Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 23 (1882)
- Issue
- Heft 22 (31.5.1882)
- Date
- 1882-05-31
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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„Das sind Dummheiten!" brauste Jtzig auf, „wenn es sich um so viele arme Leute handelt, darft Ihr keine Narrischkaten nit machen, gleich sagt Ihr, wer es is, durch ihn werden wir erfahren, wer der wahre Wohlthäter is; — überlegt's Euch nit lange, sonst schlagen wir Euch noch vorSchabbos in Eurer Wohnung alle Fensterscheiben ein!" „Ho, ho!" schrie der Fleischer, „da gibt es noch Gassenmeschorßim und e Karzer, wo man nixnutzige Leut' bei Wasser und Brod einsperrt!" — aber bei ruhigerem Erwägen mußte der billig denkende Mann doch erkennen, daß die Forderung des Schneiders eine gerechte war, und er sagte zögernd: „Jeden Donnerstag Abend hat mir der Gewürzszocher David Wodnian 25 Gulden gebracht, und Sonntag habe ich dann verechnet, wie viel Fleisch ich für ihn vertheilt Hab', manchmal is ihm, manchmal is mir was herausgekommen." „Reb Dovid Wodnian!" meinte Jtzig überrascht, „der kann das nit aus seiner Dasch bestritten haben, er is ein ganz braver Mensch, aber dazu is er lange nit reich genug!" Er wandte sich wieder an die Versammlung. „Wenn's Euch recht ist, geh' ich j im Namen Aller zu ihm, ich will erfahren, wer der Nadwen war, gelingt mir das, wird sich über die Sach' noch weiter reden lassen. Wartet nur e Bisl, l ich komm' bald zurück, ich geh' allein, ich brauch kein Anhängsel, ich hoff', ich werd allein mit ihm fertig werden!" Da Niemand gegen seinen Antrag einen Einwand erhob, betrachtete er billig, jenen als angenommen und sich als Mandator der Prager armen Leute, und eilte, so rasch er konnte, zu David Wodnian. (Fortsetzung folgt.) A9fZEI«E]¥. Für den folgenden Theil ist die Rcdnction nicht verantwortlich. NE" Inseraten - Annahme für Frankfurt a. M. bei I. Kauffmann, Buchhandlung; für Hamburg bei A. Goldschmidt, Buchhandlung, Kohlhöfen 35; für Cöln bei Leo Frank, Steinfeldergaffe 7; für München bei N. Bettelheim, Färbergraben 29; für Fürth in Bayern M Dornberger, hebr. und deutsche Buchhandlung. Bei I. Kauffmann in Frankfurt a. M. ist erschienen und durch aste Buchhandlungen, ebenso durch die Expedition des „Israelit", zu beziehen: Akiba. Historische Erzählung aus der Zeit der letzten Kämpfe der Juden gegen die römische Weltmacht. Preis: 2 Mark. Aus Vergangenheit und Gegenwart, I. Thell: Inhalt: Des Königs Eidam. — Gras oder Jude. — Rabbi Elchanan. — Die Verlassene. — DaS Licht der Diaspora. — Preis: 2 Mark. Aus Vergangenheit und Gegenwart, II. Thell: Inhalt: Bostanai. — Süß Oppenheim. — Der Fürst von Coucy. — Preis: 2 Mark 50 Pf. AuS Vergangenheit «m> Gegenwart, III. Thell: Inhalt: Der Königliche Resident. — Esther Chiera. — Preis: 2 Mark. Aus Vergangenheit und Gegenwart, IV. Thell. Inhalt: Gegenströmungen. — Vor hundert Jahren. — Zwei Schwestern. — Preis: 2 Mark. Rabbi Joselmann von Rosheim, I. und II. Thell. Preis jedes Bandes 2 Mark. Preis für sämmtliche 7 Bände 12 Mark, elegant gebunden 21 Mark. Mainzer Spargel per Pfd. 70 Pfg. gegen Nachnahme, Kopfsalat, Radieschen, Gurke« -c. billigst. Jean Schröder, 1771) Mainz. Hötel Löwenstein ira Bad Ems. HStel erften Ranges I« der Nähe der Brunnen und Bäder. — Auf Verlangen Pension— H«tel- Wagen am Bahnhof. (1850 ted Hötel Wolf—BaflEis, hält sich dem reisenden Publikum bestens empfohlen. Bei längerem Aufenthalt Pensionspreise. HLtel - Omnibus an der Bahn. (1922 OLei einem jüd. Arzte in gesunder Gegend 'VJ bei Aschaffenburg finden Bleichsüchtige, Reconvalescenten, an Scropheln u. Hämorhoiden Leidende liebevolle Pflege. (2020 Offerten L. 72, Schöllkrippen postlagernd. fCin relig. Mädchen in mittleren Jahren, die gut kochen kann, sucht zu sosor: oder etwas später (2026 R. I. Kronheim, Jeßnitz i. A. *j *) Hat in vor. Nummer irrthümlich Peßniß i. A. geheißen. W". suchen Eommis 1956) für unser Eisengeschäft einen und einen Lehrling. 8. Banm SBSohn, Alzey.