heißt es auch in dem Priestersegen: „Es möge dich segnen der Ewige und dich behüten, er lasse sein Antlitz dir leuchten und sei dir gnädig." Und so heißt es auch hier: „Gott möge uns begnadigen und uns segnen, Er möge sein Antlitz mit uns leuchten lassen, Selah." In den Jahrtausenden der jüdischen Geschichte war keine Periode so gefahrvoll als die der griechischen Oberherrschaft. Die griechische Welt war der Schönheit, der Freude und der Lust: in iH blühten die Wissenschaften und die Künste. Das m alte Welt erobernde Griechenthum suchte das J.ude:K thum zu verdrängen. Der vielgestaltige Göttercültu7 sich in die Gewänder der Schönheit und der WeisW kleidend, suchte die Wahrheit, die Lehre vom einzige Gott, zu verdrängen. Und als dies auf friedliche'.: Wege nicht gelang, da sollte durch rohe Gewalt de Religion Israels unterdrückt werden, damit die M ehrung der griechischen Götter an deren Stelle trete. Keine Zeit war so finster wie jene, keine Periode iej gefahrvoll für Israel, und unsre Weisen bezeichne'.: die Hoffnungslosigkeit der damaligen Weltlage mit! den Worten: p 01280 11 oinn «e 8y laoni „Und Finsterniß auf der Oberfläche des Abgrundes — das ist die Zeit der Griechenherrschaft." D'D.2 «2 8y P2n20 DH2« N121 „Aber Gottes Geist schwebt über den Gewässern." 2'« ',2'1 21« '.2' QH2« 20«'l „Und Gott sprach: es werde Licht, und es ward Licht." — Die Finsterniß mußte weichen, und auihr leuchtete das Licht hervor, welches die Haswrnäer nach vollendetem Siege anzündcten und das uunoch jetzt alljährlich leuchtet. Als unser Lehrer Moscheh im prophetischen Geis!-: jenen gefahrvollen Zeitpunkt erschaute, da betete er, daß die Priester, die Gottgeweihten Diener, den Sic: erringen mögen über das Israel zu erdrücken drohend-: Griechenthum, die Priester, in deren Segen sich di: Erkenntniß der Wege der göttlichen Vorsehung fas: in denselben Worten ausspricht wie in den Eingangs Worten des 67. Psalms. Der Betrachtung diese- Priestersegens, der seit Jahrtausenden in den Synagogen von den Nachkommen Ahrons gesprochen wir), wollen wir die nächsten Capitel widmen. (Fortsetzung folgt.) Literarischer Bericht. „Geschichtliche Mittheilungen über das Ende der alte:: und die Wiedererstehung und Entwicklung dt: neuen isr. Gemeinde." Von Jacob Weis bar:. Würzburg. Im Selbstverlag des Vers. 1887 Unter diesem Titel hat Herr JacobWeisbaN, Seminarlehrer in Würzburg, eine Darstellung de: dortigen israel. Gemeindeverhältnisse in den verschiedenen Stadien ihres Entwicklungsganges der ältere:-, und neueren Zeit geliefert. Die Veranlassung ho; ihm hiezu die vor Kurzen! stattgefundene Friedho-- Einweihung der israel. Gemeinde sowie die erst ncr-

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