Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 23 (1882)
- Issue
- Heft 25 (21.6.1882)
- Date
- 1882-06-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XXIH. Jahrgang. M SS Dch Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Iudenthnm. Herausgegebxn von »r. Sebmann in Main,. Mittwoch» den 21. Juni S«42 (1882). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 10 Reichs-Mark. Man abonmrt ganziährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 12 Reichs-Mark oder 7 fl. österr. an die Expedition franco einzusenden. AW" mit dem 1. Juki 1882 ein neues Huarlak beginnt. so ertanöe« wir nns, die geehrten Avonnenten darauf aufmerksam z» machen, daß namentlich öei der Kost das Abonnement frühzeitig erueuerf werden muß, damit die Merseudung keine Itnterörechnng erteide. richt diesmal ganz authentisch ist; eine Commission befindet sich unterwegs, um die Identität .der Leiche feftzustellen. I n h a I t. Telegraphische Depesche. Leitende Artikel: Gegensätze. — Bekanntmachung. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. Darmstadt. Crailsheim. Frankfurt a. M. Posen. — Oesterr.- Nng. Monarchie: Wien. Pesth. Budapest. Schloß-Nedeß. — Feuilleton: In Australien. Inhalt der,tzrfte« Beilage: Leitende Artikel: Die Provinzial-CorresporWnz und die Verbrecher» Statistik. — Zur Schechitah-AngelegenhE — Zeitungsnachrichten und Eorrespondenzen: Deutschland: Würzburg. Heidelberg. Posen. — Frankreich: Paris. — Feuilleton: Lob Munitz. Inhalt der zweiten Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Fürth. Hagenau. — Frankreich: Paris. — Feuilleton: Die Inden von Balta. Inhalt der Extra-Beilage«: Spenden-Verzeichnisje. Telegraphische Depesche. Budapest, den 19. Juni. Die Leiche des zu Tisza-Eslar vermißten Mädchens Esther Solymossy ist unberührt am Ufer der Theiß aufgefunden worden. Gelobt sei Gott, der die Unschuld der Juden von Eslar an den Tag gebracht hat. Ignatz Reich. Das Frankfurter Journal veröffentlicht über denselben Gegenstand das nachstehende Telegramm: Pesth, den 19. Juni. Das Räthsel von Tisza- Eslar hat endlich seine Lösung gefunden, die Leiche des verschwundenen Christenmädchens wurde am Theißuferbdi Tiszalök gesunden und zwar ganz unverletzt, wss-auf. einen Selbstmord schließen läßt; es herrscht /-''ffroßöMxeude unter der Bevölkerung, da die Nach- Keilende Artikel. Hegensätze. Mainz, den 19. Juni. Als der König von Persien das große Gastmahl für die Bewohner seiner Residenzstadt Schuschan Herrichten ließ, befahl er »w vn ps-o awyb „Zu thun nach dem Willen eines jeglichen Mannes." Unsere Weisen benierken dazu: piro nx2-> ne« IST ff’X ,s!2.N V'X ’DTlO ,pni ’DTlD „Zu thun nach dem Willen Mordechais und Haman's, bei denen Beiden sich der Ausdruck v'x findet." Die Erklärer fragen, wie es möglich sei, dem Willen zweier Männer Gegüge zu thun, welche die größten Gegensätze bilden, Mordechai, der Freund und Vater seines Volkes, Haman, der größte Feind Israels. Der berühmte Magid von Dubno sucht diese Frage durch ein Gleichniß zu beantworten. Einst hatte ein Mann das Unglück, das Weib seiner Jugend durch den Tod zu verlieren. Das Söhnchen, welches sie ihm hinterließ, war des Vaters Augapfel, während ihm die zweite Frau eine böse Stiefmutter wurde, welche dem mutterlosen Kinde Alles zu entziehen suchte. Der Vater schützte das Kind und gab namentlich von allen Leckerbissen reichlich, welche die Mutter dem Knaben verweigerte. Einst erkrankte das Kind und gelangte bis an die ■'t ■ V: IM ifi M