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Der Israelit · 1882-04-26 · Heft 17 (26.4.1882) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
23 (1882)
Issue
Heft 17 (26.4.1882)
Date
1882-04-26
Page
– (sequence 14)
Language
German
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414 der alte Mann brach jäh ab und wischte sich die Hellen Schweißtropfen von der Stirne. „So? .... so red' doch weiter!" und da der Diener in mißmuthigem Schweigen verharrte, fuhr Munitz fort, „so sagen die Sch'chemm, daß ich reich wie Korach^), aber noch viel ärger als dieser bin, daß ich keinem Menschen einen Pfennig gebe, keinem Bettler ein Stück Brod reiche; die Hungernden 4) Korach, der nach dem Talmud ein sehr reicher Mann gewesen sein soll. j und Erfriernden erbarmungslos von meiner Schwelle! stoße, — in zwei Worten zusammengefaßt — daß! ich Lob Hund bin! — Daran liegt mir aber gar! nichts — das ist mir ganz recht!" Munitz hatte; sich erregt vom Stuhle erhoben, durchschritt einige-! mal daZ Zimmer und rieb, sich, wie es schien ver-! gnügt die Hände, „mach nur die Vorhänge wieder weg, ich will's haben." Seufzend gehorchte der Diener. (Fortsetzung folgt.) AVZEIOEX. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. WM- Inseraten - Annahme für Frankfurt a. M. bei I. Kauffmann, Buchhandlung; für Hamburg bei A. Goldschmidt, Buchhandlung, Kohlhöfen 35; für Cöln bei Leo Frank, Steinfeldergasse 7; für München bei N. Bettelheim, Färbergraben 29; für Fürth in Bayern M Dornberger, hebr. und deutsche Buchhandlung. Bei der gegenwärtigen Nothlage vieler unsrer Glaubensgenossen, welcher so große Opfer gebracht werden müssen, zögert man, für einzelne Bedrängte die Milsthätigkeit nnznrufen. Aber ist iticht auch der Einzelne ein Glied der Gesammtheit? Soll er seinem Elende hilflos unterliegen? 1)1 nnx ipej toi Wohlthätige Glaubensbrüder, helfet einer sehr unglücklichen Familie in der hiesigen kleinen israel. Gemeinde. Ein Familienvater, welcher neben seiner Frau fünf Kinder, worunter ein unheilbar verkrüppeltes, zu ernähren hat, liegt schon den ganzen Winter hindurch auf dem Krankenlager; voraussichtlich endet sein Leiden der Erlöser aller Erdenpein, der Tod. Um das Maß des Elends voll zu machen, ist die armselige Wohnung des Armen so baufällig, daß derselbe, wenn nicht alsbald eine gründliche Reparatur vorgenommen wird, über seinem Kopfe einstürzt. Wo sollen dann die Unglücklichen ein Obdach finden? Unsre Absicht ist, durch milde Gaben von unsren wohlthätigen Glaubensgenossen, die der Ewige mit Gütern gesegnet, und deren Ohr sich den Bitten des Armen niemals verschließt, einen Betrag von ungefähr 300 Mark, welcher zur Instandsetzung der Wohnung erfordert wird, zusammenzubringen, während wir die weiteren Bedürfnisse der Familie gern aus der Gemeinde aufbringen wollen. Helfet, theure Glaubensbrüder, dieses barmherzige Werk vollbringen und der Ewige möge Euch dafür reichlich mit allen Gütern segnen. Gaben wolle man an den hiesigen Borstand, I. Rosenberg, und an M. I. Rosenberg richten. Rosenthal (Reg.-Bez. Cassel), den 12. April 1882. 1484) Der Vorstand der Gemeinde I. Rosenberg. Wir sind gern bereit, Gaben in Empfang zu nehmen und weiterzubefördern. Die Expedition des „Israelit". Bekanntmachung. Bei der hiesigen Synagogen-Gemeinde ist die Stelle eines Geflügel - Schächters vacant. Oilalisizine Bewerber, welche befähigt sind, den zweiten Eantor in den Funktionen des Borbetens und Vorlesens der Thora zu vertreten, wollen ihre Bewerbungen bis spätestens znin 15. Mai d. I. unter Beifügung einer Abschrift ihrer Zeugnisse dem itnterzeichneten Borstand einreichen. Vorgezogen werden Eandidaten mit guter Tenorstimme, welche im Synagogen-Ehor Mitwirken können. Diesen kann außer freier Dienstwohnung ein Gehalt bis zu 1500 Mark jährlich bewilligt werden. Königsberg i. Pr. den 12. Aril 1882. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde 1540) Gabriel. <7An einer großen Stadt Süddeutschlands \3 wird in einer Weingroßhandlung ein tüchtiger Reisender streng religiöser Richtung gesucht. Diejenigeit, welche schon tu dieser Branche gereist, erhalten den Vorzug. k>ür eine Familie, aus 3 Personen beste-, Jj hend, wird eine tüchtige Haushälterin,: die zur Stütze noch ein Mädchen bekömmt,! zum baldigen Eintritt gesucht. Offerten : unter L. H. Nr. 1469 befördert die Exped.! d. Blattes.! /riin junger, praktischer Gerber sucht zu! seiner Ausbildung eine Volontair-Stelle j in einer Lederhandlung. die Sabbat uud; Feiertage geschlossen hat.; Lechenich bei Eöln.! 1479) Elias Limpn. Offerten unter Nr. 1546 besorgt die Expedition d. Bl. eine Lehrlingsstelle in einem Bank- oder Engros-Geschäft. welches Samstag geschlossen ist, für einen jungen Mann, der die Schule mit dem Einiähr. - Zeugniß verlassen. Kost und Logis im Hause oder entsprechende Vergütung. Offerten besorgt unter Nr. 1533 die Expedition d. Bl. Leörtingsgesuch. Bei einem tüchtigen Uhrmacher kann ein braver Junge, Sohn achtbarer Eltern sofort in die Lehre treten. v">> mc streng geschlossen. Kost und Logis im Hause. Franko-Ofserten besorgt (1529 S. Montag, Lehrer in Griesheim bei Darmstadt.

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